Zitat von HierDerNameNEU: Hausfrau und Mutter ist wohl der härteste Job den es überhaupt gibt
Ich habe Mutterschaft nie als Job betrachtet, sondern als Lebensentscheidung. Aber es ist verdammt hart, ja! Man lernt viel über sich selbst und besonders seine eigenen „Baustellen“ kennen. Zum Teil versöhnt man sich auch mit vielen Dingen und betrachtet seine eigene Vergangenheit aus einem anderen Blickwinkel.
Zitat von Mariaa89: Wurde aber "abgewendet" und ignoriert, daher kann man dem Mann wohl nicht die komplette Schuld für die Bruchlandung der Ehe geben.
Ich kann nicht sagen, inwieweit es ignoriert wurde, dafür habe ich zu wenig Einblicke. Allerdings gibt es doch immer mal wieder Krisen und eine Ehe gerät ins Wanken. Und Affären lösen keine Beziehungskrisen, auch wenn diese gerne vorgeschoben werden.
Wenn er wirklich eine Trennung hätte wollen, dann hätte er sie auch durchgezogen. Zumindest hat er mit seiner Frau die Ehe weiterhin aktiv fortgesetzt, das war seine bewusste Entscheidung. Beziehung ist auch immer ein Verhalten und selbst wenn die Liebe verloren gegangen ist, ist es nicht fair, jemanden so abwertig zu behandeln.
Der Mann folgt doch demselben Muster wie so viele: Solange die Affäre „nur“ heimlich ist, glaubt er, die Kinder seien damit geschützt. Gleichzeitig verdrängt er, dass seine emotionale Abwesenheit Schaden anrichtet und unterschätzt die Folgen seiner Unehrlichkeit.
Erst jetzt, wo Entscheidungen notwendig sind, werden die Kinder plötzlich „aktiv“ ins Argument geholt. Ich finde das heuchlerisch und er bringt die TE in eine unmögliche Situation.
Zitat von Mariaa89: Doch, ich finde das ust eine Sache zwischen den Eltern, was genau vorgefallen ist. Und ich glaube, dass auch kein Kind scharf darauf ist zu wissen, wo und wie und mit wem Papa sich hier vergnügt hat.
Details niemals, aber ich halte es für nachhaltig problematisch, wenn Kinder Konflikte, auch große, nie mitbekommen und dann vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Das kann ihr Vertrauen massiv erschüttern. Außerdem gehören Konflikte in jeder Beziehung dazu und sie lernen ganz viel daraus, auch wenn es wehtut.
Zitat von Mariaa89: Ich finde sie dürfen nie das Gefühl bekommen, sie müsste helfen oder sich auf eine Seite schlagen.
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Das werden sie automatisch, sobald sie mitbekommen, was vorgefallen ist. Und es wird rauskommen, wenn der Betrug im Freundeskreis stattgefunden hat. Kinder haben selbst einen moralischen Kompass und dürfen wütend sein, wenn ihr Zuhause „gefährdet“ ist. Es tut weh, wenn ein Elternteil ein Betrüger ist, denn Kinder identifizieren sich auch ein Stück mit ihren Eltern und suchen dann Fehler bei sich.