LoveAlways
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Zitat von Yoko118:Für mich war klar, dass seine Ehe ebenso vorbei ist wie meine.
Yoko, genauso war es bei mir! Ich wollte es glauben. Aber ich war auch skeptisch. Er sprach positiv über seine Frau. Er sagte, sie hätten eine harmonische Ehe geführt. Aber die Kinder waren im Fokus. Und seine Liebe zu ihr verblasste. Er kämpfte auch mit dem Doppelleben.
Im Nachhinein ist es klarer. Man denkt leicht, dass die eigene Ehe vorbei ist, wenn man die Aufregung einer Affäre direkt vor Augen hat. Im Vergleich dazu scheint eine langjährige Ehe "tot" zu sein. Bis der Punkt kommt, an dem man sich entscheiden muss, wen man wirklich loswerden will... Es ist halt eben einfacher, wenn du der Entscheidungsträger bist und nicht derjenige, der gezwungen wird, die Entscheidung eines anderen zu akzeptieren.
Mein AM erklärte mir, dass er damals wirklich das Gefühl hatte, seine Frau nicht mehr zu lieben. Aber dass er dann begriffen hat, dass Liebe nicht nur aus Leidenschaft besteht. Und dass er erst durch die Affäre verstanden hat, was Liebe wirklich ist. Und dass er seine Frau liebt. Mit mir hatte er wieder Leidenschaft. Denn mit mir fühlte sich alles leichter an. Er sagte mir, dass er mir nicht widerstehen konnte, weil es so einfach war. Ich war immer für ihn verfügbar. Ich schlug die Treffen vor, ich organisierte alles. Wenn immer er anrief, hatte ich Zeit, auch wenn es nur für 20 Minuten war. Ich organisierte mein Leben um seine Zeitfenster herum. Ich tat alles, nur um ihm zu gefallen, damit er sich für mich entscheidet. Ich verschlang seine Komplimente, ich spürte, dass er mich wirklich wollte, einfach weil er bereit war, seine Frau zu betrügen, um Zeit mit mir zu verbringen.
Im Nachhinein bin ich wütend auf mich. Wo war mein Selbstwertgefühl? Ich habe mir etwas vorgemacht. Ich habe meine Sehnsüchte auf ihn projiziert. Ich war auch in der Affairenblase.
Nie wieder! Ich könnte kotzen. Ja, ich verstehe vieles jetzt besser. Trotzdem vermisse ich ihn oft. Und bin wütend auf ihn. Und sehne mich nach ihm. Und träume von ihm. Und wünsche mir, er hätte sich für ein Leben mit mir entschieden. Und meine Gedanken kreisen und kreisen. Und dann gehe ich laufen, lenke mich ab. Wir werden es schaffen, Yoko.
