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Ich liebe ihn noch immer

stillgrey


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@NiLa90 In meinem aktuellen Fall waren es jetzt z.B. fast 2 Monate Rückzug mehr oder weniger aus dem Nichts. Auch wenn man im Bezug auf Klinikaufenthalt usw. Rücksicht nehmen muss, da hatte die Person sicher andere Probleme.
Aber nach 2 Monaten strikten Kontaktabbruch (und einer davor umso schöneren Zeit, sogar mit Liebesbekundungen), weiß ich nicht was ich jetzt von der erneuten Kontaktaufnahme und den Entschuldigungen halten solle.

Also weil du sagtest es ist etwas anderes eine Beziehung oder ähnliches mit einem Beziehungsängstler einzugehen. Habe viel Verständnis wenn jemand mehr Zeit für sich braucht, mal abweisend ist usw., es ist nicht immer alles schön im Leben. Aber 2 Monate vom Erdboden verschluckt, das ist wohl eine Nummer zu krass, das hat irgendwo keine Zukunft oder?

Gestern 15:48 • x 2 #31


Vienne

Vienne


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Zitat von gabehcuod:
Selbstverständlich tun wir das. Menschen mit gesundem bzw. intern reguliertem Selbstwert kennen ihren eigenen Wert und akzeptieren solche Grenzüberschreitungen erst gar nicht. Außerdem geben sie sich nicht derart bedürftig, weil sie auch sehr gut mit sich alleine klarkommen können. Meine Rede - da bin ich ...

Da bin ich anderer Meinung.
Ich hatte ein gesundes Selbstbewusstsein und trotzdem bin ich in so eine Spirale hineingeraten, eine höllische Achterbahnfahrt mit Nähe -Distanz-Problematik. Nie hätte ich erwartet, dass mir so etwas passieren könnte. Das hatte mich an meine absolute Grenze gebracht.
Erst, als ich die Literatur rauf und runter über Bindungsangst gelesen hatte, fing ich an zu verstehen, was da ablief. Und konnte im Endeffekt diese Achterbahnfahrt insofern stoppen, so dass sie mich nicht mehr an meine Grenzen bringt.
Und ich bin ein ziemlich charakterstarker Mensch....und komme hervorragend allein zurecht.

Gestern 16:04 • x 1 #32



Ich liebe ihn noch immer

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Vienne

Vienne


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Zitat von stillgrey:
@NiLa90 In meinem aktuellen Fall waren es jetzt z.B. fast 2 Monate Rückzug mehr oder weniger aus dem Nichts. Auch wenn man im Bezug auf Klinikaufenthalt usw. Rücksicht nehmen muss, da hatte die Person sicher andere Probleme. Aber nach 2 Monaten strikten Kontaktabbruch (und einer davor umso schöneren ...

In meinem aktuellen Fall waren es zwei bis drei Wochen Rückzug, dann wieder ein bis zwei Wochen ok. Auch ich habe versucht Geduld aufzubringen...

Gestern 16:08 • #33


FrischerWind


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Zitat von tesa:
@FrischerWind Das klingt jetzt nicht so, als hättest Du irgendwas verstanden was wir geschrieben haben! @Heartbroken1 mein Beitrag galt natürlich ...

Doch, natürlich, es ist kein neues Thema, wo jemand das Rad neu erfunden hat! .....

Gestern 16:29 • #34


Heartbroken1


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Vielen Dank für eure vielen Antworten. Die verschiedenen Blickwinkel sind tatsächlich sehr interessant.
Mir geht es auch nicht darum ihn an den Pranger zu stellen oder sein Verhalten als falsch darzustellen. Ich war auch lange in einer Therapie wegen Depressionen und meinem schlechten Selbstwertgefühl und weiß wie schlecht man da aus der eigenen Haut kommt, bzw. wie langwierig so eine Therapie ist. Mein Beitrag bezog sich tatsächlich nur auf Tipps, von ihm los zu kommen. So wie er gerade drauf ist, hat es tatsächlich keinen Sinn für ihn da zu sein. Mal davon abgesehen, dass er das auch gar nicht will. Er ist da wohl zu stolz für meinte er, da es ihm eh schon schwer fällt, überhaupt zu einer Therapeutin zu gehen.
@NiLa90: eigentlich dachte ich, dass ich mittlerweile ein gutes Selbstwertgefühl habe. Ich schaffe es sonst eigentlich auch sehr gut mich abzugrenzen. Kann sein, dass ich doch nicht so weit bin wie ich dachte. Aber gerade glaube ich einfach, dass ich das zurückkommen wieder zugelassen habe, weil ich in uns einfach so viel Potenzial gesehen habe. Diese Hoffnungslosigkeit macht mich einfach zurück.
Und tatsächlich packt mich auch immer wieder die Angst mit 32 zu den Übriggebliebenen zu gehören und auch nie einen Partner finden zu können...

Gestern 17:30 • #35


Heartbroken1


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Bei der Arbeit muss ich ihm zum Glück nicht oft begegnen, da wir in unterschiedlichen Abteilungen arbeiten.
Leider habe ich noch nicht genau rausgefunden, wie man direkt auf Beiträge antwortet

Gestern 17:35 • x 1 #36


NiLa90


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Zitat von stillgrey:
In meinem aktuellen Fall waren es jetzt z.B. fast 2 Monate Rückzug mehr oder weniger aus dem Nichts. Auch wenn man im Bezug auf Klinikaufenthalt usw. Rücksicht nehmen muss, da hatte die Person sicher andere Probleme.

Ich vermute es geht um die Dame aus deinem Thread. Ich habe mir deine Geschichte und die ersten paar Antworten durchgelesen und glaube du verennst dich da in was. In erster Linie sehe ich hier keine Bindungsproblematik, selbst wenn spielt es zum aktuellen Zeitpunkt garkeine Rolle weil die Hauptproblematik liegt bei ihr wo ganz anders. Im Grunde sehe ich das so wie die Antworten die du bekommen hast und ich weiß nicht, ob es möglicherweise kontraproduktiv ist, wenn ich dir die Gefühlswelt dazu erkläre, weil ich das Gefühl habe du klammerst dich da an einen Strohhalm und der geht noch komplett in eine falsche Richtung.
Ich kann dir gerne meine Meinung zu deinem Fall sagen, wenn du das möchtest, auch wenn die in die Richtung geht, mit den anderen Antworten die du bekommen hast, allerdings würde ich das dann in deinem Thread machen oder per Nachricht, weil das sollte der Thread der TE bleiben.

Gestern 20:53 • x 2 #37


stillgrey


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@NiLa90 Gerne, zu meiner Geschichte in meinem Thread gehört eh noch deutlich mehr zur ganzen Wahrheit dazu um sich ein richtiges Bild machen zu können.
An einen Strohalm klammere ich mich nicht, versuche nur besser zu Verstehen, auch mich selber.

Gestern 20:58 • #38


NiLa90


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Zitat von Heartbroken1:
Mir geht es auch nicht darum ihn an den Pranger zu stellen oder sein Verhalten als falsch darzustellen.

Ich hatte meine Aussage mit dem Pranger nicht auf dich bezogen, sondern allgemein, Falls das so angekommen sein sollte.


Zitat von Heartbroken1:
Und tatsächlich packt mich auch immer wieder die Angst mit 32 zu den Übriggebliebenen zu gehören und auch nie einen Partner finden zu können...

Ich bin genauso alt wie du und diese Angst hatte ich auch, hauptsächlich mit 30, weil das irgendwie an der Zahl festgemacht habe. Ich weiß nicht ob es dir was hilft, ich hatte das Thema vor kurzem mit meinem besten Freund und der konnte damit nichts anfangen, weil er sein Leben von einer Beziehung abhängig machen möchte. Wenn man sehr Beziehungsmensch ist, dann funktioniert das für einen vielleicht auch nicht.

Ich habe irgendwann festgestellt, dass man bzw ich die Qualität meines Lebens über das haben oder nicht haben einer Beziehung fest macht, mit einem gewissen Alter kam dann auch noch das Thema Kinder dazu. Irgendwann habe ich allerdings nicht mehr eingesehen, zu glauben, dass ich mein Leben nur als lebenswert empfinden kann, weil man eine Beziehung hat, Klischee Mann, Kinder, Haus... und was wenn es nicht kommt? Soll ich mich mein Leben lang selbstbemittleiden? Nö, dafür hat es noch viel mehr zu bieten, als das sich das Leben um einen Mann dreht.
Die Vorstellung habe ich wahrscheinlich sowieso idealisiert, weil ich mir noch nicht mal sicher bin ob das was für mich wäre. Und ich habe angefangen, mich genau auf die Sachen zu fokusieren, die ich machen kann, weil man weder Partner noch Kinder habe. Die Freiheit tun und lassen zu können, was und wann ich will, mein Leben nach meinen Vorstellungen zu leben ohne Kompromisse machen zu müssen, etc. und seitdem beschäftigt mich das nicht mehr.
Seitdem ich den Fokus verändert habe, sehe ich eine Beziehung nicht mehr als den Maßstab meines Lebens, sondern wenn jemand kommt mit dem es passt ist es das Plus im Leben, eine Bereicherung aber nicht mehr das was mein Leben besser macht. Ich möchte meine Lebenszeit nicht damit verbringen zu hoffen, dass es da draußen noch irgendjemand gibt der zu mir passt - Was kommt kommt und wenn nicht, dann möchte ich am Ende meines Lebens trotzdem sagen können War gut

Gestern 22:02 • x 1 #39


tesa

tesa


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Zitat von gabehcuod:
Und daran anschließend könnte die TE sich auch mal fragen, warum sie sich das Theater nach der ersten Trennung weiter angetan hat?


Überleg mal!
Du triffst jemanden, der Dich auf allen Ebenen flasht. Du kennst aus deinem bisherigen Leben, dass das selten - bis gar nicht vorkommt.

Und dann stellst Du fest, dass der Mensch, den Du da kennengelernt hast irgendwie seltsam ist. Dann fängt das On/Off an. Denn alle schreiben hier (im Zusammenhang mit Bindungsängstlern) von Wahnsinnss*x, von nie dagewesene Gefühlen, vom großen Potential, von größter Liebe ever.

Ist doch logisch, dass man sich das wieder antut. Denn die Alternative ist das Nichts.

Und wer will das schon?

Zitat von gabehcuod:
Warum verkauft sich jemand unter Wert und lässt es weiter zu, in dieser Art und Weise verletzt zu werden?


Siege oben. Ich glaube sogar, dass wir genau diesen Punkt schon mal hatten.

Man verkauft sich unter Wert, weil nichts anderes da ist. Weil das Hochgefühl das man erlebt (wenn er grad nicht auf Distanz ist) immer noch besser ist als das Nichts. Und deshalb nimmt man auch die Verletzungen in Kauf.

Zitat von gabehcuod:
Selbstverständlich tun wir das.
Menschen mit gesundem bzw. intern reguliertem Selbstwert kennen ihren eigenen Wert und akzeptieren solche Grenzüberschreitungen erst gar nicht. Außerdem geben sie sich nicht derart bedürftig, weil sie auch sehr gut mit sich alleine klarkommen können.


Da widerspreche ich Dir genauso wie Vienne. Ich bin sogar jemand, denn die meisten Menschen für sehr selbstbewusst halten. Und ich kenne auch meinen Selbstwert - und jetzt kommt das entscheidende - auf allen Ebenen nur auf der Liebesebene nicht (mehr). Denn wenn man sein Leben lang immer nur auf die Aktiven trifft, dann kann man sich zwar unfassbar viel selbst wert sein, man bekommt nicht, was jeder normale Mensch hat. Und das ist eine funktionierende Beziehung in der man geliebt wird und ganz banale Dinge tut, wie gemeinsam zu frühstücken.


Zitat von Heartbroken1:
eigentlich dachte ich, dass ich mittlerweile ein gutes Selbstwertgefühl habe.

das wird auch sicher so sein.
Nur in Liebesdingen eventuell nicht.
Zitat von Heartbroken1:
Und tatsächlich packt mich auch immer wieder die Angst mit 32 zu den Übriggebliebenen zu gehören und auch nie einen Partner finden zu können...

Deine Angst hatte ich mit 35 auch und sie hat sich bewahrheitet.

Allerdings gabs damals kein Forum, wo ich lernen hätte können.
Zitat von Heartbroken1:
Leider habe ich noch nicht genau rausgefunden, wie man direkt auf Beiträge antwortet


Falls Du am Handy bist: markieren, dann öffnet sich ein Button zitieren.

Gestern 22:04 • x 3 #40


Heartbroken1


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Zitat von tesa:
lernen

Danke für deine Nachricht
Wie denkst du denn hättest du hier lernen können, damit sich das bei dir nicht bewahrheitet hätte?

Vor 2 Stunden • x 1 #41


Heartbroken1


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@Funkelstern wie hast du denn dann geschafft aus dieser Zeit raus zu kommen?

Vor 2 Stunden • #42


Funkelstern

Funkelstern


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Zitat von Heartbroken1:
@Funkelstern wie hast du denn dann geschafft aus dieser Zeit raus zu kommen?


Meine beste Freundin und Freunde haben mich sehr unterstützt und mir nicht nur Händchen gehalten, sondern mir auch die Meinung gesagt und das ziemlich unverblümt

Ich bin rausgegangen, habe meine Abende und Wochenenden verplant.
Leute zum Essen eingeladen, sodass sich meine Gedanken auf andere Dinge fokussiert haben, ins Fitnessstudio, viel Rad gefahren und wenn ich alleine war kamen Hörbücher dran und Meditationen.

Natürlich habe ich auch geweint und gehadert. Ich war tief traurig, wütend Die Zeit hilft, aber es war ein schwerer Weg und ich verstehen jede und jeden der da durch muss.

Ich wünsche dir viel Kraft

Vor 1 Stunde • x 1 #43


tesa

tesa


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@Heartbroken1

Ich hätte viel früher erkannt, was da eigentlich los ist. Ich hätte erkannt, warum mich nur bestimmte Männer ansprechen. Ich hätte gewusst, dass ich sie emotional sehr berühre (daran zweifelte ich durch ihr Verhalten immer). Ich hätte in diesem Bewusstsein agiert und mich nicht klein gemacht, um für sie passend zu sein.

Und ich hätte ihnen kommuniziert, dass Ich weiß, was abgeht. Dass mir klar ist, warum sie auf Distanz gehen. Und mit diesem Bewusstsein hätte ich ihnen (wahrscheinlich) ihre Angst nehmen können.

Ich hätte aber vor allem eines getan. Ich hätte mich meiner eigenen Angst mehr - oder bewusster - gestellt.

Vor 12 Minuten • #44


tesa

tesa


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@Heartbroken1

Auf das wie bezogen:

Damals kannte ich die Begriffe aktive und passive Beziehungsangst nicht ... UND es gab kein Internet!

Heute weiß ich, wonach ich suchen müsste.

Vor 9 Minuten • #45



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