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Ist das alles normal bei Trennung in der Ehe?

Solskinn2015

Solskinn2015

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Hallo liebe Community im Forum,

ich lese seit ca. 6 Monaten hier im Forum mit insbesondere zum Thema Scheidung/Trennung. Habe auch viele Geschichten gelesen die meiner sehr ├Ąhnlich sind und habe auch viele n├╝tzliche Ratschl├Ąge und Kommentare verinnerlicht. Ich komme aber im ganzen mit meiner eigenen Geschichte nicht klar, insbesondere mit meiner Ent├Ąuschung ├╝ber das Verhalten meiner Ehefrau. Vielleicht kann ich im Forum ein paar Meinungen finden, die mir helfen einige Dinge zu verstehen. (Vorsicht Text wird lang)

Kurz zu unseren Rahmendaten:

ich bin 44 Jahre; meine Frau 43 Jahre, zwei T├Âchter 12,5 Jahre und 4,5 Jahre
Hausbau 2006 und noch bis 2012 bis alles fertig war. Kennenlernen vor 24 Jahren, Partnerschaft seit 20 Jahren, Ehe seit 13 Jahren.

Typus ich: eher extrovertiert im Kontakt zu anderen, emotional, habe aber auch stille Seiten, rational, treffe aber auch mal Bauchentscheidungen wenn es schnell gehen mu├č, tausche mich gerne mit anderen aus, genie├če ruhige Phasen, ich mag Harmonie, kann Gezanke insbesondere wegen Kleinigkeiten nicht ab

Typus Ehefrau: introvertiert, sehr rational, sehr gewissenhaft, alle Dinge m├╝ssen 150% erledigt werden, sonst ist es nichts wert, Entscheidungen werden am liebsten anhand von Excel-Tabellen begr├╝ndet und herbeigef├╝hrt, wenig emotional,
hat sehr hohe moralische Standards an sich (Kinder kommen an aller erster Stelle, Fremdgehen tun immer M├Ąnner, Frauen lassen ihre Familie nicht so im Stich)

Entwicklungen in 2014: Vieles davon ist mir erst im Nachhinein so bewu├čt geworden.

├ťber das Jahr 2014 habe ich gemerkt wie meine Frau mir gegen├╝ber phasenweise immer aggressiver und respektloser aufgetreten ist. Alles was ich gemacht hatte z.B. im Haushalt, im Garten etc. war schlecht, nur gepfuscht, nicht ordentlich gemacht, nicht mit Liebe gemacht etc. Der Tonfall war teilweise sehr verletzend (Bist Du doof?; Warum kannst Du das nicht richtig? etc.). Fallweise blieb ich verduzt mit offenem Mund zur├╝ck und wu├čte nicht mehr weiter. javascript:emoticon(':wand:')

Wir hatten aber auch gute Phasen Osterferien / Sommerferien, und zwischendurch lief es auch mal besser. Diese Aggressionsphasen nahmen aber zu und wurden intensiver. Auch am ├äu├čeren meiner Person wurde ab und zu gem├Ąckelt. Das war neu.
Mein Aftershave, dann mal meine Krawatte, dann mal meine Schuhe, dann mal meine Hose, dass k├Ânne man doch nicht auf die Arbeit anziehen (Bin Anzugstr├Ąger, aber nicht moderversiert, eher klassisch konservativ und praktisch beim Anziehen. Meine Frau eigentlich auch.). Schnippisch kam dann ein: "Aber das m├╝├če ich halt wissen".

Ich dachte Sie w├Ąre ├╝berfordert (Kinder, Arbeit, Haus, Eltern etc.) und habe versucht Sie weiter im Haushalt/Garten/Kinder zu entlasten, was aber scheinbar zu noch mehr Ablehnung f├╝hrte. Ich dachte weiter an ├ťberforderung.
Mir ist zwar aufgefallen, dass sich Ihr Handyverhalten ge├Ąndert hat, im Grunde hatte ich da an nichts schlimmes gedacht. Sie hat irgendwann den Zugangscode ge├Ąndert. Grund mu├č wohl gewesen sein (nehme ich an), dass ich ihr Handy mal ausversehen mitgenommen hatte als ich mit den Kindern weg bin. Habe sie dann angerufen, dass ich ihr Handy habe und sie bitte nich suchen soll. Sie war da etwas s├Ąuerlich, habe mir aber nichts dabei gedacht und auch nichts auf dem Handy nachgeschaut. Ich hatte da keinen Grund zu und es kam mir auch nicht in den Sinn. Ich hatte keinen Zweifel an unserer Partnerschaft zu dem Zeitpunkt. Meine Annahme war meine Frau steht schwer im Stress (eigentlich wie immer aber halt im Augenblick zu sehr).

Irgendwann fiel mir dann doch das etwas verst├Ąrkte Handyverhalten auf (sie ist grunds├Ątzlich eher technikinteressiert), aber fr├╝her war Handy nur was zum telefonieren (SMS, Chatten war da bei uns nicht so verbreitet). Sie war wohl viel in WhatApp unterwegs. Alles mit der Kollegen aus der Firma wie sie mir sagte. Ein direkter Kollege war im Sommerurlaub auf einer Rundreise mit seiner Familie und schickte jeden Tag ein R├Ątsel, wo er denn jetzt sei. Ob das nur an sie ging oder noch andere wei├č ich nicht. Ich fragte nur irgendwann im Sommer 2014, ob ich mir wegen unserer Beziehung Gedanken machen mu├č oder ob sie mir irgendwas sagen wolle. Ich sprach den Namen des Kollgegen direkt an. Ich mu├č dazu sagen, dass mir aus Erz├Ąhlungen meiner Frau von vor ├╝ber 2 Jahren, irgendwann mal kurz der Gedanke kam "Man die verstehen sich aber gut. Hoffentlich greift das nicht auf andere Lebensbereich ├╝ber".

Sie sagte nein es w├Ąre alles ok. Der Sommer verlief dann m.E. auch besser und stressfreier. Bekannten gegen├╝ber ├Ąu├čerte sie mal beim spazierengehen wir w├╝rden uns so gut vertrauen. Ich war nicht bei dem Gespr├Ąch dabei. Es ging um Eheprobleme bei jemanden anderem.

Nach den Sommerferien nahm die Aggression allerdings wieder schubhaft zu. Mir ist einmal morgens ein Kuchen f├╝r eine Schulveranstaltung beim Einladen ins Auto in der allgemeinen Hektik im Hof runtergefallen, da ist sie dann wieder ausgerastet. Ich w├╝rde ihre Arbeit nicht w├╝rdigen, mir w├Ąre das alles egal, ich h├Ątte das mit Absicht gemacht. Ich war perplex. Ich sagte,wenn wir noch schnell einen Kuchen f├╝r die Schule brauchen w├╝rde ich noch einen beim B├Ącker holen. Darum ginge es nicht war die Antwort.


In den Herbstferien bekam ich keinen Urlaub, so dass ich Vorschlug, meine Frau solle mit der gro├čen Tochter mal ne St├Ądtereise machen z.B. London oder so. Ich w├╝rde mit der Kleinen zu Hause bleiben. Ich dachte, dass w├╝rde meiner Frau gut tun und mir auch, da ich mich um meine kleine Tochter k├╝mmern konnte. Wenn meine Frau da war, wollte sie immer nur von Mama ins Bett gebracht werden. Das hat mich traurig gemacht. Meine Frau hat mich hier zwar gerne kritisiert (ich w├╝rde mich nicht einbringen), ich habe mich aber auch von ihr ausgegrenzt gef├╝hlt und sie konnte mir zeigen, dass ich das halt nicht kann.
Meine Frau machte dann f├╝r 1 Woche eine Kreuzfahrt im Mittelmeer mit der gro├čen Tochter und einer Verwandten von ihr. Ich habe die Tickets besorgt, ihr versucht vor der Reise den R├╝cken frei zu halten (sie hatte noch beruflich Dinge zu erledigen/ Koffer zu packen etc). Habe Tochter und Frau zum BHF gefahren, es gab noch einen fl├╝chtigen Ku├č (Nein zum Bahnsteig mu├čt Du nicht mit, du stehst ja mit dem Auto so ung├╝nstig). Ich hatte eine tolle Woche mit meiner kleinen Tochter und bekam eigentlich immer nette WhatsApp von der Reise.
Nach der Reise habe ich am ersten Tag wieder eine Abfuhr bekommen (vor der Putzfrau) warum ich den gewaschen h├Ątte? Ich sagte, um Dich zu entlasten. Wenn ich halt zu bl├Âd daf├╝r w├Ąre solle ich es lassen. Was war passiert? Ein T-Shirt der Kleinen w├Ąre vergraut! Ich sagte es w├Ąre doch keiner gestorben, da brauche sie sich doch nicht so aufzuregen. Die Antwort war: Du verstehst es halt nicht. Mit Kuscheln war da auch nichts mehr am Abend. Am n├Ąchsten Tag (Sonntag) merkte ich, dass meine Frau durch mich durch schaute. Sie nahm mich gar nicht mehr wahr.

Ich merkte, dass etwas nicht stimmte. Als Antwort bekam ich gesagt, ich h├Ątte mich ja gestern nach der R├╝ckkehr nicht um sie gek├╝mmert. Na ja wenn man sich freut, dass alle wieder da sind und man niedergemacht wird wegen einem T-Shirt, da ist die Stimmung halt mau.
Am folgenden Tag Montag (Ende Oktober) hat sie mir dann er├Âffnet keine Gef├╝hle mehr f├╝r mich zu haben und unsere Ehe auf den Pr├╝fstand zu stellen. Ich war baff. Der ber├╝hmte Teppich wurde mir unter den F├╝├čen weggezogen. Ich fragte verzweifelt, ob es so schlimm sei mit mir? Die Antwort war ein klares: JA.
Was es denn sei, wollte ich wissen? Die Antwort war:"Dass Du das nicht wei├čt, ist ja sehr bezeichnend f├╝r Dich und spricht nicht f├╝r Dich". Ich sagte, dass ich damit nichts anfangen k├Ânnte. Wir m├╝├čten doch irgendwie versuchen an den Problemen zu arbeiten. Ich schlug Paarberatung vor. Sie lehnte ab. Daf├╝r sei es bei ihr vielleicht schon zu sp├Ąt. Sie wollen auch nicht zum Psychologen. Sie sei nicht krank. Wenn ich zum Psychologen gehen wolle, k├Ânne ich gerne gehen. Sie bespricht sich lieber mit "ihren Leuten" ("Ihre Leute" h├Ârte sich schon etwas drohend an, zumal ich bis heute wei├č, wer das wirklich sein sollte). Ich sollte sie bitte nicht mehr anfassen. 6 gebe es auch keinen mehr. Ich solle dann halt ins Rotichtviertel gehen. Sie wolle zudem einen Ehevertrag und ein Testament machen. Den Ehevertrag, um Wohnungen aus ihrem Verm├Âgen aus der Ehe zu nehmen, das Testament um alles unseren Kindern zu vermachen im Todesfall. Den Ehevertrag habe ich mit ihr nach 10 Tagen geschlossen, in der Hoffnung das es besser w├╝rde. Ich wollte die Ehe retten. Ja ich empfand meine Frau bis dato als Seelenverwandte. Wir hatten viel zusammen gestemmt und ich vertraute ihr blind. Ich war aber der Meinung, dass sie gerade eine Krise durchl├Ąuft. Der Notar fragte, ob einen Scheidung anstehe. Sie antwortete: "Eigentlich nicht". An dieser Aussage habe ich mich damals festgehalten wie ein Ertrinkender. Nach dem Notartermin hat sie ca.einen Monat (Bis Ende November) mit mir nicht mehr aktiv gesprochen. Nur noch mit den Kindern. Das war sehr belastend. Jeweils am Wochende habe ich dann sp├Ąt Nachts versucht mit ihr noch zu sprechen. Man mu├č doch miteinander sprechen um weiterzukommen. Wir schliefen weiter gemeinsam im Ehebett, aber ich konnte nicht mehr schlafen. Ihr ging es scheinbar ganz gut. Ich wurde k├Ârperlich immer angegriffener, war vor Appettit- und Schlaflosigkeit mental stark mitgenommen. Bei den kurzen Gespr├Ąchen die ich ihr nach einiger Zeit abgezwungen habe, habe ich immer wieder folgende Dinge gesagt bekommen:
- Du wolltest doch nie Kinder. Gib es doch zu. Du wolltest immer alleine leben.
(ich wollte sehr wohl Kinder, liebe sie, habe mich bis dato immer um sie gek├╝mmert und im Leben aktiv begleitet. Ich habe nur nach dem Studium und vor der Hochzeit nicht gesagt ich brauche eine Gro├čfamilie und ich wollte auch f├╝r sie sorgen k├Ânnen, d.h. einen entsprechenden festen Job wollte ich auch. Bin da halt der Versorgertyp)
- Ich h├Ątte ihr nie einen Heiratsantrag gemacht (stimmt irgendwie, wir waren uns eingig zu heiraten)
- ich h├Ątte sie vor 20 Jahren nicht im Ausland w├Ąhrend ihres Praktikums besucht, da h├Ątten schon Leute sich gefragt, ob ich sie lieben w├╝rde => den Punkt habe ich alle Jahre wieder mal geh├Ârt und sagte immer gebetsm├╝hlenhaft, dass ich damals in einer sehr belastenden und kritischen Studienphase war und es halt nicht ging.
- sie h├Ątte auf der Kreuzfahrt gesehen, wie liebevoll Paare miteinander umgegangen sind. Das k├Ânnten wir nie errreichen, oder ich k├Ânnte das nie erreichen.
- sie kann mich im Augenblick nicht ertragen.
- sie f├╝hlt sich gut, wenn ich nicht im Haus bin
- ich w├Ąre an ihrem Geld interessiert (ich verdiene gut, soviel Verm├Âgen hat sie nicht und es war auch nie bei uns ein Thema. Sie verdient auch ganz ordentlich).
Wir haben unser Geld immer in das Haus gesteckt (war mehr Ihre Idee das Haus) und die private Ausbildung und Betreung der Kinder investiert. Sind bis vor kurzem eher alte gebrauchte Autos gefahren; mein Geld habe ich zu 90% immer auf ihr Konto ├╝berwiesen, wobei ich noch nicht mal ne Vollmacht f├╝r das Konto hatte).

Einmal sagte ich ihr, dass alles was ich wollte sei, dass sie, die Kinder und ich gl├╝cklich in unserem Haus wohnen. Die Antwort war: letzteres s├Ąhe sie zur Zeit nicht (d.h. mit mir).

Zwischendurch kam noch, dass der besagte Kollege aus Versehen eine Mail mit einer Einladung zum Geburtstag eines anderen Kollegen an meine Frau an unser gemeinsames privates Account geschickt hatte und ich diese Mail auf meinem Handy gesehen habe. Die Mail war aber innerhalb von Sekunden von meiner Frau komplett weggel├Âscht worden. Sie ging dann im ├╝brigen mit dem besagten Kollegen auf diese private Feier. Auf die Frage warum sie die Mail so schnell weggel├Âscht h├Ątte antwortete sie mir, die ginge mich ja gar nichts an.
Auch wurde sie von einer Bekannten mit dem Kollegen in der Mittagspause in der Stadt gesehen. An sich nichts verwerfliches. Nur meine Frau kam Abends nach Hause und hat von sich aus mir erz├Ąhlt, dass sie heute mit dem Kollegen XY gesehen worden sei. Mit dem Zusatz: Ha dann war ich halt mal mit einem anderen Mann unterwegs. Daraufhin habe ich die Bekannte erst angesprochen, die mir die Sichtung best├Ątigte, aber sagte ihr sei nichts aufgefallen.

Das war im November 14.

Im Dezember 14 wurde es dann turbulent.
Meine Tochter bekam die Spannungen mit und meine Frau sagte ihr wir w├╝rden an L├Âsungen arbeiten. Da war ich platt. Ich sagte, du arbeitest doch nicht an L├Âsungen. Sie meinte dann, dass ihre L├Âsungen vielleicht anders aussehen w├╝rden als meine. Sie w├╝rde mir vielleicht mal einen Brief schreiben, da sie mit mir nicht reden k├Ânne und ich sie nicht verstehen w├╝rde. Weihnachten wolle sie aber m├Âglichst normal feiern d.h. ein Gro├čereignis mit ihren Geschwistern, allen Opas und Omas etc. Ich wu├čte ehrlich gesagt nicht, ob ich das in der jetzigen durchstehen w├╝rde. Sie meinte ich solle mich halt mal zusammenrei├čen.
Einmal hatten wir Anfang Dezember eine laute Auseinandersetzung, weil ich es nicht fair fand unserer Tochter zu sagen wir suchten L├Âsungen. Das weckte falsche Hoffnungen in dem Kind, zumal sie ja keine L├Âsungen f├╝r den Erhalt der Familie zu suchen schien. Sie schrie mich an. Ich w├╝rde sie ankotzen. Ich w├╝rde sie einengen. Ich h├Ątte 4 Handt├╝cher sie nur eins im Bad. Ich w├Ąre eine Made im Speck. Ich h├Ątte es nur auf ihr Geld abgesehen. Sie h├Ątte immer Angst gehabt, wenn ich mit einer schei. von der Arbeit gekommen w├Ąre (Angst? wir sind keine Assis, ich schrei da nicht rum), wir w├╝rden nur noch in einer WG wohnen. Wir w├╝rden nicht mehr zusammen passen. Alle unsere letzten Urlaube seien schei. gewesen. Ich wollte halt wandern und sie ans Meer. Sie h├Ątte das Gef├╝hl gehabt mit irgendjemanden weg zu sein. Nach unserem letzten gro├čen Urlaub zu Ostern, hat sie noch gesagt sie h├Ątte sich so toll erholt, worauf wir dann den Urlaub f├╝r Ostern 2015 gleich hinterher gebucht hatten. Im ├╝brigen waren wir immer in der Sonne und am Meer und hatten tolle Urlaube. Von 14 Tagen war ich vielleicht einen halben Tag mit meinem Schwager wandern.
Sie wolle im Augenblick auch nichts mehr als Familie unternehmen. Ich solle mit den Kindern was machen aber ohne Sie.

Im Dezember kam es eigenlich w├Âchentlich zu diesen Szenen, mit der Versch├Ąrfung ich solle doch mal drei Wochen ins Hotel gehen, damit ich weg bin. Das konnte ich irgendwie nicht. Ich wollte nicht weg von meinen Kindern. Weg von meinem Haus. In irgendein Hotel, die Decke anstarren. Ich fragte sie, ob sie nicht mal eine Woche weg wolle, schrie sie rum, sie lasse ihre Kinder nicht im Stich. Ich hatte in dieser Zeit ehrlich langsam Angst, dass mit meiner Frau irgendwas schwerwiegendes nicht stimmte. Dieser Ausraster hatten psycho-Qualit├Ąt. Ich vertraute mich ihrem Bruder an. Wir haben ein sehr gutes Verh├Ąltnis. Er sagte auf anhieb, ich m├╝├če mal f├╝r ein paar Tage weg von zu Hause -w├Ąre f├╝r mich gut und f├╝r sie. Er sagte aber auch er habe den Eindruck ich solle mal zum Anwalt. Er wurde selber vor langer Zeit mal geschieden . Er ist mit mir dann ein paar Tage weggefahren, um auch die ganze Situation mit mir mal zu besprechen. Nach ein paar Tagen waren wir wiede da. Mir warf meine Frau dann vor, ich w├Ąre einfach abgehauen und h├Ątte sie alleine gelassen und mir dann noch ins F├Ąustchen gelacht. Ich sollte dann bitte auch im G├Ąstezimmer schlafen. Das habe ich auch gemacht. Allerdings hat sie wenn Besuch kam mein Bettzeug immer sch├Ân in das Ehebett gelegt (?). Als mal ein Kind eines ihrer Kollegen bei uns ├╝ber nacht blieb, durfte ich auch wieder ins Ehebett ziehen, damit in der Firma keiner was merkt (?).

Denn besagten Brief meiner Frau an mich habe ich dann auch kurz vor X-Mas gefunden, allerdings mehr durch Zufall. Bei der Sichtung von Versicherungsunterlagen war er da eine Kopie des Briefes irgendwo im Ordner fein s├Ąuberlich gelocht abgelegt. Er war an mich adressiert und ich habe ihn gelesen. Er war sehr ern├╝chternd. Sie h├Ątte schrittweise ihre Liebe verloren und w├╝rde mich nicht mehr lieben. Sie wolle bis Weihnachten so weiter machen. Dann wolle sie aber eine r├Ąumliche Trennung. Wir k├Ânnten vielleicht mal wieder zusammenkommen. Ich h├Ątte sie nicht ausreichend unterst├╝tzt und daran sei sie zerbrochen. Als ich ihr abends sagte ich h├Ątte den Brief gefunden, machts sie mir Vorw├╝rfe ich w├╝rde in den Unterlagen rumschn├╝ffeln. Vielleicht w├Ąre es ja Schicksal, dass ich ihn gefunden h├Ątte. Er w├Ąre ja eigentlich nur ein Entwurf gewesen. So Gedankeng├Ąnge halt. Eine Art Tagebuch. Aber jetzt wo ich ihn gefunden h├Ątte, w├Ąre das halt so.
Ich wollte am 23.12 eine Aussprache, die sie mir gerade so gew├Ąhrte. An dem Tag hat sie sich mit vielem besch├Ąftigt f├╝r die gro├če Weihnachtsfeier aber nicht mit der Aussprache. Um 16.00 Uhr sagte sie mir wir k├Ânnten jetzt los. Die Kleine k├Ąmer aber im Buggy mit und sie m├╝├če noch zum REWE. Irgendwie komisch wenn es um eine Partnerschaft und Ehe geht. Sie machte mir wieder allerlei Vorw├╝rfe. Nein sie habe keinen Freund oder Bekanntschaft, und wenn sie einen h├Ątte k├Ânne man das ja wohl verstehen. Ja sie h├Ątte sich zuletzt wie eine Nut. gef├╝hlt. Ich solle halt ausziehen, aber nahe dran, damit ich nach den Kindern schauen k├Ânnte. Auf die Frage, ob die Ehe f├╝r sie beendet sei sagte sie mir JA.
Ich bin dann zu meinen Eltern und hab mich dort offenbart. Sie haben dann den Weihnachtsbesuch abgesagt. Abends bin ich nach Hause. Meine Frau hat dann irgendwie etwas zur├╝ckgerudert, und mich gebeten sie ein paar Tage alleine zu lassen und nach Weihnachten zu meinen Eltern zu gehen. Um die Kinder sollte ich mich aber nach den Feiertagen k├╝mmern. Bin dann bis Silvester bei meinen Eltern gewesen. An Silvester bin ich dann zur├╝ck um mit den Kindern zu feiern. Mit der gro├čen Tochter bin ich dann 1 Woche weggefahren, um aus dem Haus zu sein. Im ├╝brigen hat sie ihr Handy seitdem wir getrennt schliefen immer mit ins Schlafzimmer genommen und ich konnte schon sehr merkw├╝rdige Online-Zeiten bei ihr feststellen.
Auch wenn ich das Haus verlie├č um auf die Arbeit zu gehen oder auch nur einkaufen, ging sie gleich auf WhatsApp online. Ich habe dann die Handy Nummer des besagten Kollegen bei mir mal aufgespielt (die Nummer war bei uns im PC gespeichert) und habe da ├╝ber die Feiertage und danach doch komische ├ťbereinstimmungen gefunden (wenn meine Frau um 0.30 Uhr online war, war er um 0.35 Uhr online etc.). Irgendwann hat sie gemerkt, dass ich viel auf WhatsApp unterwegs bin, was nicht zu mir pa├čt und mich provokant gefragt, na da hast Du doch wohl doch eine Freudin. Darauf haben beide (sie und der Kollege) relativ zeitgleich ihre Onlinezeiten unterdr├╝ckt.
Die Situation wurde nicht wirklich besser. Die Szenen nahmen an Heftigkeit zu. Ich solle mich endlich von ihr l├Âsen. Sie wolle nicht die B├Âse sein. Es w├Ąre besser sie h├Ątte einen Freund, dann w├Ąre das einfacher f├╝r mich. Ich sei ihr EGAL. Ich w├╝rde sie sabotieren (ich hatte eine Socke in der Waschmaschine vergessen). Ich w├╝rde den Kindern kein Benehmen beibringen (W├╝rde das Nutellamesser manchmal ablecken, h├Ątte vor ein paar Monaten der Gastst├Ątte ein paar Pommes mit den Fingern gegessen => alles Sabotage).
Im Februar 2015 forderte sie mich auf auszuziehen. Eine Paartherapie hat sie bisher weiter abgelehnt. Sie war einmal bei einer Therapeutin. Den Termin hatte ich ihr zu besorgen (sie wolle es vielleicht mit der Paartherapie versuchen). Kurz vor dem Termin wollte sie dann aber alleine gehen. Ergebnis: Sie sei halt schon so entschieden. Im Februar / M├Ąrz habe ich dann mit ihr eine Trennungs- und Scheidungsfolgevereinbarung ausgefochten. Ich habe gemerkt, dass das immer schlimmer wird. Es kamen aussagen, dass sie ja alles am Haus gemacht h├Ątte und ich nichts. Sie wolle das Haus ├╝bernehmen und mir das Dinge vom Kaufpreis abziehen etc. Klauseln die morgens noch als ok eingestuft wurden, waren Abends dann einseitig zu meinen Gunsten. Sie habe das mit "ihren Leuten" besprochen. Wer das sei gehe mich nichts an. Eine Woche vor der Vertragsunterzeichnung hat sie dann ALLE unsere Akten aus dem Haus gebracht und bei ihrer Mutter zwischengelagert. Den Schl├╝ssel zur Whg. der Eltern mu├čte ich den Tag vorher abgeben, wie ein Dieb. Sie hat das begr├╝ndet, ich h├Ątte Dinge aus den Unterlagen genommen. Mein Anw├Ąltin hat mich vorab vor sowas gewarnt, deshalb habe ich einige Sachen kopiert. Das hat meine Frau gemerkt und auch in den Verhandlungen gemerkt, dass ich mir ihren Arbeitsordner mal angeschaut haben (Lohnzettel, Altersvorsorge etc.). Ich nehme an, dass hat sie bei mir schon lange gemacht.
Nun zu guter letzt. Ich lebe seit dem 01.04 in einer eigenen Wohnung in der ich nie wohnen wollte. Finanziell werde ich wohl ├╝ber die Runden kommen. Meiner Frau geht es super. Sie ist ausgeglichen, hat abgenommen, neue Frisur, geht zum Sport. Die Kinder bleiben jetzt scheinbar jetzt halt mal ein paar Stunden alleine, wenn es sein mu├č. Der Gedanke daran war vorher ein Kapitalverbrechen.l
Sie hat das Haus im Notarvertrag als Whg. zugewiesen bekommen (ging auch nicht anders), mir den Schl├╝ssel abgenommen, dabei habe ich ihr nochmal gesagt, was ich von ihrem Verhalten denke. Darauf hat sie mir ins Gesicht gegriffen. Wow.
Ihren Ehering tr├Ągt sie im ├╝brigen noch und zwar wenn sie in die Firma geht. Das d├╝rfe da keiner wissen und gehe auch keinen was an. Den Ring trage sie im ├╝brigen als Schmuck. Das gehe mich nichts an. Sie definiere ihre Ehe halt nicht ├╝ber einen Ring wie ich. Das w├╝rde uns halt unterscheiden.

Die Sache ist die: Ich komme mit der Entwicklung meiner Frau einfach nicht klar. So kenne ich sie nicht. Das ist f├╝r mich irgendwie irreal. Ich habe mir schon meine Gedanken gemacht, aber richtig schlau werde ich nicht. Wieso ver├Ąndert sich jemand so derartig? Meine Bekannten, Freunde, Trauzeugen sind auch baff. Ich wei├č sie ist nicht ausreichend emotional. Ich habe sie glaube ich in zwanzig Jahren nicht einmal heulen gesehen. Komisch oder? Sie sagte mir im Dezember, sie h├Ątte immer Nachts geheult und ich h├Ątte nie was gemerkt.

K├Ânnt ihr mir was dazu sagen, wieso das so ist. Einen "Neuen" dementiert sie weiter.

LG Solskinn

PS: Leider sehr lang / ist auch ne lange Geschichte

01.06.2015 22:06 • x 11 #1


Drell


Ich w├╝rde dir ja gerne sagen ob das normal ist, aber mit 20 ist meine Lebenserfahrung dann doch etwas zu wenig ^^

Aber manchmal lockt die erste Antwort Leute an, die dir dann wirklich witerhelfen k├Ânnen. Ich w├Ąre aber schon stuzig geworden, als sie einen Ehevertrag aufsetzen wollte..., dass klingt f├╝r mich nach Jemanden, der genau wusste, was er tut. Im Nachhinein h├Ąttest du das nicht mitmachen sollen. Ich verstehe blo├č nicht, wieso sie es generell solange hinausgez├Âgert hat? Hat sie gehofft es wird noch besser?

Und du klingst f├╝r mich wie ein Hund der angemeckert wurde: du wei├čt bzw du denkst irgendwas falsch gemacht zu haben, aber hast keine Ahnung was du falsch gemacht hast. Klingt jetzt provozierend, soll aber das ganze aber nur auflockernd veranschaulichen. Du hast auch versucht deine Fehlerzu suchen oder?

An deiner Stelle h├Ątte ich pers├Ânlich die Rei├čleine gezogen, wesentlich fr├╝her, aber im Nachhinein l├Ąsst sich das immer so leicht und arrogant sagen, deswegen verurteile ich dich nicht f├╝r deine Handlungsweise. Wenn du wirklich denkst sie sei deine Seelenverwandte, dann ist dein nachgiebiges Verhalten normal

Auf deine Frage ob es normal ist: Aus dem Bauch heraus w├╝rde ich sagen Jaein. Der eigentlich Trennungsgrund also mit dem Entlieben ist normal, aber wieso dann dieses ganze Jahr Drama? Und ehrlich gesagt kann ich auch nicht glauben, dass dort nichts war mit dem Kollegen.... Wie gesagt ich habe zu wenig Lebenserfahrung einfach, du bist wahrscheinlich mehr als doppelt so alt wie ich.

Es tut mir wirklich leid :/ W├╝nsch dir alles Gute

01.06.2015 23:12 • x 4 #2



Ist das alles normal bei Trennung in der Ehe?

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Solskinn2015

Solskinn2015


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Hi Drell,

Danke f├╝r Dein Feedback. Ja das mit dem Ehevertrag ist so eine Sache. Es ging mir um den Erhalt der PARTNERSCHAFT/Ehe mit meiner Frau und die Familie f├╝r meine beiden Kinder. Ich wei├č, dass diese Sache (Ehevertrag/Testament) meine Frau schon lange besch├Ąftigt hat und sie hierbei insbesondere ihre Geschwister kritisiert hatte, wegen deren eher "unsoliden" Partnerschaften. ├ťber uns hatte sie da in all den Jahren nichts gesagt. Ich habe viel Spa├č in meinem Beruf, verdiene nicht schlecht und werde weiter durchkommen. Deshalb war der Vertrag f├╝r mich nicht so wichtig. Ich fand den Auftritt beim Notar dann aber im Nachinein schon krass, insbesondere wenn man ihr eigenes Moralverst├Ąndniss dagegenlegt. Ich dachte immer wir w├╝rden uns vertrauen und respektieren. Das kommt im ├╝brigen nach der "Liebe", wenn man sich f├╝r die Familiengr├╝ndung entschieden hat. Vielen Dank noch f├╝r Deinen Input und alles Gute an Dich.

01.06.2015 23:35 • #3


Solskinn2015

Solskinn2015


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HI Drell,
habe auch versucht mich zu reflektieren. Bin wahrscheinlich nicht immer der aufmerksamste Ehemann gewesen, den man sich vorstellt. Man hat halt auch so seine Sachen um die Ohren. Wir haben viel f├╝r die Kinder gemacht und uns hinten angestellt. War eigenlich von uns beiden auch so gewollt. Wir h├Ątten jetzt wieder mehr Zeit f├╝r uns gehabt und auch die M├Âglichkeit gemeinsam etwas zu unternehmen. Ich glaube aber irgendwie hat das meine Frau seit einem Jahr (oder mehr) nicht mehr gewollt. Babysitter war immer ein No go. Das macht man als Mutter nicht. Ich war immer der Transporteur No 1, wenn es um Sportevents unserer Kinder ging. Das andere Eltern das h├Ątten auch machen k├Ânnen war irgendwie abwegig. Klar ich h├Ątte mal sagen k├Ânnen: Schatz lass doch mal die anderen fahren. Habe ich auch. Da hie├č es dann, ich w├╝rde mich nicht um die Kinder k├╝mmern und h├Ątte kein Interesse an diesen. Ich glaube heute einfach ich sollte irgendwo weg sein am Wochenende, nur nicht mehr zu Hause. Das wollte sie nicht mehr.
LG
Solskinn

01.06.2015 23:46 • #4


IRobot


Guten Abend Solskinn,

zuerst einmal m├Âchte ich Dir mein Mitgef├╝hl aussprechen und
dann hei├če ich Dich willkommen im Club.
Mache gerade das gleiche mit.
Glaube mir bitte, wenn Sie sich so verh├Ąlt steckt immer noch jemand im Hintergrund.
Lass deine Gef├╝hle raus und fange an Sie zu ignorieren.
Du bist der Ar. vom Dienst, genau wie ich es bin.
Es tut mir wirklich sehr leid und auch ich kann es nicht verstehen.
Ich will es auch nicht mehr wirklich.
Schreibe hier, aber verharre nicht im Selbstmitleid.
Sie hat Dir keine Chance gegeben! Darum fange an, an Dich zu denken.
Sch├╝tze Dich! Sie versucht Dich zu ruinieren! Denn auch Ihr neues Leben, kostet Geld.

IRobot

01.06.2015 23:59 • x 2 #5


Urmel_


Hi Sols,

ich bin ehrlich gesagt geschockt. Auch etwas sprachlos.

F├╝r den Moment w├╝rde ich vorschlagen, dass Du Dich auf drei Dinge konzentrierst.

Dich, Dein Recht und Deine Kinder. Und dann kommt erstmal ganz lange nix.

Einen Anwalt hast Du schon, richtig? Sehr gut, den brauchst Du auch weiterhin.

Deine Frau... Also, wenn ich Deine Zeilen so lese w├╝rde ich trotz Liebe f├╝r den Moment sagen, dass Du Dich ganz arg nur um Dich k├╝mmerst und Deine Kinder.

Ich trinke ein B. auf Dich. Lass Dich nicht unterkriegen.

Ich glaub Du brauchst noch Zeit, bis Du die unz├Ąhligen Warnhinweise in Deinem Text auf die Kette bekommst.

Dennoch hier mein Rat: die Frau braucht richtig einen vor den Bug. Die ganz harte Kante.

Also wenn der Ablauf wirklich so war und Du keine Geschichten erz├Ąhlst...

Ich w├Ąre komplett ausgeklinkt. Bist Du Buddha?

02.06.2015 00:32 • x 5 #6


Urmel_


Und Drell und iRobot haben auch Recht.

Krass, mit 20 war ich noch nicht so drauf...alter Player.

02.06.2015 00:38 • #7


Urmel_


Das eigentliche Problem ist doch nicht die Frage, ob Du Sie zur├╝ck holen kannst, denn der Weg ist recht einfach. Ne falsch, nicht einfach sondern eher gradlinig.

Die Frage ist, ob Du darauf Bock hast. Oder ob Du auf diesem Weg nicht eine neue Welt siehst, die Dir dann viel besser gef├Ąllt.

Zur├╝ck w├Ąre:
Eier finden, keinen Millimeter von Deinem Weg abweichen egal welches Theater Sie macht, mit netten M├Ądels auf die Piste, den Kindern ein guter Vater sein, die Dame immer noch vor die Wand rennen lassen und dann in sechs bis zw├Âlf Monaten, wenn Sie im eigenen Schlamassel erstickt und reum├╝tig ist, vielleicht mal schauen, ob Sie was gelernt hat.

Der wird doch alles um die Ohren fliegen. Und Du sitzt in Deiner Wohnung und trinkst auf Sie.

Zeit, Eier und Immunit├Ąt gegen Manipulation sind Deine verb├╝ndeten.

02.06.2015 00:56 • x 6 #8


Sternchen78


Hallo Solskinn

Tut mir sehr leid zu h├Âren was du gerade durchmachen musst. Ich kenne das leider sehr gut, da sich mein Mann seit ca einem Jahr ├Ąhnlich verh├Ąlt und ich ihn nicht wieder erkenne. Kurz zusammengefasst: ALLES was DZ tust ist derzeit falsch f├╝r sie - sogar dass du da bist und atmest. Du kannst also nur verlieren, da sie jede Aktion als Affront gegen sich ansieht. All ihre eigenen Probleme spiegelt sie auf dich. Scheint ein anderer Mensch zu sein.
Ich kann dir nur raten, auf dich und die Mindert zu schauen und alles rechtlich zu regeln. Und die Zeit arbeiten zu lassen.
Ob sie zur Vernunft kommt, weiss man nicht.
Eigentlich m├Âchtest du so jdn gar nicht zur├╝ck. Und eigentlich m├╝sste sie mal so richtig in der Realit├Ąt ankommen. Sonst merkt sie gar nichts. Denkt sie nicht an die Kinder?
W├╝nsche dir viel Kraft und Durchhalteverm├Âgen

02.06.2015 06:30 • x 3 #9


Rosenquarz


Guten Morgen Solskinn,

ich schlie├če mich Sternchen in etwa an, auch ich habe ├ähnliches erlebt und sah mich mit haneb├╝chenen Argumenten und Anschuldigungen konfrontiert,nach 2 Jahrzehnten gemeinsamen Lebens.

Meine Trennung liegt mittlerweile 1 Jahr zur├╝ck und mit zunehmenden Abstand ist mir klar geworden, dass die sich Trennenden dies brauchen, um vor sich selbst ihr Verhalten zu rechtfertigen. Sie sammeln Argumente, in meinem Fall offenbar ganz sch├Ân lange, um zu entschuldigen, dass sie ├╝ber ihre eigene Moral, gegenseitige Versprechen, Vereinbarungen und eine lange ├╝berwiegend gute gemeinsame Zeit hinweggehen wollen. Und mich in meinem Fall zumindest gleichzeitig belogen und betrogen haben. Was ├╝brgens immer vollkommen ausgeschlossen und verurteilt wurde.

Ich kann Dir nur w├╝nschen und versuchen Dich zu ermutigen nach Dir zu schauen. Nichts wird sie umstimmen oder Deine St├Ąrke, Deinen Einsatz oder Deinen Mut erkennen lassen, jetzt zumindest nicht. Und zieh Dir die Anschuldigungen nicht an, es ist leeres Gerede und nur f├╝r sie selbst bestimmt. Das ist leichter gesagt als getan, rede mit Anderen dar├╝ber, such Dir R├╝ckenst├Ąrkung und ich hoffe Du hast eine gute Anw├Ąltin. Irgendwann wird es wichtig, dass Du dich nicht vollkommen hast ausnehmen lassen, dass Du St├Ąrke zeigen konntest und f├╝r Dich und die Kinder eingetreten bist.

Ich w├╝nsche Dir Kraft f├╝r die n├Ąchste Zeit

02.06.2015 08:55 • x 5 #10


Solskinn2015

Solskinn2015


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Hallo Urmel, Sternchen78, Rosenquarz,

danke f├╝r Euer Feedback. Hat mir schon geholfen zu h├Âren, dass das bei anderen auch vorkommt. Verstehe trotzdem nicht wie jemand so sich um 180 Grad ver├Ąndern kann. Habe da wohl in 20 Jahren emotionale Defizite bei meiner Frau nicht gesehen. Ja man verkl├Ąrt seinen Partner ja h├Ąufig. Aber nicht die Chance zu bekommen die Ehe und Familie zu retten ist schon krass.

Die Frage denkt sie an die Kinder? Ja w├╝rde sie. Sie w├╝rden so oder so leiden. Die Aussage habe ich bis jetzt nicht verstanden. Im Februar habe ich ihr noch gesagt, dass wir dann als Eltern wohl versagt h├Ątten, da wir es nicht geschafft h├Ątten, trotz aller sch├Ânen und guten Dinge, die wir den Kindern angedeihen haben lassen, unsere Ehe und damit auch die sch├╝tzende intakte Familie aufrecht zu erhalten. Die Antwort war: Das ist Deine schei. negative Einstellung. Sie h├Ątte nicht versagt. Wenn ich das so sehen wolle, bitte sch├Ân. Ich solle aber aufpassen an der Sichtweise nicht einzugehen.

Interessant ist, dass meine Frau eine ├Ąltere Schwester hat, die das vor mehr als 20 Jahren so ├Ąhnlich gemacht hat. Hatte eine tolle Familie, Haus, f├╝rsorgenden Ehemann und hat sich dann verliebt nach Au├čen. Ist dann weg, da sie sich in der Familie so eingeengt gef├╝hlt hattte. Meine Frau hat das Verhalten der Schwester als Teenager mitbekommen und seitdem immer wieder aufs deutlichste verurteilt. Ich h├Ątte schon deshalb nicht gedacht, dass wir mal da stehen wo wir heute sind.

LG

Solskinn

02.06.2015 09:30 • #11


Stolperherz

Stolperherz


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Lieber Solskinn,

tut mir leid vom Scheitern deiner Ehe zu h├Âren.

Ob das Verhalten deiner Frau "normal" ist, kann hier auf die Distanz wohl niemand relevant einsch├Ątzen. Ich sch├Ątze mal, dass deine Frau schon seit l├Ąngerem in eurer Beziehung nicht mehr gl├╝cklich war und ihren Kummer verschwiegen hat. So stauen sich Frust und ├ärger mit jedem Tag mehr auf ohne du etwas gemerkt hast. Irgendwann kommt es dann zur Eskalation und der Partner, der sich schon l├Ąngst emotional entfernt hat, m├Âchte sich nur noch aus der Beziehung befreien... mir kommt dieses Verhaltensmuster leider selbst bekannt vor.

Du schreibst ja selbst, dass sie ein eher introvertierter Typ ist. Da k├Ânnte ich mir vorstellen, dass sie bestehende Probleme in eurer Beziehung evtl. nicht angesprochen hat oder zumindest nicht so, dass du es verstanden hast.
Andererseits beschreibst du sie als sehr gewissenhaft und mit hohen moralischen Standards. Daraus k├Ânnte man schlie├čen, dass sie schon lange mit ihrem Frust lebt aber das Familienidyll nicht zerst├Âren wollte... das sind aber nat├╝rlich nur Mutma├čungen.

Ich muss auch sagen, dass nach deiner Beschreibung wohl wirklich ein neuer Mann mit im Spiel ist. Vielleicht der Ausl├Âser f├╝r sie jetzt endg├╝ltig N├Ągel mit K├Âpfen zu machen. W├Ąre auch eine Erkl├Ąrung weshalb sie sich dir gegen├╝ber so aggressiv und abwertend verh├Ąlt.

Du befindest dich jetzt in einer Situation, in die du nicht geraten wolltest. Ich m├Âchte dir trotzdem raten deiner Noch-Frau gegen├╝ber fair zu bleiben auch wenn sie es dir gegen├╝ber z.Zt. nicht ist. Das hei├čt nicht, dass du dich von ihr ├╝ber den Tisch ziehen lassen sollst. Berate dich mit deinem Anwalt wie ihr eure finanziellen Belange regeln sollt. Akzeptiere Regelungen mit denen du leben kannst ohne ihr extra zu schaden egal wie sehr sie dich verletzen mag. Sie ist und bleibt die Mutter deiner Kinder! und ihr werdet immer miteinander verbunden bleiben.

Versuche dein Leben neu zu gestalten, bleibe eng an deinen Kindern, reflektiere deinen Anteil am Scheitern eurer Ehe und hole dir ggf. Hilfe von Au├čen.
Und nochmal: vermeide wenn m├Âglich einen Rosenkrieg - schon deinen Kindern zuliebe. Rache und Hass sind keine guten Wegbegleiter...

Alles Gute f├╝r Dich

02.06.2015 10:00 • x 4 #12


Ungezwungen


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Keine sch├Âne Situation, mein Lieber! Deine Frau scheint mir sehr verkopft zu sein. Eine "Perfektionistin", die von sich und ihren F├Ąhigkeiten 200%ig ├╝berzeugt ist.
Und ja, ich meine ebenfalls, da├č dieser Kollege ihr "Schattenmann" ist.
Das passt nat├╝rlich nicht zu ihrer "Moral", ihrem sich eingebildeten "perfekten" Charakter, ihrem "heile-Welt-Leben".
Dadurch k├Ânnte sich ihre Agressivit├Ąt erkl├Ąren. Nat├╝rlich wei├č sie, was falsch l├Ąuft und woran es liegt: Aber blo├č nix zugeben! Und schon gar nicht nach au├čen durchdringen lassen... Und wenn, dann bist sowieso Du Schuld an allem...
Sie redet es sich sch├Ân - aber sie wei├č tief in ihrem Innersten, da├č SIE ihren betr├Ąchtlichen Anteil an der Situation zu tragen hat...

Dies ist mein Eindruck von ihr. Meine Meinung zu Eurer Situation: Bleib in Deiner Wohnung, halte Deine Frau kurz. Nur Kontakt wegen der Kinder. Ansonsten Kontaktsperre und finanziell nur das, was f├╝r die Kinder sein muss.
Sieh auf Dich, gestalte Dein Leben, mach Dein Ding, k├╝mmere Dich um die Kids.
Deine Frau will Dich nicht mehr - und zwar in keinster Weise, weder als Partner, als Freund, schon gar nicht als Geliebten. Gef├╝hle, Respekt, Empathie f├╝r den anderen lassen sich nicht herzaubern. Auch nicht mit einer professionellen Paarberatung.
Insofern hast Du die richtigen Schritte m. E. unternommen: Anwalt. Wohnung.
Wichtig ist nun auch die psychische Abgrenzung von ihr, das Verstehen, da├č Eure Gemeinschaft vorbei ist, aber auch eine gewisse Art von Verzeihen, Vergeben (ihr sowohl wie Dir selbst). Brauchte ich jedenfalls zum endg├╝ltigen Abschlie├čen.
Kein leichter Weg. Aber Du gehst ihn f├╝r DICH!
Kopf hoch und viel Gl├╝ck!

02.06.2015 13:41 • x 3 #13


Urmel_


Hi,

also was nun? Nur wenn Du wei├čt was Du willst, kannst Du Handeln. Wenn Du es nicht wei├čt, bringt Dich jede Aktion von Ihr aus dem Konzept und Du startest bei Null. Wieder und wieder.

Ich geh mal davon aus, dass Du Sie willst. Änderst Du die Meinung im Laufe der Zeit, ist es eh kein Nachteil.

Wie die Strategie aussieht, steht oben.

Aber ich denke, Dein Kopf macht alles ganz kompliziert, weil da so viele Gef├╝hle und Bilder drin sind und alles nicht passt.

Du bist ein Mann, Du bist rational. Sie ist eine Frau, Sie ist emotional. ├ťberzeug Sie rational und was ├Ąndert es? Nix.

Also der emotionale Weg. Versuch mal mit Winseln und Tr├Ąnen eine Frau zu bekommen.

Was bleibt ├╝ber? Welche Waffen hast Du? Was BIST Du?

02.06.2015 19:24 • x 2 #14


Nacht-Gast


Zitat:
Du bist ein Mann, Du bist rational. Sie ist eine Frau, Sie ist emotional.

?

02.06.2015 19:36 • x 1 #15



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