Gato, ich merke, wie sehr du dich gegen den wissenschaftlichen Gedanken sperrst und Argumente suchst, um die Theorie zu entkräften, dass mütterliche Gefühle zu einem Mann bei einer Frau die L.ust auf ihn killt.
Du stellst es halt nur nicht sonderlich geschickt an, wenn Du es verdrehst in "eine Frau mit Kindern fühlt sich nicht mehr als Frau" oder sie müsse "für das Kind Zeit haben". Das hat hier niemand geschrieben. Und wenn Du aufrichtig wärst, wüsstest Du auch, dass es darum nicht geht.
Du willst offenbar missverstehen.
Und musst Argumente ins Lächerliche ziehen, die auch dem Mann eine Handlungsmöglichkeit für sein eigenes Intimleben eröffnen.
In Deinem Wertekostüm sind Frauen, die 6 verweigern, Machtakteure mit einer Agenda.
Dann sei davon überzeugt und lauf weiter so durchs Leben. Für Dich passt es mir Deiner Frau ja offenbar so.
Aber verhindere doch bitte nicht bei jüngeren Männern, die nicht mit Deiner Frau verheiratet sind, eine Auseinandersetzung mit sozialer Psychoendokrinologie oder anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Diesen wissenschaftlichen Zweig gab es in Deiner Jugend doch noch gar nicht, weil der Zusammenhang zwischen Hormonen, der Entstehung von Gefühlen und Einstellungen und deren Auswirkung auf soziale Interaktion noch nicht untersuchbar war.
Wir sind mittlerweile in Gehirn-, Hormon- und Verhaltensforschung aber viel weiter als "6 ist ein Machtinstrument der Frauen".
Und es sollte Dir zu denken geben, wenn Deine Argumente insbesondere von einer Frau bestätigt werden, die kulturell in strikt patriarchalen Strukturen aufgewachsen ist und viele Jahre eine toxische Ehe auf ihrem Rücken ausgehalten hat.
Indem Du Frauen stets Berechnung aller Handlungen unterstellst und Männer als Opfer weiblicher Willkür ansiehst, überschätzt Du viele Frauen und unterschätzt das Entwicklungspotential vieler Männer. Damit tust Du vor allem Männern keinen Gefallen, weil sie ihr Leben dann nicht selbst führen, sondern dem Wohl und Wehe einer Frau unterstellen.
Aber wenn Du das hier Ernst meinst:
Zitat: Psychologie ist keine exakte Wissenschaft, sondern vornehmlich Meinung
empfehle ich Dir, Dich in die wissenschaftliche Arbeit durch Empirie, Verhaltensforschung, moderne Gehirnscans und Blutbilder in der medizinischen und psychologischen Wissenschaft der letzten 2 Jahrzehnte einzulesen. Seit Freud und Jung (die sich tatsächlich das meiste zusammenfabuliert haben und dabei ihr eigenes Thema mit ihren Müttern zugrunde gelegt haben) hat sich einiges getan. Gerade die Öffnung dieser Wissenschaft für Frauen hat sehr zur Versachlichung der Forschung beigetragen und mit einer ganzen Reihe von ideologiegetriebenen Theorien aufgeräumt.
Du bist herzlich eingeladen, die Theorien von (hier) Kanadischen Wissenschaftlern zu widerlegen. Aber dies gerne sachlich und nicht durch mutwilliges Missverstehen, pauschales Abwerten und Verdrehen der Argumente. Denn dann ist keine Diskussion auf Augenhöhe mit Dir möglich.