Zitat:Der TE kann doch sowieso machen was er will. Alles ist falsch.
Nein, sicherlich nicht. Allerdings ist die hier geschilderte Sicht einseitig. Wie seine Frau das alles wahrnimmt und für sich bewertet ist aufgrund fehlender Information nicht zu bewerten.
Ich verurteile den TE nicht, ich halte es für richtig, dass er den für sich richtigen Weg geht.
Aber., ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn nur eine Seite wahrgenommen wird. Mein Exmann und ich hatten uns auch für dieses Lebensmodell entschieden. Ich wusste, wie wichtig ihm sein Beruf war, so dass ich mich bereit erklärte, alles bezgl. Kinder, Haushalt usw. zu übernehmen. Die Absprache war, dass, sobald die Kinder aus dem Gröbsten raus sind, ich mich auch neu orientieren kann. Soweit alles gut. Ich entschied mich für den Tanz, was ich bis heute nicht bereue (ich weiß, brotlose Kunst). Nur lief es mit den Kindern nicht so geschmeidig, wie es vielleicht bei anderen der Fall ist. Mein Exmann konnte damit nicht umgehen, da es immer eine Lösung geben musste. Dem ist aber nicht so. Es war eine grenzwertige Erfahrung, hat mich aber gestärkt. Es kann nur nicht jeder damit umgehen.
Unschön ist es, wenn man sich dann ständig anhören muss, wie hart er für sein Einkommen arbeiten muss und die Ehefrau angeblich nur auf dem Sofa sitzt und das Fernsehprogramm hoch und runter schaut. Meiner Meinung nach sollten auch Väter eine Zeit lang die 24/7 Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern übernehmen, damit sie diese Herausforderung überhaupt einschätzen können.
Ich habe eine Ausbildung, ich habe ganztags gearbeitet, halbtags mit Kindern, während mein Exmann seiner Ausbildung nachging. Ohne die Unterstützung meiner Eltern wäre das wohl nicht machbar gewesen.
Im Nachhinein weiß ich, dass er schon 10 Jahre mit sich gehadert hat (auch 10 Jahre meines Lebens).
Er hat es nicht kommuniziert. Ich laste es ihm heute nicht mehr an, weil ich weiß, dass er selbst überfordert war. Doch aus Respekt dem LP gegenüber sollte man das rechtzeitig artikulieren.