Nachtlicht
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Zitat von RyanG:Es ist nicht mehr wirklich Kennenlernen, sondern eine waschechte Beziehung. Mit allem Drum und Dran
Du sagst damit, sich ein- zweimal im Monat zu sehen sei eine waschechte Beziehung und in 14 Monaten dreimal für "Abstand zum Nachdenken" abzutauchen sei das dazugehörige Drum und Dran?
Nix für ungut, ich denke du weißt was ich mit dieser kleinen Provokation ausdrücken möchte. Aber nach dem, was noch an Infos über euch nachfolgte hier im Thema, würde ich nicht mal sagen dass ihr eine Schönwetterbeziehung habt (wo man sich ab und zu für etwas Quality Time sieht, das restliche Leben bestreitet jede/r für sich), denn es ist ja das Gegenteil von schön, wenn du alle paar Monate um eure Beziehung fürchten musst. Es liest sich doch alles recht wenig belastbar.
Zitat von RyanG:Das Ziel, so sieht sie es auch, ist auch nicht, das auf Dauer so zu belassen.
Worte, Taten...
Zitat von RyanG:Ich bekenne mich zu 100% zu ihr und gebe ihr (hoffentlich) auch das Gefühl, dass dem so ist. Verallgemeinert gesagt würde ich behaupten, sie plagen dennoch die Zweifel.
Wie ich jetzt deine Aussage verstehe ist, dass deine Gefühle für sie für eine "waschechte Beziehung mit allem Drum und Dran" ausreichen würden, wenn sie denn bereit wäre, das mitzumachen. Und dass du denkst, sie würde eher an deiner Bereitschaft zweifeln, als an ihrer eigenen, und dass du daher in der Vergangenheit deine Bereitschaft mehr als deutlich gemacht hast. Solches Anbieten übergroßer Sicherheit hat sich schon oft als kontraproduktiv herausgestellt und ist leider auch sehr typisch für unsichere (ängstliche) Bindungstypen wie du es ein Stück weit zu sein scheinst.
Auch ich gehöre zu den Usern die dich als zu "lieb" wahrnehmen und als zu wenig klar in deiner eigenen Männlichkeit. Du liest dich wie ein Mann den ich gern zum besten Freund hätte, mich in einer Liebesbeziehung aber immer nur über den Kopf für ihn erwärmen könnte, weil ich durchgängig das Gefühl emotionaler Überlegenheit hätte. Ich vermute ähnlich wie @Springfield dass ihre Gefühle für dich deutlich weniger brennend sind als deine für sie und ich finde seine weiter vorn von ihm vorgestellte Theorie, warum sie sich immer wieder zurückzieht, durchaus plausibel. Wobei ich mir auch Bindungsängste auf ihrer Seite vorstellen kann - aber wenn du jetzt auf die Idee kommst, ihr helfen zu können diese zu überwinden, wirst du erst recht in der On-Off-Hölle landen. Das zu überwinden wäre, wenn dem so sein sollte, allein IHRE Aufgabe und wenn sie das nicht alleine bewältigen kann, muss sie sich dafür einen Therapeuten und keinen Partner suchen. Mach dich nicht zu ihrem weißen Ritter mit der roten Fahne im Wappen.
Zitat von RyanG:Ich habe dargelegt, wie ich mich dann fühle. Sie weiss das. Aber sie sagt auch, sie kann dann nicht aus ihrer Haut. Auch wenn sie sich anders verhalten will.... Spass würde es ihr keinen machen
Was macht es mit dir, wenn du weißt, dass sie immerhin keinen Spaß hat, während du dich mit ihren Schwankungen quälst? Passt ihre Aussage zu deiner Vorstellung einer Partnerschaft auf Augenhöhe, zu deiner Vorstellung von respektvollem und wertschätzendem Umgang? Glaubst du, sie würde sich auch so verhalten, wenn sie Angst hätte dich darüber zu verlieren? Und: glaubst du, sie hat tatsächlich ANGST, dich zu verlieren?
Zitat von RyanG:Ad hoc wollte ich kommunizieren, dass sie ne Lösung für ihr Verhalten finden muss, da ich ansonsten das nicht weiter will..... Das wäre doch genau das Statement, an dem ich Grenzen ziehe......
Worte sind keine Taten.
Seine Grenzen kommuniziert man nicht mit Reden, sondern durch seine Handlungen.
Handlungen kann man mit Reden ankündigen, wenn man sich dann besser fühlt, aber wenn du Schwierigkeiten mit dem Setzen von Grenzen hast (das nehme ich an, da du den Spuk jetzt schon zum dritten Mal mitmachst), besteht immer die große Gefahr dass es beim Reden bleibt. Wäre es anders, hätte dein Reden nach den letzten Brüchen ja nicht dazu führen dürfen, dass es jetzt wieder einen Bruch gibt.
Zitat von RyanG:Ich weiss, was Du damit sagen willst. Ich könnte es beenden. Aber so einfach, wie hier geschrieben, ist es nicht. Die Gefühle sind sehr sehr stark. Wie man sich vorstellen kann, hoffe ich auf ein baldiges Ende der Situation und dass ich mit ihr dann in einer Aussprache dafür sorgen kann, dass wir das zukünftig anders lösen
Diese Aussprachen fühlen sich ja immer erst gut an, aber ich halte mittlerweile nicht mehr viel davon. Sie weiß doch, wie das für dich ist, ihr hattet schon einige Aussprachen. Es wäre gut, wenn du dir jetzt Gedanken über Alternativen zum Aussprechen machen könntest, darüber, wie du Grenzen setzen kannst, die du selbst und damit auch andere ernst nehmen. Du weißt ja, dass das ganz arg viel mit dem Themenkomplex Selbstwert und Selbstwirksamkeit zu tun hat.
Wenn du dich nicht trennen möchtest, da deine Gefühle ja stark sind, wirst du nicht umhin kommen, dich intensiver mit dem Thema männliches Selbstbild und den von @Tin_ angesprochenen Dingen von Beziehungsdynamik zu befassen, sonst bleibst du dieser Frau auf emotionaler Ebene unterlegen und damit Spielball ihrer Launen, Bindungsängste oder was auch immer es ist, das sie zu diesem Verhalten antreibt, welches sie sich dir gegenüber letztendlich herausnimmt. Die Ursachen dafür sind ihr Thema - dein Thema ist der Effekt, den es auf dich, deine Gefühle für sie und die Funktionalität eurer Beziehung hat!
Versuche, bei dir zu bleiben, und lass sie erstmal da, wo auch immer sie jetzt gerade ist. Tu dir möglichst viel Gutes, triff dich mit Vertrauten, lenk deine Aufmerksamkeit auf das was du jetzt brauchst und was dich stabilisiert.