Hallo @Heartbroken1,
autsch.
Das liest sich für mich nach...
grauen Regenwolken mit Bodennebel bei kalt schneidendem Wind in einer trostlosen kargen Einöde und am Horizont warten auf deinem Wege nur weitere Wolken.
Weißt Du, etwas mehrfach zu versuchen kann ich durchaus nachvollziehen.
Aber es gibt einen Punkt, wo Du für dich eine Grenze ziehen solltest.
Wo es einfach
genug ist.
Zitat von Heartbroken1: Der Mann kam nachdem er eine Therapie gemacht hat wieder und hat gekämpft und war sich sooooo sicher, dass es nur an ihm lag und er sich jetzt sicher ist, dass das mit uns das richtige ist.
Du, das hattest Du schonmal so oder ähnlich.
Siehe:
Zitat von Heartbroken1: Leider zog er sich nach ein paar Monaten vollkommen zurück. Mal sagte er, er ist sich seiner Gefühle nicht sicher, dann wiederum sagte er, seine Gefühle sind doch stark genug, er hat nur Angst mich an sich ran zu lassen, weil er Angst hat verletzt zu werden.
Und
Zitat von Heartbroken1: Jedes mal, wenn ich aber den Kontakt abgebrochen habe, ist er mir hinterher gerannt und wollte mich unbedingt wieder.... Spätestens nach einer Woche zog er sich aber wieder zurück und lies mich am ausgestreckten Arm verhungern.
Und nun:
Zitat von Heartbroken1: vor zwei Tagen hat er nach einem Streit wieder alles in Frage gestellt und mich wieder fallen gelassen
Das... wievielte Mal jetzt?
Du musst Dir doch langsam wie ein Flummi vorkommen.
Das... macht doch echt keinen Spaß.
Das grenzt schon an Selbstverletzung.
Zitat von Heartbroken1: Mit den Worten, dass ich all das bin was er immer wollte, er mir aber einfach nicht gerecht werden kann.
Ja, okay, dann gibt es verschiedene Erklärungen:
1. Er will Dich doch nicht so sehr, denn Dich erneut fallen lassen täte er sonst
nicht,
2. Seine Unsicherheit und sein Glaube, ist
seine Baustelle, da muss er selbst klarkommen, da kannst Du nichts tun,
3. Er tatsächlich aktuell unfähig ist eine stabile Beziehung zu führen und das deswegen keinen Sinn mit ihm hat.
Zudem das hast Du das von ihm auch schon zu hören bekommen:
Zitat von Heartbroken1: Er hat sich jetzt heute auch nochmal gemeldet, dass er sich sicher ist, dass das mit uns definitiv nichts wird.
Hat ALLES zu nichts geführt.
Und, mal ehrlich...
er macht es sich mit dem "gerecht werden" auch ganz schön einfach.
Wir haben ein Problem, ich renne weg, statt eine Lösung zu suchen, z.B. mit Dir.
Zitat von Heartbroken1: Der Schmerz zerreißt mich fast...
Hattest Du auch schon. *seufz*
Zitat von Heartbroken1: Seid 3 Tagen haben wir keinen Kontakt mehr und ich leide fürchterlich. Ich will nur noch heulen und fühle einen unfassbaren Schmerz.
Und hier:
Zitat von Heartbroken1: Die Hoffnungslosigkeit und Trauer lässt mich nicht los. Ich muss jede Sekunde an ihn denken und weine jeden Tag mehrmals, weil es einfach so weg tut.
Und nun bist Du wieder Mal hier:
Zitat von Heartbroken1: Nachdem ich im Sommer schon gelitten hatte wie ein Schwein, geht es mir jetzt noch schlechter.
Wie oft denn noch?
Zum Thema Therapie
Eine Therapie ist 1. kein Allheilmittel, 2. auch wenn sie beendet ist, bis sie sofort komplett wirkt und neue Tricks und Verhaltensmuster greifen, denke ich, das dauert und enthält Rückschläge.
Das weißt Du auch.
Zitat von Heartbroken1: Ich war auch lange in einer... und weiß wie schlecht man da aus der eigenen Haut kommt, bzw. wie langwierig so eine Therapie ist.
Insoweit denke ich, dass bei ihm selbst noch einiges im Argen liegt.
Siehe:
Zitat von Heartbroken1: Nach einigem hin und her ging er zu einer Psychiaterin und die beiden arbeiteten auf, dass er mit sich selbst gerade ein sehr großes Problem hat (was genau wollte er mir nicht sagen) und dass er sich auf mich nicht einlassen kann, da er sich nach der letzten Beziehung geschworen hat nie wieder so viel zu geben und dort so auf die Schnauze gefallen ist, dass er große Bindungsängste entwickelt hat.
Und dies:
Zitat von Heartbroken1: Die Psychiaterin empfahl ihm, erstmal sich selbst zu ordnen, bevor er sich auf eine Frau einlässt. Damit hat sie natürlich recht.
für euch beide mit Abstand das Beste ist.
Zitat von Heartbroken1: Ich habe mich auch bis jetzt immer wieder drauf eingelassen, weil ich die Hoffnung hatte, dass er in der Therapie alles aufarbeiten kann und wieder "normal" wird.
Hierzu, Du kennst doch gar nicht sein "normal". Und so fixes aufarbeiten kann ich mir auch nicht vorstellen.
Was ist, wenn er so ist, wie Du ihn summa sumarum erlebt hast?
Und nicht anders kann?
Zitat von Heartbroken1: Aber es gab zwischendurch auch momente, in denen er gezeigt hat wie er wirklich sein kann, wenn er mal nicht so sehr mit sich beschäftigt ist.
Momente?
Das reicht bei weitem nicht.
Würde es nicht für mich.
Wieviel Zeit warst Du prozentual traurig gegenüber der, in der Du glücklich mit ihm warst oder Liebeskummer hattest?
Das Verhältnis glücklich zu traurig im Kontakt zu ihm, wo liegt das?
Bei 15 : 85?
Versuche mal klar und rational auf euren Kontakt zu gucken.
Was siehst Du?
Passierte das jetzt einer Freundin, was rietest Du ihr?
Formuliere deine Grenzen.
Was geht für Dich, was nicht?
Was kannst Du nun für Dich tun?
70 Jahre könntest Du noch vor Dir haben in denen Du vieles erleben und vielen begegnen kannst.
Was willst Du definitiv tun?
Wie lautet deine "Löffelliste"?
Es liegt in deiner Hand das Beste aus deiner Zeit zu machen und auf Dich acht zu geben.
Lass' Dich von einem lieben Menschen mal feste drücken und halte Dir vor Augen, dass das Jetzt vorbei geht.
Lenke Dich ab, mach' Sport, fokussiere Dich bewusst auf Positives in deinem Leben, geh' in die Natur, da es beruhigen kann.
Ein Kopf und Körper, die neue Tricks lernen und z.B. beim Seiltanz vollständig gefodert sind oder beim Klettern, haben weniger Kapazität sich mit vermissen zu beschäftigen.
Trauer und Abschied nehmen brauchen auch ihre Zeit.
Alles Gute