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In Ehe bleiben, Affäre beendet Denke nur an ihn

Bones


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Zitat von PunktKomma:
Nein, natürlich nicht. Aber mein Leid mindert meine Wiederholungsgefahr. Das wollte ich damit sagen.



Sein Leid nicht?

13.10.2020 21:40 • x 2 #136


Wurstmopped

Wurstmopped


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Mal den Focus auf den Ehemann gerichtet, aus meiner Erfahrung heraus, kommt der Betrug so nach ca einem halben Jahr erst so richtig im Bewusstsein an.
Und erst dann beginnt langsam die Frage zu wachsen, will ich diese Ehe wirklich weiterführen und das Risiko erneut betrogen zu werden nochmals wagen?
Im ersten Moment ist man als betrogener noch im Schockzustand und willigt in fast alles ein um eine gewisse Normalität herzustellen.

13.10.2020 23:40 • x 3 #137



In Ehe bleiben, Affäre beendet Denke nur an ihn

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MariaLaFleur

MariaLaFleur


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Zitat von 6rama9:
In was für einer Traumwelt lebst du eigentlich? 3x S. am Tag mit deinem AM hätte sich sofort erledigt, wenn ihr zusammen gekommen wärt. Das wäre innerhalb von 3 Monaten auf die bundesdeutschen 1x bis höchstens 2x pro Woche gefallen und 10 Liebesbekundungen pro Tag hätten nach 4 Wochen nur noch genervt. Dass so was für dich überhaupt Kriterien für einen möglichen Partner sind deutet auf ein ziemliches Defizit im eigenen Leben hin.

P.S. Warum hast du eigentlich deinen Mann geheiratet und sogar Kinder bekommen, wenn du in deiner Ehe emotional so sehr zu kurz kommst?


Öhhhh, also das gibts wirklich, bei uns ist das immernoch so und es nervt ganz und gar nicht! Es gibt halt schmusige Klettenpärchen und die brauchen das dann auch.

Sorry fürs OT, ich bin ja schon wieder weg *wuschhhh*

14.10.2020 00:28 • x 2 #138


MariaLaFleur

MariaLaFleur


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Hallo TE,
ich denke auch, dass nur die Zeit Dir Antworten bringen wird. Du hast natürlich die Option, durch eine etwas länge räumliche Trennung zu beiden Männern diesen Prozess zu beschleunigen. Die eher platonische Liebe zu Deinem Mann wäre für mich z.B. keine zufriedenstellende Basis für eine Partnerschaft, aber kann ja durchaus Zukunft haben, wenn Du seine Bereitschaft zur offenen Ehe annimmst. Aber wenn ich es richtig verstehe, geht es Dir vor allem darum, Dich vom AM abzunabeln? Da hilft nur durchhalten, warten, so lange bis die zeitliche Distanz auch eine emotionale Distanz erzeugt.

14.10.2020 00:39 • x 3 #139


misslilly1


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Zitat von MariaLaFleur:
Da hilft nur durchhalten, warten, so lange bis die zeitliche Distanz auch eine emotionale Distanz erzeugt.


Die Zeit bewirkt aber auch, dass man die Affäre und den AM noch rosiger in Erinnerung behält, als es bzw. er eigentlich war. Und dann passiert etwas unvorhergesehenes in der Ehe, ein Schicksalsschlag oder eine weniger dramatische Veränderung und zack, fängt man erneut an, die Ehe kritisch zu hinterfragen. Und dann kommt auch die Affäre wieder ins Bewusstsein und die Sehnsucht und das Bedauern wächst ins Unermessliche.

Das einzige was helfen könnte, ein radikaler Neuanfang. Trennung vom EM, neue Menschen, eine neue Liebe. Aber geh mal in ein first Date und antworte auf die Frage "Und wie hälst du es mit der Treue?" Schon ist die erste Lüge in die neue Beziehung gepflanzt.

Sagte ich es schon? Affären sind Schice!

14.10.2020 06:44 • x 2 #140


Erbse73


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Das nenne ich immer Glorifizierung der Vergangenheit. Wenn man sich darüber bewusst wird, dass man/Frau das tut, ist einen schon ungemein geholfen...
Den dann kann man auch die mögliche Zukunft mit den AM oder AF sehen und sie als nicht ebenbürtig erkennen...

14.10.2020 08:53 • x 2 #141


Hansl

Hansl


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Wenn ich all dies lese, dann stellt sich mir die Frage, ob ich überhaupt noch jemals eine Frau in der Absicht berühre, sie vielleicht mehr als einen neutralen Menschen zufällig zu berühren.

Solch Chaos, solche Verhältnisse und Zustände hab ich persönlich noch nie erlebt.
Unglücklich verliebt, und auch in liderlichen Umständen.
Ich habe immer den Verzicht gewählt.
Bisher.
Eine Affäre käme und kommt für mich niemals in Frage.
Wie man dies ertragen kann ist mir schleierhaft, schon der Gedanke das meine Frau, ähh Affäre nach dem Aufenthalt bei mir dann wieder beim Ehepartner im Bett sich vergnügt....hatte ich noch nie, so was will ich nie, könnte ich nie ertragen, und würde ich auch meiner Frau niemals antun.
Ja, ich hab mich auch schon anders verliebt, aber dann war das aktuelle bereits tot.

Im Prinzip bin ich beeindruckt, was Menschen die hier berichten alles ertragen, hinnehmen.
Oft über lange Zeit sich selbst, zwei Partner, womöglich Kinder etc. was vormachen.
Ob man das Lüge nennen kann, das weiß ich nicht.

Was hier berichtet wird von der Kraft des zweiten Mannes, was da passiert, um aber gleichzeitig den Ehemann zu lieben, Familie?
Ich denke, hier handelt es sich um Konsum.

Wenn ich nicht wüsste, daß viele dieser Geschichten die hier im Chaos und seelischen Verderben endeten, auf wahrscheinlich ewig zerrüttete Menschen, draußen in der wirklichen Welt auch einfach gut enden, mit zufriedenen Menschen.....das Kloster wäre die Folge.

Wer sich in solch Verbindung einlässt, dies zulässt das Gefühle wachsen, hat doch die Möglichkeit sich zu entscheiden.
Ich zumindest tu das,und erwarte dies auch vom Gegenüber. Bevor ich überhaupt mich unwiderruflich darauf einlasse, will ich wissen, in was für einer Position ich mich befinde. Das Risiko als Spielzeug, Lückenfüller, Bespasser, Fuggboy etc zu fungieren, ein Leben wie in einer Matrix? Nein.

Ich glaube, es wird immer ein Restrisiko bleiben, wie in jeder Beziehung.
Aber zwei Menschen können sich durchaus auch in schwieriger Lage für sich entscheiden, und sich gegenseitig den Halt geben, es ernst zu meinen, und auch bereit dafür zu sein, wirklich zu zweit zu sein.
Selbst wenn es nach den "Statuten" naiv ist : Ich glaube daran, daß es Menschen gibt, die zusammengehören,und auch genügend die dies erkennen.
Und die werden dann auch nicht die sicher vielfältigen Probleme und Hürden trennen, obwohl es oft so scheinen mag.
Schön, wenn dies dann während diesem Prozess auch wahrgenommen wird.
Von beiden.
Weil die Gefühle bleiben und wachsen.

Was aber wiederum auch nur ein Märchen sein kann.

Nur wer es versucht, weiß dann mehr.

Für den Rest der Welt gibt's ja dann Tinder und Co.

14.10.2020 09:47 • x 3 #142


6rama9

6rama9


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Zitat von Hansl:
Wenn ich nicht wüsste, daß viele dieser Geschichten die hier im Chaos und seelischen Verderben endeten, auf wahrscheinlich ewig zerrüttete Menschen, draußen in der wirklichen Welt auch einfach gut enden, mit zufriedenen Menschen.....das Kloster wäre die Folge.

Man muss die Geschichten im Kontext der Foren-Filterblase sehen. Solche seelischen Verwerfungen sind die absolute Ausnahme und daher hier im Forum weit überproportional anzutreffen. Die Mehrzahl der Affären und Beziehungen trennen sich relativ geräuschlos ohne dass jemand jahrelang hinterhertrauert. Die hier vertretenen Extreme zeugen von mangelnder Resilienz der Betroffenen, die es ihnen nicht erlaubt, mit der Vergangenheit komplett abzuschließen. In anderen Lebensbereichen sieht man ähnliche Verhaltensmuster. Wer seelisch so gestrickt ist, den trifft es Liebesdingen, in beruflichen Dingen oder in anderen Dingen einfach. Irgendwo und irgendwann bleibt der Haken hängen und dann geht es los und der Mensch kommt allein da sehr schwer von weg. Häufig geht das nur mit externer Hilfe.

14.10.2020 10:51 • x 3 #143


Wurstmopped

Wurstmopped


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Zitat von misslilly1:
Die Zeit bewirkt aber auch, dass man die Affäre und den AM noch rosiger in Erinnerung behält, als es bzw. er

Warum ist das zwingend? Man kann es auch so betrachten, dieser Mann ist eigentlich austauschbar, denn er ist letztendlich nicht der Mann den Du geliebt hast, sondern nur das was Du in ihn hineinprojezierst hast.
Er hat für eine gewisse Zeit all deine Bedürfnisse und Defizite befriedigt, dass hätte er aber auf Dauer nicht schaffen können, weil Du allein daran arbeiten kannst und dich selbst glücklich machen solltest oder sagen wir mal so,Deine Defizite sind die Summe all der Erfahrung und Konditionierungen der Kindheit.
Loslassen und deine Bedürfnisse dann neu einordnen. Dann priorisieren und die Energie in die Partnerschaft stecken, klar formulieren was Du benötigst und dann eine Ebene aushandeln die eine glückliche Beziehung ermöglicht.
Sich nach einem Erlöser zu sehnen, wird dich nie aus dieser Endlosschleife heraus holen.
Und letztendlich wird man dann immer wieder in Affären enden, denn eins ist auch Sichtbar, nach außen hin Sichtbar und das ist die Bedürftigkeit und da gibt es Männer und Frauen die genau dort andocken es ausnutzen und sich darauf spezialisiert haben.
Wie schon geschrieben, eine Affäre ist eine Aussage, sollte ein Weckruf sein, sich selbst zu reflektieren und bietet die Möglichkeit die Beziehung und sich selbst zu hinterfragen und in erster Linie an sich selbst zu arbeiten.

14.10.2020 12:00 • x 1 #144


Wurstmopped

Wurstmopped


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Zitat von misslilly1:
Das einzige was helfen könnte, ein radikaler Neuanfang. Trennung vom EM, neue Menschen, eine neue Liebe.

Das ist, so glaube ich eher ein Weg des Verdrängen der eigenen Defizite und Probleme und führt früher oder später wieder an den Ausgangspunkt zurück...

14.10.2020 12:11 • x 1 #145


misslilly1


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Zitat von Wurstmopped:
Das ist, so glaube ich eher ein Weg des Verdrängen der eigenen Defizite und Probleme und führt früher oder später wieder an den Ausgangspunkt zurück...


Jetzt gehts hier doch noch mal in die Tiefe. Um den Strang nicht zu sprengen, mache ich mein eigenes Thema auf. Dauert ein paar Minuten.

14.10.2020 12:32 • #146


6rama9

6rama9


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Zitat von Wurstmopped:
Das ist, so glaube ich eher ein Weg des Verdrängen der eigenen Defizite und Probleme und führt früher oder später wieder an den Ausgangspunkt zurück...

Sehe ich genauso. Dann würde das Problem und Denken darauf gerichtet werden, dass der radikale Neuanfang der Fehler gewesen ist und daran würde jahrelang rumgekaut werden.

Menschen, die eine Affäre als Flucht aus ihren ureigenen inneren Problemen nutzen wollen, nehmen diese Problem nur mit. An den Grundproblemen ändert sich nichts. Wenn ich einige der besonders traurigen Geschichten lese, glaube ich dass die Affären nur einer von vielen Tiefpunkt im Leben darstellt und fast zufällig eingegangen wurde, um eine Neuorientierung eines unbefriedigenden Lebensplanes zu erreichen. Das eigentliche Problem, nämlich das Ich, begleitet einen aber. Und die Affäre ist nur ein weiters Pflaster auf eine nicht heilen wollende Wunde.

14.10.2020 13:06 • x 2 #147


PunktKomma


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Du wirst es nicht glauben, aber bis vor 2 Jahren hätte ich es für absolut unmöglich gehalten meinen Mann zu betrügen. Eine meiner Freundinnen hat mal fremdgeknutscht im angetrunken Zustand und schon das fand ich vollkommen abartig. Zudem gab es im erweiterten Freundeskreis eine Affäre - ähnlich wie meine. Ich habe diese Frau für verrückt erklärt und mich wochenlang über sie empört wie man seinem Mann so ins Gesicht lügen kann und überhaupt wie kann man solche Gefühle entwickeln und wenn schon muss halt die Ehe beendet werden blablabla. Niemals hätte ich gedacht, mich jemals in einer solchen Situation wiederzufinden und genauso kannst du es hier im Forum 100fach nachlesen! Nicht jeder hier ist ein notorischer Aufreißer, der nach bester Player-Manier am laufenden Band Menschen verschleißt.
Zusammenfassend: Vor zwei Jahren hätte ich auch gesagt "Eine Affäre käme und kommt für mich niemals in Frage. Wie man dies ertragen kann ist mir schleierhaft, schon der Gedanke das meine Frau, ähh Affäre nach dem S. wieder ins Ehebett zurückkehrt." Und sieh mich jetzt an!

Zitat von Hansl:
Wenn ich all dies lese, dann stellt sich mir die Frage, ob ich überhaupt noch jemals eine Frau in der Absicht berühre, sie vielleicht mehr als einen neutralen Menschen zufällig zu berühren. Solch Chaos, solche Verhältnisse und Zustände hab ich persönlich noch nie erlebt. Unglücklich verliebt, und auch in liderlichen Umständen. Ich habe immer den Verzicht gewählt. Bisher. Eine Affäre käme und kommt für mich niemals in Frage. Wie man dies ertragen kann ist mir schleierhaft, schon der Gedanke das meine Frau, ähh Affäre nach dem ...

14.10.2020 16:36 • x 1 #148


PunktKomma


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Ich glaube auch nicht, dass das helfen würde. Vielleicht in Lillys Fall, aber nicht in meinem. Mir ist ja völlig klar was ich in der Affäre gefunden habe und welchen Zweck sie hatte. Und jetzt versuche ich halt diesen Bereich auch in meiner Ehe wiederzufinden.


Zitat von Wurstmopped:
Das ist, so glaube ich eher ein Weg des Verdrängen der eigenen Defizite und Probleme und führt früher oder später wieder an den Ausgangspunkt zurück...

14.10.2020 16:38 • #149


6rama9

6rama9


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Zitat von PunktKomma:
Vor zwei Jahren hätte ich auch gesagt "Eine Affäre käme und kommt für mich niemals in Frage. Wie man dies ertragen kann ist mir schleierhaft, schon der Gedanke das meine Frau, ähh Affäre nach dem S. wieder ins Ehebett zurückkehrt." Und sieh mich jetzt an!

Och, es kommt häufig vor, dass man über andere motzt, sich aber selbst noch größere Freiheiten raus nimmt. Das gibt's in allen Lebenslagen und wird in der Fachsprache als "Moral Detachment" bezeichnet: Bei anderen Menschen legt man moralische Maßstäbe an, die man an sich selbst nicht anlegt. Der Volksmund sagt dazu "Gönn dir!"

14.10.2020 16:40 • #150



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