Zitat von Chica2512:Es geht mir um Erfahrungsaustausch.
Ich bin ein einziges Mal an jemand geraden, der schon in der Kennenlernphase dafür sorgte, daß wir uns entweder nur in meiner Wohnung oder an öffentlichen Orten trafen, obwohl er angeblich von seiner letzten Freundin getrennt und diese längst bei ihm ausgezogen war. Ein paar Wochen und einige Merkwürdigkeiten später habe ich die Sache kurzerhand beendet. Das ist schon viele Jahre her und alles, was ich im Rückblick bedaure ist, nicht
noch früher Schluß gemacht zu haben.
Wenn jemand nicht mal am Wochenende Zeit für gemeinsame Unternehmungen findet und sich allmählich immer offenkundiger abzeichnet, daß er wichtige Teilaspekte seines Lebens zu verbergen sucht (warum sonst sollte man die eigene Freundin nicht nach Hause einladen?), dann verliere ich sehr schnell das Interesse, denn so kommt ja nie echte Nähe auf. Eben deren spannende Intensität verleiht der Sache aber doch gerade in der Startphase überhaupt ihren Reiz, daher ist bzw. wird sowas dann witzlos, also für mich jedenfalls.
Zitat:Es interessiert mich auch sehr, wie andere (Außenstehende) mein Verhalten beurteilen.
Ich empfinde Dein Verhalten als inkonsequent, denn Du wünschst Dir eine ernstzunehmende Festbeziehung mit Zukunft, hältst aber verbissen an einem Kontakt fest, in dem Du wie eine Affaire behandelt wirst und der auch seit zwei Jahren keinerlei Anstalten macht, dies zu ändern.
Mag sein, daß das in der Kennenlernphase noch nicht erkennbar für Dich war und Du so allmählich in diese Geschichte reingeschliddert bist, bis Du emotional zu verstrickt warst, um jetzt ohne therapeutische Hilfe wieder da herauszukommen - ich finde es übrigens bemerkenswert, daß der Therapeut Dir offen geraten haben soll, "loszulassen" (Beitrag #29).
Sag -
was genau
sollst Du denn loslassen:
- Die Überzeugung, daß Du ihn liebst?
- Die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft?
- Deine Vorstellung davon, wie Eure "Beziehung" zu laufen hat?
- Die "Beziehung" an sich?
- Den Glauben daran, daß er Dein Lebenssinn ist?
- Den Glauben daran, daß man eine Beziehung braucht, um etwas wert zu sein?
- Den Glauben daran, daß man überhaupt von jemand geliebt werden muß, um etwas wert zu sein?
Wie auch immer: Dein Verhalten wirkt auf mich wie das von jemand, der sich selbst
nichts wert ist, keine Grenzen zieht und wie ein Irrlicht durch einen als "Beziehung" deklarierten Kontakt flackert, der sich schon aufgrund seiner Außenmerkmale aber sowas von sonnenklar als Affaire entpuppt, daß ich Deinen Threadtitel nicht nachvollziehen kann.
Wie würdest Du das denn beurteilen, wenn wir uns mal vorstellen, ich hätte Deinen Thread hier deponiert und
Du solltst umgekehrt
mir dazu etwas schreiben?
Spiegel das doch mal, dann hast Du Deine Antwort.