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Kann Affäre meines Mannes nicht verarbeiten

Butterblume63


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Zitat von Notperfect:
Ich glaube auch, dass das meistens Hand in Hand geht. In einer psychischen Ausnahmesituation ist es tatsächlich schwer, seine Gedanken in die ...

Konnte dir geholfen werden? Und,wenn ja wie ie lange hat der Prozess gedauert?

26.05.2021 13:15 • #391


Notperfect

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Zitat von kuddel7591:
..weil ein (sich) "hineinsteigern in etwas" keinen Sinn macht.

Korrekt. Aber gefährlich wird es nicht dadurch, dass man dem Ganzen einen Namen gibt.

26.05.2021 13:24 • #392



Kann Affäre meines Mannes nicht verarbeiten

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Notperfect

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Zitat von kuddel7591:
Wie bereits erwähnt - eine Lebenskrise ist NICHT unbedingt mit etwas Krankhaften verbunden,
erst recht nicht mit einem Trauma. Lebenskrisen SIND, bzw. KÖNNEN psychische Ausnahme-Situationen sein, die NICHT zwangsläufig psycho-therapeutischer Behandlungen bedürfen. Und
die Diagnostik erstellen Profis, ob es sich ggf. um eine psychische Erkrankung handelt oder nicht.


Nichts davon habe ich behauptet.

26.05.2021 13:26 • #393


Notperfect

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Zitat von Butterblume63:
Konnte dir geholfen werden? Und,wenn ja wie ie lange hat der Prozess gedauert?

Also ja, ich würde sagen, ich habe mir geholfen Ich habe viel Fachliteratur gelesen, viel getan von dem, was da geraten wurde. Aber das war wirklich ein langer Prozess. Ich schätze, dass mich das mehrere Monate beschäftigt hat.

Irgendwann bin ich dann morgens aufgewacht und bemerkte, dass ich alle Fragen gestellt hatte und mich wirklich keine einzige Antwort davon weiter gebracht hatte. Es blieb ein Vertrauensbruch, der nicht besser oder weniger schlimm wird, in dem mein Mann dafür Begründungen fand. Nach einer Zeit bemerkte ich auch, dass die Antworten unklarer wurde, er hatte tatsächlich in der Zwischenzeit Details vergessen. Woran er sich aber immer genau erinnern konnte, waren unsere Details.

Und dann kam ich also zur alles entscheidenden Frage an meinen Mann: glaubst du heute an uns uns möchtest du wirklich hier bei mir sein, weil du mich liebst oder bist du hier, weil eine Trennung so umständlich wäre? Er hat darauf geantwortet und ich habe gemerkt, dass seine Entscheidung für uns aus tiefstem Herzen kommt. Damit war meine Entscheidung auch klar. Ich wollte uns ja immer noch, aber ich fand vorher einfach keinen Abschluss.

26.05.2021 13:34 • x 4 #394


Isely

Isely


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Zitat von bifi07:
Zwei Wochen hab ich das ausgehalten, danach ging nichts mehr. Von ihm kam nichts, eher hat er an Sie gedacht, und ich wusste nicht, wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll. Es war die Hölle!


Das ist auch etwas völlig anderes.
Wenn man den anderen schon überreden muss , gar betteln muss zu bleiben oder die Sache wird völlig vertuscht , abgetan, und so Halbgar bleibt man noch ein Weilchen.
Da wäre ich auch weg. Keine Chance, das wäre vorbei, täte ich mir nicht an und kann da auch nur dringend von abraten. Da weitere Versuche zu starten.

Das trifft hier aber nicht zu.

26.05.2021 13:37 • x 1 #395


Isely

Isely


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Zitat von Notperfect:
Und dann kam ich also zur alles entscheidenden Frage an meinen Mann: glaubst du heute an uns uns möchtest du wirklich hier bei mir sein, weil du mich liebst oder bist du hier, weil eine Trennung so umständlich wäre? Er hat darauf geantwortet und ich habe gemerkt, dass seine Entscheidung für uns aus tiefstem Herzen kommt. Damit war meine Entscheidung auch klar. Ich wollte uns ja immer noch, aber ich fand vorher einfach keinen Abschluss.


Ja so sollte es dann sein.
Alles gesagt, alles durchlebt, für und wieder abgewogen, auf seine Taten schauend.
Dann weiss man schon ob es auf tiefsten Herzen kommt.

So ähnlich war es auch bei mir.

26.05.2021 13:40 • x 2 #396


Notperfect

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Zitat von Isely:
Ja so sollte es dann sein. Alles gesagt, alles durchlebt, für und wieder abgewogen, auf seine Taten schauend. Dann weiss man schon ob es auf ...

Und seitdem lasse ich es auch gut sein. Manchmal flackert noch mal eine kurze Erinnerung auf und dann schiebe ich sie weg und lebe wieder im hier und jetzt und genieße, dass mein Mann mit seinen Gedanken wieder ausschließlich bei mir ist. Und es fühlt sich schön an.

Vielleicht ist das bei dir auch ähnlich, Isely.

26.05.2021 13:44 • x 3 #397


Isely

Isely


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Zitat von Notperfect:
Vielleicht ist das bei dir auch ähnlich, Isely.


Ja das ist nicht nur ähnlich , sondern ganz genauso.

26.05.2021 14:03 • x 3 #398


Notperfect

Notperfect


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Zitat von Isely:
Ja das ist nicht nur ähnlich , sondern ganz genauso.

26.05.2021 14:10 • x 1 #399


Notperfect

Notperfect


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Zitat von kuddel7591:
Wie bereits erwähnt - eine Lebenskrise ist NICHT unbedingt mit etwas Krankhaften verbunden,
erst recht nicht mit einem Trauma. Lebenskrisen SIND, bzw. KÖNNEN psychische Ausnahme-Situationen sein, die NICHT zwangsläufig psycho-therapeutischer Behandlungen bedürfen. Und
die Diagnostik erstellen Profis, ob es sich ggf. um eine psychische Erkrankung handelt oder nicht.

Wenn du vllt. auf das PTBS hinaus willst - damit wird heute fast jede psychische Auffälligkeit belegt. Aber nicht jedes negative Ereignis hat posttraumatische Folgen...und auch nicht auf
jeden Mensch zutreffend

Das stammt nicht von mir...das sagte ein angesehener deutscher Psychiater im Rahmen einer Tagung vor mehr als 800 an Krebs erkrankten Menschen

Die TE ist nicht eines Morgens aufgewacht und fand sich dann durch ihre Grübelei in einer Lebenskrise wieder. Sondern sie wurde psychisch verletzt und das nennt sich Trauma, ob dir das passt oder nicht. Nicht jedes Trauma zieht eine Krankheit nach sich, oder muss therapiert werden.

Nicht jede Lebenskrise wurde durch ein Trauma ausgelöst, hat aber daher mit diesem Thema überhaupt nichts zu tun.

Dauergegrübel über einen langen Zeitraum, kann krankhaft sein, muss es aber nicht. Wie dem auch sei, Elisa69 empfindet das als Belastung und möchte Hilfe, weil sie sich weiterhin verletzt fühlt, wie sie in ihrem ersten Beitrag schrieb.

26.05.2021 14:16 • x 4 #400


bifi07

bifi07


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Zitat von Isely:
Das ist auch etwas völlig anderes. Wenn man den anderen schon überreden muss , gar betteln muss zu bleiben oder die Sache wird völlig vertuscht , ...

Nein, das wollte ich damit auch nicht sagen.
Zudem hab ich leider erst zu spät gesehen, wie viele Beiträge es schon gegeben hat.

26.05.2021 14:35 • x 2 #401


kuddel7591

kuddel7591


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Zitat von Notperfect:
Die TE ist nicht eines Morgens aufgewacht und fand sich dann durch ihre Grübelei in einer Lebenskrise wieder. Sondern sie wurde psychisch verletzt und das nennt sich Trauma, ob dir das passt oder nicht. Nicht jedes Trauma zieht eine Krankheit nach sich, oder muss therapiert werden. Nicht jede Lebenskrise wurde durch ...

Lebenskrise KANN zum Trauma werden - NICHT Trauma zu einer Lebenskrise. Es muss erst ein Ereignis vorliegen, was eine Lebenskrise auslöst...und sich DANN zu einem Trauma entwickeln
kann.
Zum besseren Verständnis - ich habe diese Dinge am eigenen Leibe erfahren müssen. Und "mein"
Ereignis war eine heftige lebensgefährliche gesundheitliche Episode, weshalb ich mich in die jeweiligen Behandlungen von Profis begeben habe. Also - Ereignis...Lebenskrise...Trauma.

Mich stört diese permanente Verwendung extrem(st)er Begrifflichkeiten. Und ein Trauma ist z. B. ein solcher Begriff. Sich jetzt über solche Begrifflichkeiten auszutauschen, hilft der TE wie viel - gar nicht.

Und die jetzige Lebenskrise der TE - da muss ihr nicht noch eingeredet werden, dass es sich gleich um ein Trauma handelt. Eine Lebenskrise KANN sich zu einem Trauma entwickeln - so sagt das
jeder Profi. Und Traumata sind behandlungsbedürftig.... durch Profis.
Es wäre also GUT, dass Frau/Mann den Profis eine Diagnostik überlässt....und als Laie NICHT versucht, evtl. Betroffenen eine "Fern-Diagnose" zu stellen.

Auch der TE ist NICHT damit gedient, ihre Situation noch weiter zu dramatisieren, als sie ohnehin schon ist.

26.05.2021 14:41 • x 2 #402


BernhardQXY


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Da unser Kuddel gerne eigene Definitionen verwendet, hier die Definition:
Traumatisierende Ereignisse können beispielsweise Naturkatastrophen, Kriege, Geiselnahmen, Vergewaltigungen oder Unfälle mit drohenden ernsthaften Verletzungen sein.[4] Sowie außerdem zum Beispiel Kriegserlebnisse, Entführungen, Terroranschläge, Folter, Lagerhaft, politische Haft oder gewalttätige Angriffe auf die eigene Person.[5] Diese Ereignisse können in einem Menschen extremen Stress auslösen und Gefühle der Hilflosigkeit oder des Entsetzens erzeugen. Die hierdurch im Menschen hervorgerufene Angst- und Stressspannung kann bei der Mehrzahl der Betroffenen wieder von alleine abklingen, wobei sich auch bei diesen Menschen das Verhalten ändert. Die Überwindung des Traumas hat sie wachsen lassen. Richard G. Tedeschi und Lawrence G. Calhoun haben dafür den Begriff posttraumatisches Wachstum (englisch posttraumatic growth) definiert.[6] In besonderen Fällen jedoch, wenn diese erhöhte Stressspannung über längere Zeit bestehen bleibt und es keine Möglichkeit gibt, die Erlebnisse adäquat zu verarbeiten, kann es zur Ausbildung von teils intensiven psychischen Symptomen kommen. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen kommt somit zu der schmerzlichen Erinnerung noch ein psychisches Krankheitsbild hinzu, welches zusätzliches Leid verursacht. Das bekannteste dieser Krankheitsbilder ist die sogenannte posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Aber auch andere Krankheitsbilder können nach Traumatisierungen auftreten.

In der Alltagssprache kam es zu einer inflationären Verwendung des Begriffes, und häufig wird der Begriff des Traumas in Zusammenhang mit allen besonders negativen oder leidvollen Erfahrungen verwendet. In der medizinischen oder psychologischen Fachliteratur ist dieser Begriff jedoch wesentlich enger gefasst und bezieht sich ausschließlich auf Ereignisse, die psychische Folgestörungen auslösen könnten.

26.05.2021 14:51 • x 3 #403


Offspring78


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Es liegt eindeutig ein Trauma vor, da die TE seit einem signifikanten Zeitraum nicht in der Lage ist, die Situation für sich zu bewältigen. Wäre jetzt meine Einschätzung.

26.05.2021 14:53 • x 1 #404


Scheol

Scheol


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Zitat von BernhardQXY:
Da unser Kuddel gerne eigene Definitionen verwendet, hier die Definition: Traumatisierende Ereignisse können beispielsweise Naturkatastrophen, Kriege, Geiselnahmen, Vergewaltigungen oder Unfälle mit drohenden ernsthaften Verletzungen sein. Sowie außerdem zum Beispiel Kriegserlebnisse, Entführungen, ...



sorry aber wo hast du diesen Text dem her ?

Ich mag ja deine Texte sehr .

Aber der Text

26.05.2021 15:09 • x 1 #405



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