Zitat von thegirlnextdoor: Für mich klingt der TE emotional extrem fordernd, anstrengend, grenzüberschreitend. An vielen Stellen.
Ja, das schätze ich auch so ein. Wenn Jemand immer nur Ansprüche und unerfüllte Wünsche an den Partner adressiert, was auch nonverbal durchaus stattfindet, der stellt Ansprüche und Forderungen, die der andere in der Art und Weise nicht erfüllen kann und will.
Die Partnerin empfindet Druck und Druck wiederum muss abgebaut werden. Entweder auf aggressive Art und Weise (wenn ich Jemandem sage, ich vermisse Dich nicht, ist das auch ein Akt von Aggression) oder eben durch Rückzug, den der bedürftige Partner als Kaltstellen empfindet.
Dabei hat er es selbst mir heraufbeschworen.
Es ist legititim, an eine Beziehung und den Partner Ansprüche zu stellen, aber mir muss auch klar sein, dass das Gegenüber keine Wunscherfüllungsmaschine ist, weil ihn das überfordert.
Die Botschaft des TE ist: Bitte, bitte, gib mir doch Liebe und noch mehr Liebe und dann noch viel mehr Liebe, damit ich mich gut fühle.
Dass das bei der Partnerin auf Ablehnung stösst, ist auch klar.
Allerdings geht sie auch nicht sehr zartfühlend mit ihm um. Es ist schon eine Hausnummer, Jemanden mitzuteilen, ich empfinde keine Sehnsucht nach Dir. Aber es ist jedenfalls ehrlich, wenn auch schonungslos.
Die Beziehung ist ja jetzt schon runtergewirtschaftet. Calvin hat es verspielt mit seiner Bedürftigkeit und sie ist auch nicht eben zartfühlend und rücksichtsvoll.
Jeder sucht sich den Partner, den er braucht und da spricht das Unterbewusstsein das große Wort. Also braucht man auch nicht zu jammern, wenn der Andere nicht so ist, wie man es sich vorstellt. Er kam ja nicht so zufällig in das eigene Leben.
Und dass nach den ersten drei bis sechs Monaten der Glanzlack allmählich ab ist, ist auch klar. Da entscheidet sich dann meist erst, wo die Reise hingeht.