@Ema
Zitat: Demzufolge lässt du sie lieber mit einem Bild ihres Vaters und eurer Ehe zurück, das in keiner Weise (mehr) der Wahrheit entspricht?
Nein das tue ich nicht, sie wissen ja darum, dass es grade schwierig ist, hatte ich ja schon öfter geschrieben, auch was genau sie wissen.
Zitat von Ema: Erstens, dass Kinder sehr viel mehr spüren und mitbekommen, als du offenbar glaubst. Sie können es allerdings nicht einordnen. Und wenn man ihnen nicht die Wahrheit sagt, hinterlässt das in ihnen ein Gefühl großer Verwirrung.
Genau, daher haben wir mit Ihnen gesprochen und sie können immer fragen.
Zitat von Ema: wenn all das eines Tages doch herauskommt.
Dann haben sie nämlich zu Recht das Gefühl, von beiden Eltern belogen und hintergangen worden zu sein.
Wenn all das eines Tages doch herauskommt, sind sie hoffentlich in einem Alter in dem sie verstehen, warum wir es so gehandhabt haben.
Als ich klein war, hat mein Vater sich mal mit seiner Firma verspekuliert, es war wohl eine Harte zeit fär meine Eltern, in dem auch unser haus und einiges anderes auf der Kippe stand. Mir hat man damals gesagt, wir müssem grade etwas aufs Geld schauen und mal öfter nein sagen, aber wir regeln das schon.
Ich habe natürlich gemerkt, dass da was im Busch ist und weniger mittel zur verfügung standen, für eine Weile. Aber konnte mich auf die Aussage meiner Eltern verlassen, sie haben es geregelt und es hat alles seinen Weg gefunden.
Als ich dann erwachsen wurde, aber noch zuhause gewohnt habe, haben meine Eltern mal darüber erzählt und das ganze Ausmaß berichtet und was sie dafür alles in Kauf nehmen mussten.
Ganz ehrlich ich war und bin ihnen Dankbar, dass diese Last nicht auf meinen Schultern gelegen hat. Vor allem, weil es offensichtlich aus Leichtsinn meines Vaters entstanden war, er war eindeutig schuld an der Situation.
Ich hätte eh nichts tun können. Ich habe damals gelernt, dass Geld nicht unendlich zur Verfügung steht und, dass man soetwas in Angriff nehmen muss und nicht die Augen verschließen darf, aber dafür waren mehr Informationen, die mir sicher Angst gemacht hätten, eben nicht notwendig.
Zitat von Ema: Oder hoffst du, das kommt schon nicht heraus?
Dann würdest du im Prinzip dasselbe machen wie dein Mann, der ja auch in der naiven Hoffnung lebte, sein Betrug an dir würde schon nicht auffliegen.
Das finde ich einfach Quatsch.
Und letztendlich geht es hier übrigens nicht um mich. Ich habe nur davon berichtet, wie ich es für sinnvoll halte