tobi2017
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Ich möchte meine Geschichte mit euch teilen und sie niederschreiben. Vielen Dank vorab die sich meinen Text durchlesen!
Ich habe letztes Jahr eine Frau beim Sport kennengelernt. Sie ging beim Erstkontakt auf mich zu und zeigte sich an mir sehr interessiert. Sie ist ein sehr offener Mensch, hübsch und hatte vor allem ein tolles lächeln und Ausstrahlung.
Ich denke wir beide fanden uns sympathisch und nachdem wir uns an dem Tag unterhielten war ich von ihr angetan. Sie war dann nach unseren ersten Treffen in den Sommerferien bei ihr zu Hause was 1h von meinen Wohnort liegt. Wir befreundeten uns auf den sozialen Medien und sie nahm Kontakt zu mir auf. Wir chatteten ein paar mal. Ich ergriff dann die Initiative und lud sie auf ein Treffen ein. Das Date kam zustande, auch wenn ich dabei ein bisschen ein komisches Bauchgefühl hatte. Warum weiß ich auch nicht so genau. Ich fuhr 1h zu ihr und wir machten eine Wanderung. Das Date verlief, naja, sagen wir mal ernüchternd. Sie war mit den Kopf irgendwie nicht ganz bei der Sache. Stellte mir jedoch persönliche Fragen wie: ob ich eine Freundin habe, erzählte mir wie ihre Vorstellung von einer Beziehung aussieht usw.
Nach dem Date verabschiedeten wir uns und sie warf ein zweites Treffen in den Raum für nächste Woche. Was ich bejahte. Das treffen kam jedoch nicht zustande, da sie zeitlich (anscheinend) so reserviert war.
Naja ich hakte die Sache ab und versuchte mich Gedanklich davon zu distanzieren. Traf andere Frauen um mich abzulenken.
Sie meldete sich jedoch ab und zu bei mir. z.B. dass ich mich doch öfter bei ihr melden sollte, da wir uns sicher bald treffen werden (mit kuss smiley)
Naja unser Kontakt wurde deshalb wieder regelmäßiger und wir schrieben ab und zu.
Als sie wieder vom Urlaub zurück war und wir näher beianander wohnten trafen wir uns wieder gelegentlich. Gingen was trinken, spazieren usw.
Nach diesen treffen war der Kontakt wieder schöner mit ihr. Wir führten gute Gespräche und ich dachte irgendwie dass die Chemie zwischen uns doch stimmte. Es kam dann auch zum kuss.
Nach 4-5 Wochen kam dann wieder ein Rückzug ihrerseits. Sie schrieb mir, dass Sie Prüfungsstress hat und Sie deshalb im moment einfach nicht sie selbst ist und Sie möchte sich so aufgewühlt nicht treffen.
Dieses Verhalten gab mir wieder zu denken und ich stellte alles in Frage was bisher war. Ich versuchte jedoch cool zu bleiben und es so hinzunehmen wie es ist. Mich gedanklich nicht zermürben.
Sie zog sich bewusst zurück. Ich ließ es gewähren, nahm weniger Kontakt auf ließ den Kontakt jedoch nicht auslaufen.
Nach etwas über 2 wochen meldete Sie sich wieder und schlug ein treffen vor.
Ich willigte ein und wir trafen uns bei mir. Sie erzählte dann im laufe des Gesprächs, dass sie gemerkt hat, dass sie Gefühle für mich entwickelt hat aber noch nicht genau weiß ob Sie eine Beziehung mit mir möchte und sie Zeit gebraucht habe. Sie wollte die Meinung von mir hören wie es mir geht und wie ich es sehe.
Ich teilte ihr mit, dass ich gerne Zeit mit ihr verbringe und mich mit ihr gerne unterhalte (ich sagte ihr aber nicht, dass ich eigentlich bereits in ihr verliebt war, da ich Angst hatte, dadurch Druck auszuüben)
Für mich war aber klar, dass dieser Rückzug kein guten Anzeichen war. Ich versuchte wieder meine Erwartungshaltung zurückzuschrauben und dachte nicht, dass der Kontakt enger würde. Eher dass eventuell etwas lockeres zwischen uns entsteht. Ich nahm deshalb Gedanklich auch etwas Abstand da ich erst überlegen musste ob dies für mich selbst okay ist und ich damit umgehen kann.
Nach diesem Gespräch wurde es zwischen uns jedoch immer enger. Die Kontaktaufnahme kam mehr von ihr. Zeigte sich interesssiert. Wir unternahmen viel, auch Se**ell und wir trafen uns öfters.
Die Zeit war für ein Monat sehr schön, es wurde immer intimer und ich spürte auch, dass sie mich vermisste und sie an mich dachte. Sie stellte mich ihren Eltern vor und ich ihr meine. Wir waren dann ein Paar.
Bis ich dann doch wieder bei ihr merkte, dass etwas nicht passte. Sie äußerte dann wieder,dass zu viel Nähe nicht gut für die Beziehung ist da ansonsten zu viel Routine einkehrt usw. Die treffen waren damals im Schnitt 2-3x wöchentlich. Für mich fühlte dich das gut an. Ihre Aussage verunsicherte mich aber. Ich bemerkte auch, dass ich mehr treffen vorschlug als Sie. Ich war eher immer der Typ der Nägel mit Köpfe machte im Bezug auf Treffen. Sie schlug desöfteren etwas vor, wollte dann jedoch nie etwas fixieren. Ihr spruch war dann immer: schauen wir mal.
Ich merkte auch, dass Sie sich nicht mehr so gegenüber mir öffnete. Sie war niedergeschlagen in sich gekehrt und war nicht mehr bereit intime Gespräche zu führen. Sie äußerte, dass Sie Probleme hat sich fallen zu lassen und sie in sich viel mehr Liebe hat, diese jedoch mir nicht geben kann. irgendetwas haltet sie davon ab. Dies sei aber nicht nur bei mir so, sondern auch bei ihren Ex mit dem Sie ein Jahr zusammen war.
Ich wurde dann immer mehr verunsichert. Ich habe Probleme mit Verlustängste, da ich mich teilweise nicht als Liebenswert erachte und ich mit mir selber oft streng ins Gericht gehe und manche Charakterzüge an mir nicht so schätze. Mir ging es deshalb nicht gut.
Ich teilte ihr dies auch so in diesem Zeitraum mit.
Sie hatte zudem Familiäre Probleme und sagte mir, dass es Zuhause momentan auch sehr sehr belastend ist, sie mich da jedoch nicht belasten möchte.
Der Kontakt wurde zunehmend flacher weniger liebevoller, vor allem auf ihrer Seite.
Nach 2 Wochen beendete Sie die Beziehung mit der Aussage, dass Sie zwar Gefühle für mich hat, diese jedoch mit der Zeit nicht intensiver geworden sind. Sie hat mittlerweile nicht mehr das Bedürfnis mit mir Zeit exklusiv zu verbringen und sich mit mir zu unterhalten. Ich hätte vielleicht ein "bisschen mehr A. sein können", meinte Sie.
Ich war in dem Moment sehr traurig und wollte es auch nicht wahrhaben.
Ich wollte mich nach der Trennung bei ihr nicht mehr melden, da ich einfach innerlich spürte, dass kämpfen kein Sinn hatte. Ich war immer verständnissvoll, glaubte Sie hat Bindungsprobleme. Probleme sich auf jemand einzulassen. Ich nahm meine Bedürfnisse in der Beziehung immer ein Stück weit zurück und machte mir um ihr (leider zu oft) sehr viele Gedanken.
Nach ein paar Wochen hörte ich von einen Bekannten, dass Sie sich desöfteren mit einen anderen Mann trifft dem Sie in einen Praktikum kennen gelernt hat. Sie führt nun mit ihm eine Beziehung (wie ich annheme), schläft bei ihm desöfteren und unternimmt viel mit ihm. Das hat mir noch ein zweites Mal den Boden unter die Füße gerissen. Es gab zwar immer wieder Probleme, jedoch als Sie sich zurückgezogen hat kamen immer wieder im anschluss Bemühungen ihrerseits. Sie machte mir Hoffnungen und ich war in Sie verliebt. Ich hoffte, dass wir mit der Zeit eine stabile Beziehung aufbauen hätten können.
Nun zu wissen, dass Sie einen anderen Mann sofort oder vielleicht schon in der Zeit während wir noch zusammen waren, getroffen hat und mit ihm in Kontakt war verletzt mich sehr. Anscheinend hat Sie beim anderen Mann keine Probleme, die bei uns entstanden sind. Ich stecke momentan in einer sehr Tiefen Lebenskriese. Sie war für mich ein besonderer Mensch. Solche Gefühle die ich für sie empfand hatte ich noch nie im Leben. Ich arbeite nun mit einen Psychotherapeuten bezüglich meiner Verlustangst. Ich versuche nun meine Probleme anzugehen um mich selbst weiterzuentwickeln. Sie hat natürlich auch durch ihre Familären Probleme einige Themenfelder. Sie ist z.B. der Meinung dass der Mann über der Frau stehen sollte. Ansonsten entstehen solche Probleme wie bei ihren Eltern. Der Mann soll die Frau nicht zu sehr unterstützen, da ansonsten die Frau ihre Autonomie verliert und deshlab mit der Zeit die Wertschätzung dahingehend verliert.
Sie hat in Beziehung ein großes Selbstbewusstsein und kennt ihren Wert. Dies ist bei mir leider nicht so ausgeprägt. Durch ihr Ja, Nein, Jein Verhalten hat sie mich nur mehr verunsichert. Sie sagte mir Sie weiß nicht was Sie in ihren Leben will. Sie müsse sich noch selbst entdecken. Kennt ihr Werte noch nicht. Sie zeigte sich mir gegenüber immer unentschlossen. Konnte mir nie genau Sagen was Sie will.
Nun hat Sie sich für einen anderen Mann entschieden. Ich verstehe zwar nicht was sie in ihm sieht. Was er hat, was ich nicht habe.
Ich mache mir selbst sehr viele Vorwürfe und weiß noch nicht wie ich damit klarkommen soll.
Das ganze ist jetzt 3 Monate her. Ich kann jedoch nicht damit abschließen.Falle immer wieder in einen Loch. Ich habe momentan wenig zuversicht, dass ich das verarbeiten werde.
Hat jemand von euch bereits das selbe erlebt? Wie seit ihr damit Umgegangen?