Zum Anderen:
Er hat mir vor der Scheidung schriftlich mitgeteilt, wie sehr er die ersten 20 Jahre mit genossen hätte, wie schön alles war. Schreckliche Erinnerung, vielleicht gibt es die auch, aber ich denke , das ist nicht der Grund warum er nichts mitgenommen hat. Da sind immerhin Basteleien von den Kindern an ihn dabei, Erinnerungen an ihre Kleinkinderzeit usw usw.
Da stimmt im Inneren was nicht.
Opferrolle: ich nehm nichts mit ich bin so heroisch und selbstlos ( wie die Mama

)
Narzisstische Rolle: ICH habe es nicht nötig etwas mitzunehmen, ICH fang neu an, was UNSER war ist DEINS und nicht
MEINS, ich nehme nur MEINS mit, mit nichts anderem kann ich mich identifizieren....
Menschliche Rolle: ich muss sagen, alles was ich denke, dass einen Menschen ausmacht fehlt ihm. Immer schon. Manchmal habe ich gescherzt, er sei autistisch oder ein Alien....hat er lustig gefunden. Hauptsache Besonders. Immer dieses trotzige Aufstampfen in den letzten Jahren: " ICH BIN aber ANDERS, ICH BIN BESONDERS, ICH bin eben SO, akzeptiere meine "Herrlichkeit"
Was macht für mich einen Menschen aus: Erinnerungen bewahren, Sehnsucht nach Altem und Neuem, Mitgefühl, Hoffnung, Anteilnahme ....da is nix vorhanden außer Leere, Stille.
Ich kann nur spekulieren, was einen narz. Menschen dazu bewegt nichts aus seinem vergangenen Leben mit zu nehmen. Aber egal was ich mir denke, es kommt nix Gesundes dabei raus. :/ und ich weiß nicht, warum es mich kränkt, obwohl ich weiß was er ist, wer er ist.
