Hallo zusammen! Ich hatte gerade so viel mit Job- und Wohnungssuche zu tun, dass ich lange nicht antworten konnte.
Also zum Thema falsche Namen: Ja, ich bekenne mich schuldig, falsche Namen benutzt zu haben. Jennifer und Tabea sind beides Namen von Frauen aus unserem (ehemaligen) Freundeskreis. Ich habe die beiden Namen in einem Posting blöderweise durcheinander gebracht. Meine Frau hat einen sehr seltenen Namen, der sofort bei Google erscheint, wenn sie danach suchen würde. Nennt mich paranoid, aber sie hat schon mehrfach mir hinterher spioniert. Das war als reine Prävention gedacht, nicht ihren Namen in einem öffentlichen Forum zu schreiben. Ich werde jetzt die falschen Namen einfach nicht mehr verwenden. Ist ja irgendwie auch albern, merke ich gerade selber.
Das Positive zuerst: Es geht mir gesundheitlich sehr gut! Ich lebe zwar noch weiterhin in meinem bescheidenen Zimmer und bin weiterhin ohne Job. Aber ohne den gefühlten Druck von meiner Frau und der Familie und den subtilen manipulativen Einflüssen meiner Frau, habe ich derzeit keinerlei Probleme mit meiner chronischen Krankheit und komme sogar ohne Medikamente aus. Mein Zimmer habe ich auch für den April verlängert und plane ab dem 01.05. mir eine eigene Wohnung zu nehmen. Aber leider ist dies ohne Job gerade recht aussichtslos, wie ich feststelle. Deshalb gilt es erstmal einen Job finden und dann eine Wohnung. Zur Not muss ich dieses (im Verhältnis) Ar. Zimmer noch einen Monat verlängern.
Wie ging es bisher weiter:
Puuh, ich könnte einen ganzen Roman damit füllen, versuche mich aber mal auf das Wesentlich zu beschränken. Fest steht, dass ich mich komplett verloren habe und aus mir nur noch meine Frau sprach. Dies haben mir nach Gesprächen meine Mutter und meine Schwester unabhängig voneinander erzählt. Ich habe Dinge gesagt und getan, die überhaupt nicht zu mir passen und rein den Interessen meiner Frau entsprachen. Meine Mutter meinte zu mir - "das war nicht mehr mein David. Ich wollte meinen David zurück haben". Aber auf der anderen Seite habe ich das auch mit mir machen lassen und damit ist jetzt Schluss.
Es gab vor unserem ersten Gespräch bei der Ehetherapie noch einige Wutanfälle von meiner Frau, auf die ich jetzt nicht näher eingehen werde.
Vor der Therapie hatte meine Frau vorgeschlagen, dass wir aufschreiben, weshalb wir, unserer Meinung nach, in einer Krise stecken. Dann haben wir diese Punkte gemeinsam vorgetragen. Was sich zunächst als schwierig erwies, denn als ich mit den ersten Sätzen anfing, fiel sie mir sofort ins Wort und wurde lauter. Sie hat gleich den ersten Punkt heruntergespielt und wollte wieder ihre beliebte "Schuldumkehrung" machen, so dass ich Schuld daran wäre. ich habe ihr schon so oft gesagt, dass ich keine Schuldfrage klären will. In einer Beziehung sind immer BEIDE dafür verantwortlich. Da bin ich mal lauter geworden und habe ihr klar gesagt, dass ich jetzt alle meine Punkte aufzählen werde und sie für die Zeit still sein soll und ich keine Unterbrechung dulde. Danach können wir darüber gerne diskutieren. Darauf hat sie sich eingelassen und schien ein wenig beeindruckt von mir mit meiner Ansage.
Am Ende meiner Liste war sie still, wirkte geschockt und war plötzlich verständig. Sie könne nun verstehen, dass ich bei all meinen Verletzungen eine Trennung möchte, auch wenn sie nicht alle meine Punkte nachvollziehen kann.
Dann hat sie ihre Gründe aufgezählt. Und es ist kurios! Ihrer Meinung nach sind es komplett andere Gründe, die uns in die Krise geführt haben, als meine!
Kleiner Auszug:
Meine Punkte:
- Sie stülpt allen Menschen ihre extremen Ideale über. Jeder aus unserer Familie und Freunden, den Nachbarn und Bekannten, der nicht die gleichen extreme Ideale verfolgt, wird abgelehnt. Bzw. ihm wird ein schlechtes Gewissen gemacht oder es wird versucht, ihn umzustimmen. Stichwort: Missionieren
- Sie missioniert unsere Kinder. Bsp: Unser großer Sohn erzählt stolz, er habe seinem besten Freund zum Vegetarier gemacht, indem er ihm erzählt hat, wie schlimm doch die Tierhaltung ist und was Fleisch unserer Umwelt antut. Und er hat den Eltern gesagt, sie sollen weniger Auto fahren und nicht immer in den Urlaub fliegen. (Dadurch wird unser Sohn in seinem Freundeskreis total unbeliebt. Seitdem ist er bei dem Kumpel nicht mehr zum Spielen eingeladen worden. Komisch...)
- Ich fühle mich manipuliert, so dass ich mich von mir selbst so sehr entfernt habe, dass ich letztendlich nicht mehr wußte, wer ich eigentlich bin.
- Sie hat keinen Respekt vor mir (Bsp. spioniert sie mir noch drei mal hinterher, trotzdem ich ihr eindringlich sagte, sie solle das lassen. 2. Bsp. zum Thema Sechs sagt sie mir, abends ist sie immer müde, ich könne es ja mittags mal probieren. Dann wird sie mir vielleicht den Gefallen tun und mit mir schlafen. Denn schließlich helfe ich ihr auch im Haushalt und dann kann sie mir ja auch mal einen Gefallen tun

)
- Sie hat mehrfach mein Vertrauen missbraucht (Spioniert mir nach und liest intime Mails an meinen Coach mit, checkt meinen Browserverlauf, durchsucht meinen kompletten Laptop nach "verdächtigen" Dingen)
- Wir haben so unterschiedliche Auffassungen, dass wir nicht zusammen passen
- Es fehlt die Leichtigkeit, wie im Anfang. Alles ist immer total verbissen und extrem bei ihr. Sie ist nicht intolerant und sieht alles schwarz oder weiß. Kompromisse in vieler Hinsicht sind ihr fremd
- Alle Freunde (bis auf zwei) haben sich von uns abgewandt. Ihnen ist meine Frau zu extrem geworden und sie lassen sich kein schlechtes Gewissen machen und sich keine politische Auffassung "aufdrücken"
- Meine Frau ist eine grandiose Schauspielerin und setzt viele verschiedene Masken auf (hat sie selber von sich gesagt). Ich weiß gar nicht mehr, welches davon meine Frau ist
- Sie isoliert mich von meiner Familie (Vater, Schwester, Mutter, Stiefmutter) und macht diese schlecht. Sie sagt wörtlich "es ist jetzt gut, dass ich mit deiner schei... Familie nichts mehr zu tun habe".
- Sie stellt sich auf einen hohen Sockel. Sie ist die beste Mutter, sie kocht das beste Essen, sie rettet mit ihrem Verhalten die Welt
- Es herrscht kein Begegnen auf Augenhöhe. Sie setzt sich immer durch, versucht mich ständig zu beeinflussen und hat immer etwas an mir auszusetzen.
Ihre Gründe:
- Finanzieller Druck (wir kommen mit Haus und zwei Kindern und mir als Alleinverdiener gerade so über die Runden. Da ich aber öfter arbeitslos war durch meine Krankheit, herrscht finanzieller Druck)
- Sie empfindet nicht genug Anerkennung für ihre Arbeit im Haushalt und mit den Kindern (von mir und von der "Gesellschaft") Die Gesellschaft "bestraft" sie, weil sie sich entschieden hat, 3,5 Jahre Mutter zu sein und nicht zu arbeiten
- Sie empfindet, dass wir nicht auf Augenhöhe sind, weil sie das Hausmütterchen ist und ich das Geld verdiene (dabei war es ihr Wunsch)
- Meine Krankheit ist sehr belastend und sie schämt sich dafür. Z.B. wenn sie bei Besuch ihrer Eltern oder Ausflügen sagen muss, dass ich nicht mitkommen, da es mit nicht gut geht
- Belastung durch Wohnsituation (wir haben Ärger mit den Nachbarn, da diese sich über Kinderlärm beschweren. Meine Frau erlaubt den Kinder völlige Freiheit und lässt sie spielen und laut sein, wie sie wollen. Zudem macht der Wohneigentum ihrer Meinung nach unfrei und bedingt eine hohe Verantwortung)
- Überforderung durch immens hohe Verantwortung als Mutter
- Ständiger Schlafmangel, da unser kleiner Sohn die ersten zwei Jahre sehr krank war und nahezu jede Nacht durchgeschrien hat.
Mit diesen unterschiedlichen Punkten sollte es nun in die Paartherapie gehen.
to be continued... (ich schreibe demnächst weiter)