Begonie
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Nach meiner Trennung habe ich ellenlange Mails verfasst an ihn mit 100 Vorwürfen und Anklagen, mit Beschimpfungen und schlechten Wünschen.
Meine Lieblingsfantasie damals: er soll bitte verunglücken auf der Fahrt zur Next und dann querschnittgelähmt sein und im Rollstuhl sitzen. Oder er solle verrecken und endlich tot, töter, am tötesten sein, damit ich triumphierend an seinem Grab stehen konnte.
Ich war unglaublich böse und wütend auf ihn.
Die Texte habe ich heute noch und manchmal lese ich sie mit einem Lächeln über meine damalige Befindlichkeit und letztendlich Hilflosigkeit. Natürlich habe ich sie nie abgeschickt, das ware zu beschämend gewesen. Daher rate ich auch immer davon ab, dem Ex. hinterher zu schreiben. Man macht sich klein, zeigt sein Unvermögen damit umzugehen und helfen tut es eh nichts. Weg ist weg!
Aber schreiben zwingt einen die Gedanken zu ordnen und manches wird dadurch klarer. Daher finde ich es sehr wertvoll. Wenn es mir nicht gut ging, habe ich immer geschrieben. Und manchmal geht einem dann doch ein Kronleuchter auf
Ach, übrigens, es steht ein schönes WE vor der Tür. Gönne es Dir, dass es Dir gut geht. Betriebe ordentlich Selbstfürsorge. Es hilft wenn man gut zu sich selbst ist - gerade in Frustzeiten.
