@clarissa1
Deine Einstellung mag allgemein positiv betrachtet werden, leider ist sie nicht mehr zeitgemäß. Du siehst schon anhand der vielen Themen hier in den Foren,dass es so gut wie nie so abläuft, dass erst eine bestehende Beziehung aufgelöst wird und dann eine neue gestartet wird.Sorry, das ist Wunschdenken. Denn häufig ist es ja eher so, dass das Kennenlernen einer anderen Person dazu führen wird, eine bestehende Partnerschaft aufzukündigen. Die wenigsten Menschen gehen auseinander, bevor da jemand neues im Leben ist,so zumindest meine Erfahrungen.
Das mit dem Hinterherstarren ist auch so eine Sache. Für manche Menschen ist das schon ein "Verstoß", andere gehen damit locker um. Wäre ich in einer festen Partnerschaft und glücklich, würde ich das nicht machen. Wozu soll ich anderen Hintern hinterherglotzen,wenn der meiner Partnerin derjenige ist,den ich exklusiv präsentiert bekomme (hoffentlich)?
Ich bin im Netz hin und wieder mal unterwegs, suche aber stets nur lockere Geschichten, das wird auch in den Profilen geschrieben und entsprechend kommuniziert. Ich räume diese Möglichkeiten auch einer poten... 6Parterin ein, da besteht von Beginn an Einigkeit und Klarheit. Niemals würde ich im Internet nach einer festen Partnerin suchen,was ich sowieso nicht mehr machen werde. Wenn ich alleine schon lese, was Menschen hier schreiben, denken, fordern, voraussetzen, wie das eigene Ego versucht wird zu bestärken, Fehler,die man selbst begangen hat,auf das Gegenüber abzuwälzen. Fehlende Reflektion, fehlende Ehrlichkeit, Antipathie und und und. Ich finde vermutlich dutzende Gründe gegen eine feste Partnerschaft und im Gegenzug dutzende für ein ONS oder eine Liebschaft aka Affäre.
Da die Selbstliebe so gepriesen wird, hier gehe ich mit den meisten Usern/innen konform, ist mein Weg genau der richtige für mich. Es mag andere normale Beziehungen und Phasen des Kennenlernens geben, aber sind wir mal ehrlich: Egal ob ich und was ich suche, es wird immer verglichen, gesucht und irgendwann kritisiert. In Affären hat das aber keine so negativen Auswirkungen wie bei der Suche nach einem festen Partner oder einer festen Partnerin, weil sich da dann Ansprüche und Forderungen manifestieren,die kaum ein Mensch erfüllen kann. Es ist bei mir nicht anders, würde ich jemals wieder auf die Suche nach einer festen Beziehungspartnerin gehen, die Liste an meinen Punkten wäre verdammt lang.
Dann das ganze Prozedere beim Kennenlernen,dieses Abchecken und so weiter. Bei der Suche nach Liebschaften ist das viel einfacher, sinnvoller und eher mit einem Ergebnis bestückt. Da lernt man sich nicht wochenlang kennen, man schaut,ob es optisch passt, der Sympathiefaktor muss stimmen, Neigungen im Bett und 6 sollte kompatibel sein und die Art und Weise des Aufeinandertreffens und Austausch der Intimitäten sollten kurzfristig, kurzzeitig und realistisch sein, ohne den Kerngedanken, damit etwas nicht Festes aufzubauen, zu behindern.
Das funktioniert für mich und wie ich über die Jahre festgestellt habe, auch für etliche andere Frauen. Wer mir also weißmachen möchte, Frauen holen sich selten bis nie etwas von anderen Tabletts,weil sie aus welchen Gründen auch immer so sehr auf Bindung machen, der möge aufwachen, sich mal an den Kopf hauen und die Augen öffnen. Die meisten, bis auf eine, Damen, die ich in den letzten Jahren als meine Liebschaften hatte, waren durchweg gebunden. Frauen mit Freunden, Ehemännern, stillen und offenen Partnern. Manche Männer wussten von dem Treiben ihrer Frauen und haben es geduldet oder selbst in Anspruch genommen. Manche vermutlich nicht. Aber es ist ein Mythos, das beispielsweise bestimmte Gruppen von Frauen (und sicherlich auch Männern) immer nur am heimischen Tisch essen, besonders wenn da noch Kinder und Mann dran sitzen. Da kann ich absolut freimütig sagen,dass dem hundertprozentig nicht immer so ist. Wenn es zwischen den Beinen juckt,der Alltag Überhand nimmt, die Langeweile und Tristesse Oberhand gewinnen und der heimische 6 auch nicht mehr der Hit sind, dann kann es ganz schnell passieren,dass da jemand in fremden Revieren wildert und sich seinen Braten dort holt und nicht im heimischen Schlafzimmer. Daran müssen und werden sich noch viele Menschen gewöhnen. Nur die wenigsten Menschen sind für Monogamie geschaffen, die meisten,egal welchen Alters und Geschlechts, haben ganz andere Neigungen.
Und darum wird es immer wieder und häufiger vorkommen,dass Menschen,die auch gebunden sind, trotzdem mindestens fremdschauen und irgendwann auch fremdgehen. Das ist die Natur des Menschen,nicht Treue steht an erster Stelle,sondern Selbstliebe und die eigenen Bedürfnisse. In früheren Jahrhunderten mag es anders gewesen sein,da waren aber auch die Voraussetzungen und Lebensbedingungen anders. Heute gehört es zum guten Ton,auch mal auf Apps, Netzseiten und was weiß ich nicht noch alles schon mal wenigstens präsent zu sein. Und das wird sich weiter intensivieren,weil wir entsprechende Bedingungen hierfür haben, die das begünstigen.