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Kämpfen oder gehen?

paulaner

paulaner


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Zitat von SonneMond:
Ich werde auch das persönliche Gespräch mit seiner Familie suchen, um ihnen von Angesicht zu Angesicht zu sagen, welche Grenzen sie bei mir überschritten haben.

Ich persönlich finde, dass du das evtl. erstmal hinten anstellen könntest. Das wird nämlich sicherlich nicht FRiede, Freude, Eierkuchen. Damit solltest du dich jetzt nicht zusätzlich belasten. Außerdem sehe ich das auch eher als seine Aufgabe, da mal aufzuräumen.

Aber ansonsten klingt das alles doch echt vielversprechend!
Daumen drück...

14.01.2022 21:15 • x 5 #91


ElGatoRojo

ElGatoRojo


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Zitat von SonneMond:
ihm dies zu verzeihen. Dafür gibt er mir alle Zeit der Welt, sei es ein halbes Jahr oder ein Jahr.

Toll - des sagt er dir jetzt, damit du ihm erhalten bleibsat. Vorerst. Im Grunde habt ihr ganz andere Baustellen als diese alberne Poussirerei, die du zum Anlass der vorübergehenden Trnnung gemacht hast. Das kann nur der Tropfen gwesen sein, der das Fass zum Überlaufen brachte - in seiner Bedeutung weit weniger graviernd wie seine Familie und das Verhalten bei den Geburten.

15.01.2022 00:03 • x 2 #92



Kämpfen oder gehen?

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SonneMond


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Es berührt mich wirklich sehr, dass ihr mir die Daumen drückt und ebenfalls an den Fortbestand unserer Ehe und Familie glaubt! Dieses Wissen tut sehr gut und gibt mir Kraft. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so einen Kampfwillen in mir trage, als ob ich aus einem Tiefschlaf erwacht bin. Ich blicke wirklich mit Zuversicht in die Zukunft.
Die Aussprache mit seiner Familie werde ich erst später in Angriff nehmen. Ich muss mich zunächst auf meine Ehe konzentrieren und darauf, meine Wunden heilen zu lassen und meinem Mann zu verzeihen, allen voran der Vertrauensbruch, aber auch das Unverarbeitete. Erst wenn ich im Inneren wieder die Kraftvolle bin, kann ich auch mit Stärke diese Angelegenheit angehen. Sie wird nicht einfach sein. Das ist mir bewusst. Aber es muss sein. Und ich werde alles sagen, ungeachtet der Reaktionen und der Gefühle der anderen, da ja auch nie auf mich Rücksicht genommen wurde. Ich möchte keinen Groll in meinem Herzen tragen, sondern zu meinem alten Ich zurückfinden, das strahlende und glückliche Ich. Ich möchte mein Lachen und meine Umbeschwertheit wiederfinden und mich nicht wegen anderen grämen. Und das gelingt mir nur, wenn ich mal wirklich auf den Tisch haue. Die Reaktion der Schwiegermutter auf unsere räumliche Trennung befeuert mich umso mehr darin, für meine Ehe und Familie zu kämpfen und ihr die Stirn zu bieten. Mein Mann hat mir seine Unterstützung und seine Loyalität auch in diesem Falle zugesichert. Er hat mir versprochen, sich in allem zu ändern und an sich zu arbeiten, sprich auch sein Verhalten mir gegenüber und das Einhalt gebieten gegenüber seiner Stammfamilie. Versprechungen sind einfach gemacht, ich weiß, aber ich glaube, dass dadurch, dass wir ausgezogen sind, ihm die Augen geöffnet wurden, was er an uns hatte und dass langfristige Veränderungen erforderlich sind. Warum nicht eine Chance geben und hoffen anstatt das Handtuch zu schmeißen?
Aber ein Schritt nach dem anderen. Erst einmal muss ich Kraft sammeln, meine Ärmel hochkrempeln und mich das Wesentliche konzentrieren.
Ich werde euch auf jeden Fall irgendwann ein Update geben.
Ich wünsche euch bis dahin alles Gute!

15.01.2022 00:18 • x 3 #93


Heffalump

Heffalump


20202
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Zitat von SonneMond:
Ich werde euch auf jeden Fall irgendwann ein Update geben.

Drück dir die Daumen, das alles so glatt geht, aber auch dein Mann hat sein Fahrwasser und ob sich das so leicht wechseln und durchhalten lässt, ist noch in weiter Ferne.

15.01.2022 05:03 • x 1 #94


Yoda563


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Wir sehen alle nicht genau rein in deine Situation, deswegen musst du selbst entscheiden, was passt.
Jetzt meine Beobachtung: Das Verhalten deines Mannes (beleidigen, anschreien) ist verbale Gewalt. Das hat sich offenbar über die Jahre eingeprägt bei euch. Er wird laut, du duckst dich weg. Die Dimension seines Verhaltens kennst nur du genau.
Das ist eine Atmosphäre, die Kindern schadet. Sie lernen, dass das normales Verhalten ist, benehmen sich später selbst so oder lassen es mit sich machen. Abgesehen von dem Stress, dem sie damit ausgesetzt sind.
Für mich wäre Voraussetzung für eine Fortsetzung der Ehe, dass er diese Dinge für sich therapeutisch bearbeitet mit dem Ziel, seine Aggressionen in den Griff zu kriegen. Das ist seine Baustelle.
Sicher kannst du für dich auch viel lernen in einer Therapie/Kur, für dich einzustehen. Ändern muss aber v.a. er sich.
Aus welchem Grund ist für dich die emotionale Affäre gewichtiger als dieses Verhalten von ihm?

15.01.2022 08:21 • x 3 #95


Timeconsumption

Timeconsumption


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Zitat von Yoda563:
Wir sehen alle nicht genau rein in deine Situation, deswegen musst du selbst entscheiden, was passt. Jetzt meine Beobachtung: Das Verhalten deines ...

Danke! Genau meine Gedanken.

Aber offensichtlich war die Affäre des Mannes schlimmer, als sein Verhalten ihr gegenüber. Ich kann verstehen, dass man an das Gute im Menschen glauben will. Aber ein Mann, der mich vor den Ohren meiner Kinder beleidigt, könnte danach noch so viel Reue schwören, für mich hätte es sich erledigt. Einfach weil ich Verantwortung für meine Kinder trage, dass diese in einem bestmöglichen Verhältnis aufwachsen. Dass sie mal Streit mitbekommen, okay. Das kennen sie aus dem Kiga/Schule ja selbst. Aber ein Vater, der lieber säuft, statt zu Hause zu sein und die Mutter anschreit und beleidigt, wenn er denn mal zu Hause ist, würde mir nicht mehr ins Haus kommen. Da wäre die emotionale Affäre nur noch der Beweis, dass wir ihm gänzlich egal sind.

15.01.2022 09:22 • x 1 #96


SonneMond


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Vielleicht habe ich es nicht so ganz verdeutlichen können. Im Grunde genommen gibt es für mich keine Gewichtung. Die emotionale Affäre hat mich nur wach gerüttelt, nicht mehr alles hinzunehmen und all die Punkte, die mich gestört haben zur Sprache zu bringen und aktiv dagegen vorzugehen. Das Verzeihen der Affäre sollte der Anfang des langen Prozesses sein, an uns beiden zu arbeiten. Wenn ich zurückblicke, kann ich sagen, dass das Verhalten meines Mannes erst mit der zunehmenden Belastung und Verantwortung so geworden ist, was ganz sicher, ganz sicher keine Entschuldigung ist. Die Schwierigkeiten in der Zeit, in der wir keine Kinder hatten, lagen lediglich in den Bereichen Eifersucht und der Intensität des Bezuges zu seiner Stammfamilie. Wir möchten jetzt das Ganze als Chance sehen, uns zu verändern und das beim anderen wiederzuentdecken, in das wir uns damals verliebt haben. Ich bin jedoch realistisch genug, zu sagen, wenn es nicht klappen sollte und wir wieder in die toxischen Muster verfallen, getrennte Wege zu gehen, einfach auch um unsere Kinder zu schützen. Aber wir lieben uns und darauf vertraue ich jetzt.

15.01.2022 14:07 • x 3 #97


PrinceErik

PrinceErik


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Zitat von Heffalump:
Die Art von Eifersucht, die sich beim ihm ausgeprägt hat, ist ein Zeichen von geringem Selbstwert.

Bei ihr doch genauso... Trennung/Scheidung aufgrund seiner Emotionalen Affaire, die sich als 4 Wochen Kumpelgespräche mit der netten Kollegin entpuppt... Holly *beep*! Wie bei den Mormonen...

Ich persönlich finde die Geschichte übrigens nochmal verstörender, wenn man das junge Alter der Eheleute bedenkt, die sich in einem absolut unangenehm konservativ-spießigen Goldenen Käfig eingeschweißt haben und sich nun über den vorraussehbaren Lagerkoller wundern. Schaurig, diese Ehe.... Bah.

15.01.2022 16:02 • x 1 #98


PrinceErik

PrinceErik


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@SonneMond Einfach zur Eheberatung und wieder Mensch werden, statt dem Ideal vom fügsamen Eheroboter hinterher zu hecheln.

Du hast hier viele gute Anregungen erhalten, daher hoffe ich, dass es fruchtet.

Alles gute Dir und deiner jungen Familie!

15.01.2022 16:04 • x 1 #99


SonneMond


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Nun, ich muss mich nicht für meine Ehe und meine Werte rechtfertigen. Ich habe mich nur so derart geöffnet, weil ich mir Hilfe und Ratschläge erhofft habe, die ich glücklicherweise auch erhalten habe. Ich nehme gerne Kritik an und manche harte Formulierungen haben mir auch die Augen geöffnet.
@PrinceErik: Menschen sind verschieden und ihre Ansichten von Liebe, Beziehung und Ehe auch. Man kann die Meinung immer frei äußern, aber so, dass es den anderen nicht abwertet. Ich sammle gerade Kraft, um wieder zu mich und zu meinem Glück zu finden. So etwas raubt einen Energie, gerade in dieser Phase. Daher werde ich es an mir abprallen lassen.
Ich danke allen, die mir bis hierhin so geholfen haben.
Ich werde dann erst wieder reinschauen und ein Update geben, wenn ich mein Leben sortiert habe.
Alles Gute euch allen!

15.01.2022 16:22 • x 3 #100


PrinceErik

PrinceErik


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@SonneMond Tut mir leid, wenn Du Dich beleidigt fühlst, war nicht so gemeint. Eure Ehe wäre für mich und viele andere Menschen nunmal die ultimative Hölle, das darf ich im Rahmen der Meinungsfreiheit doch wohl äussern? Nichts für ungut und alles Gute Euch!

15.01.2022 16:29 • x 1 #101


SonneMond


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Nein, so empfindlich bin ich nicht. Ich habe schon nachvollziehen können, was du zu unserer Ehe gesagt hast und das war ja auch alles im Rahmen. Ich bin immer offen für andere Meinungen und gehe nicht direkt in Angriff über. Nur der letzte Satz bei deinem ersten Post musste nicht unbedingt sein. Das hatte einen etwas abwertenden Beigeschmack.
Aber nett, dass du dich entschuldigt hast. Worte können einen manchmal treffen, obwohl der andere es in dem Moment nicht beabsichtigt hat.

15.01.2022 16:34 • x 2 #102


PrinceErik

PrinceErik


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Zitat von SonneMond:
Nein, so empfindlich bin ich nicht. Ich habe schon nachvollziehen können, was du zu unserer Ehe gesagt hast und das war ja auch alles im Rahmen. Ich ...

OK, war echt nicht abwertend gemeint. Ich bin ein Schandmaul und unterschätze manchmal die Wirkung des geschriebenen Wortes *weiße Fahne schwenk*

15.01.2022 16:38 • x 1 #103


SonneMond


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Alles gut. Schon verziehen und vergessen️

15.01.2022 16:40 • x 1 #104


PrinceErik

PrinceErik


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@SonneMond Cool!

15.01.2022 16:41 • x 1 #105



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