Zitat von Bluefly:Wer dich wirklich liebt, teilt sein letztes Brot mit dir, der lebt auch auf der Straße mit dir, weil du ihm wichtig bist und nichts anderes.
Rosarotes romantisches Gedöns von Menschen, die nie auf der Straße leben mussten.

Meine Meinung!
Zitat von Bluefly:Wenn ich an meine letzte Beziehung denke, habe ich mich über den Messenger oftmals 6-8 Stunden am Tag mit ihm unterhalten.
Chapeau. 6 - 8 Stunden via Messenger, neben Job und Alltag.
Zitat von Bluefly:Man fühlte sich so nah, dann kam das Zusammenleben und da hatte man nicht mehr soviel Zeit füreinander, man war zu viel beschäftigt mit den täglichen Herausforderungen.
Ach was. Zusammenleben, wo man sich den Alltagskram noch aufteilen kann, macht es schwerer? Plötzlich keine Zeit mehr füreinander, obwohl man grade noch mit dem/der Liebsten sogar auf der Straße leben wollte. Hauptsache, man ist zusammen?!?
Das widerspricht sich für mich total, sorry. Zeigt aber deutlich mein Problem mit virtuellen Beziehungen: Da wird über Jahre am Wolkenkuckucksheim gebastelt, das in der Realität meist sofort zusammen kracht. Weil man den anderen eben nicht wirklich kennt.
Corona finden wohl alle Sch@ize. Belastet uns seit einem Jahr und ist doof. Aber es gab ja vorher bereits 7 Jahre ohne Corona. 3 zweiwöchige Treffen sind da für mich nicht so die Welt. Es bleibt massenhaft Zeit übrig - okay. Bei täglich 6 - 8 Stunden Messenger vielleicht doch nicht? - , um mich ernsthaft auf ein Zusammenleben mit dem Liebsten/der Liebsten vorzubereiten. Indem z. B. die Sprache meines OdB (Objekt der Begierde) zumindest rudimentär gelernt wird. Indem ich mich ausführlich mit der Kultur und der Lebensumstände eines potentiellen Partners vertraut mache, der aus einer völlig anderen Ecke der Erde kommt. Indem ich Voraussetzungen schaffe, um ein Zusammenleben realisieren zu können.
Man kann natürlich auch bedauern, dass der/die Liebste nicht vom Slum-Leben im warmen Malaysia ins Leben auf der Straße im eher frischen Mitteleuropa wechseln möchte. Joaah - wahrer Liebe macht das ja nix aus, nä!?
Irgend nen blöden Alltag - ob auf der Straße, in der Mietwohnung oder im muckeligen Eigenheim - blenden wir da mal aus...