moonrise
Mitglied
- Beiträge:
- 476
- Themen:
- 13
- Danke erhalten:
- 270
- Mitglied seit:
Meine Ehe hatte einen schlechten Grundstein und endete. Diese Beziehung ist meine Hoffnung das es auch anders geht. Möchte noch nicht aufgeben. Möchte aber jetzt auch nicht wie verrückt um diese Beziehung kämpfen. Ich sehe es so... wir sind beide aus nicht einfachen Beziehungen gekommen. Haben es verdient wenigstens wieder etwas Atmen zu dürfen. Und zusammen ist es einfacher als alleine (wegen dem Finanziellen und andere Alltäglichkeiten). Schlussendlich finden wir entweder einen Weg zueinander oder wir gehen künftig getrennte Wege. Ich fühle mich als würde ich träumen. Alles ist unreal. Vielleicht ist es auch die dunkle Jahreszeit rede ich mir manchmal ein.
Zugegeben, der AM ist etwas aufdringlich. Er zwingt mich fast ein Paar Verhaltensmuster zu ändern welche mir nicht leicht fallen wie z. B das Rauchen aufgeben. Ich vergleiche ihn tagtäglich mit meinem Ex. Und leide unter Erkenntnissen. Damit ich klarkomme sage ich mir ich hätte es verdient. Damals als ich mit dem AM anfing zu schreiben, habe ich seine Lebenseinstellung verglichen mit dem meines Mannes. So bestätigte ich mir immer mehr, dass mein Ex mich nicht glücklich macht. Und doch vermisse ich seine anständige, höfliche, lustige Art und würde manchmal am liebsten in seine Arme rennen weil ich mich dort doch wohlfühlte (ausser er muffte wieder weil er nicht geduscht hat).
Zwischen der Trennung ende August und seine Auswanderung ende Oktober fühlte es sich an, als würde man warten bis der Krieg draussen endet. Einmal hat er mich geschlagen weil ich sauer war da er mich ins Ohr laut niessend geweckt hatte und ich gerade erst 3std schlief. Er hat mich mind. 10x angeschrien. Es war aber eine schwierige Zeit für ihn natürlich bewegte er sich auf dünnem Blatt bis er platzte. Dann sassen wir mal auf dem Balkon und haben und umarmt, geredet und geweint wie kleine Kinder. Doch es ist besser wenn wir uns trennen, abgesehen von der Affäre, weil er wirklich keine Zukunft hatte wo ich eine haben könnte. Ein Kompromiss wäre so schwierig gewesen. Am letzten Tag wo ich ihn gesehen habe, zum Abschied, da war es ganz krass. Ich wollte ihn am liebsten einsperren damit ich ihn behalten kann. Mich um ihn sorgen. Noch 10x ins Burnout gehen hauptsache er hat es gut. Natürlich wäre das kein Leben. Wir haben ein Meer geweint.
Vorhin haben wir wegen Papierkram telefoniert. Fragte um seinen besten Freund hier in der Schweiz ob sie im Kontakt sind. Er hätte auch aufgehört Gras zu rauchen weil seine Frau dies auch nicht mehr dulden konnte. So einfach wäre es gewesen. Dann sinke ich wieder in selbstmitleid und frage mich, wenn er mich doch liebte, weshalb konnte er mir nicht entgegenkommen...