Zitat von Schweppes: Aber ist das gleichzusetzen, mit einem "Shittest"?
Ich hab den Begriff ja ins Spiel gebracht, und es tut mir schon fast wieder leid...
Der Begriff ist so überfrachtet... Wie gesagt, ich mag ihn überhaupt nicht.
Nicht nur Frauen machen sowas. Ich wurde als Frau von einem Partner mal extrem getestet, und nein, das war nicht gesund, von beiden Seiten nicht. Ich verwende den Begriff nicht im PUA Sinne, und ohne Geschlechterdimension.
Für mich gibt es ein paar entscheidende Kriterien, von denen in @Schweppes Geschichte mE einige erfüllt sind, und die bei mir die Warnlampen angeschmissen haben.
-Es wird eine Forderung gestellt, die ganz klar eine Grenze überschreitet. In dem Fall geht es um die Privatsphäre. Ganz egal ob ich tatsächlich etwas zu verbergen habe, ich will selber entscheiden, was ich dem Partner von mir zeige und was nicht. Ein Beispiel: ich will ganz klar nicht, dass mein Partner liest, was ich hier in diesem Forum schreibe.
-Es geht nicht um die geforderte Sache an sich, sondern die geforderte Sache ist ein Symbol für etwas. Im vorliegenden Fall geht es nicht darum, welche Freundschaftsanfragen er bekommt, sondern um die Frage, ob er vertrauenswürdig ist. Und wohl und wehe einer Beziehung entscheiden sich an diesem Symbol. Er kann vorher noch so oft gezeigt haben, dass er vertrauenswürdig ist, wenn sie es nicht sehen kann oder will, ist er raus. Ich finde, man sollte grundsätzlich über die Dinge streiten, und nicht über Symbole.
-Es ist eine ganz klare Umkehr der Beweislast. Nicht sie muss ihren Verdacht begründen, sondern er seine Unschuld beweisen. Ich weiß nicht mehr, wer es hier so treffend formuliert hat: es ist nicht möglich, zu beweisen, dass man unschuldig ist.
-sie mach ihr Problem zu seinem. Und ihn zum Buhmann, wenn er das nicht zuläßt. Schweppes beschreibt ja, dass sie schon länger ein Eifersuchtsproblem hat... Und darüber muss mE geredet werden. Sie versucht, ihr Problem zu lösen, indem sie versucht, ihn zu kontrollieren. Kann gar nicht funktionieren.
-die Reaktion in der nächsten Zeit zeigt, dass sie sich weiterhin am Symbol aufhängt, und nicht bereit ist, über die Sache an sich zu reden, geschweige denn alternative Lösungsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen.
-Bei der ganzen Diskussion gerät aus dem Blickfeld, dass auch Schweppes ja ein Recht darauf hat, sich in einer Beziehung wohl und sicher zu fühlen, und das ist ja nicht möglich, wenn er mindestens grenzwertige Bitten nicht verweigern darf, ohne dass sie ihm die Beziehung vor die Füße wirft.
Ich hoffe, ich konnte etwas klären, was ich gemeint hab, und warum ich das nicht für harmlosen Kinderkram ala: "Dann schick ihr halt den popeligen Screenshot" halte.