Zitat von Nalf: Sollen Mütter jetzt wieder alle eigenen Bedürfnisse nach Gemeinschaft, Freiheit und Lebenszweck aufgeben und die nächsten 18 Jahre hinter alle Bedürfnisse von Kindern und Mann stellen?
Das hat hier niemand geschrieben.
@Brillar03 ist von vornherein weniger unterwegs gewesen als der Mann, in den sie sich verliebt hat und der ein Hans Dampf in allen Gassen ist (was vielleicht ja auch einen Teil seines Reizes ausgemacht hat

) Nach der ungeplanten Schwangerschaft muss sich vieles erst noch einspielen und ich finde schon, dass er durchaus seinen Teil dazu beiträgt. Was soll er machen - künftig auch immer zuhause hocken?
Zitat von Nalf: Damit er Party machen kann?
Er macht ja nicht nur Party. Er tritt daneben auch als Musiker auf, geht wandern und besucht ein Meditationswochenende - übers Jahr verteilt. Dinge, die woanders unter „Selfcare“ empfohlen werden.
Interessant und ggfs. zu kritisieren wäre, wenn Brillar (und ihre anderen Nicks) sich ebenfalls ein freies Wochenende für Unternehmungen nehmen möchte und er dann nicht selbstverständlich einspringt. Wobei das mit einem Säugling oft für die Mutter nicht so einfach ist, vor allem nicht, wenn sie stillen sollte.
Zitat von Nalf: Aber mach der TE ruhig ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich Sinnlichkeit(!) in ihrer Beziehung zum Partner wünscht.
Wünscht sie sich mehr Sinnlichkeit? Hab ich wohl überlesen oder ausgeblendet, weil ich damals mit kleinem Baby mir vor allem Schlaf gewünscht habe
Zitat von Nalf: Sie stört sich daran, dass immer mehr Termine im Außen beim Partner dazu kommen, während er im Innen immer weniger zugewandt ist
Ist das so? Sie schreibt im Eingangstext
Zitat von Brillar03: Seit unser Baby auf der Welt ist, wohnt er bei uns und hat aber sein Eigenheim noch behalten. Er kümmert sich wirklich gut um uns alle und ich finde es wundervoll, wie er mich vor / sowie während und nach der Geburt unterstützt hat. Er ist sehr gelassen und sehr liebevoll. Er hat auch seine Hobbys sehr reduziert seit der Geburt, da er vorher viel unterwegs war.
Ihr sind seine Aktivitäten zu viel, das ist völlig legitim. Seinen Wunsch nach Aktivität außerhalb der Familie finde ich aber genauso legitim (und selber als auch nicht zu viel, das ist aber mein persönlicher Geschmack).
Seit Monaten, bereits während der Schwangerschaft, bemängelt die TE (die TEs), dass die Freizeitgestaltung und das Nähe-/Distanzbedürfnis von ihr und ihrem (neuem) Partner nicht wirklich kompatibel ist. Und nun? Ja, da bleibt dann vermutlich nur die Trennung, was ja auch okay ist. Brillar muss abwägen, was ihr wichtig ist, was sie mittragen kann und was nicht.
Aus einem Wolf wird halt nicht mal eben ein Schoßhund. Ohne Wertung, was besser ist.
Und bevor was in dieser Richtung kommt: Das gilt auch für Männer, die sich in ne flippige, extrovertierte Partymaus verlieben und dann erwarten, dass sie nur noch mit Partner und niemals mehr flirty unterwegs ist.
Auf die eigenen Bedürfnisse sollte man bei der Partnerwahl achten. Ganz ohne Missgunst und Häme: Es ist natürlich schwieriger, wenn dann so schnell ein Kind dazwischen hängt. Natürlich erschwert das eine Trennung, macht sie aber nicht unmöglich.