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Keine Begeisterung und Lebensfreude

Mr_Eales

Mr_Eales


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Zitat von Roselin:
Aber irgendwie jagt bei mir immer eine Tiefphase die nächste, so das wir in der Therapie garnicht richtig dazu kommen effektiv zu arbeiten, sondern immer nur die akuten Situationen durchsprechen und bereden.


Und da haben wir das Kernproblem. Bei diesen Medikamenten gilt das Schlüssel & Schloss Prinzip. Es muss für jeden das richtige gefunden werden. Da können auch Fehlgriffe dabei sein. Normalerweise wird dann auch mal ein anderes Medikament ausprobiert oder die Dosis gesteigert. Die größte Last muss erstmal genommen werden, dann kommt man in der Psychotherapie auch weiter, weil ein Erfolg stattfand und man sich besser fühlt. Hier würde ich alles nochmal mit den Arzt besprechen.

13.08.2019 09:45 • x 1 #46


Roselin


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Hallo an alle,

ich hab die letzten zwei Tage sehr viel über die Vorschläge und Anmerkungen nachgedacht die ihr alle geschrieben habt.
Danke dafür nochmal an euch alle!

Heute ist leider ein Tag in dem ich mich wieder vollkommen unwohl in meiner Haut fühle, in jeder ruhigen Minute heulen könnte und alles nur grau erscheint ohne meinen ,,Ex-Freund,,......
Ich liege Abends oft wach und spiele in Gedanken alle wunderschönen gemeinsamen Momente wieder und wieder durch, so fühlt es sich an als wäre er irgendwie bei mir....

Aber ich hab mich gestern mal schlau gemacht was das Hundeausführen betrifft.
Ist leider nciht so einfach wie ich es mir vorgestellt habe, aber ich bleibe dran.

Heute gehe ich zu meinem besten Freund und wir machen einen Zocker-Abend mit Pizza und Süßigkeiten.
Morgen geh ich zu einer Freundin, wir kochen zusammen und machen uns einen Mädelsabend, mit ihren Katzen kann ich mich dann auch beschäftigen und ein bisschen schmusen und spielen.
Und am Wochenende fahre ich zu meiner Schwester nach Leipzig, ich hab sie lange nicht gesehen.

Ihr seht, ich versuch mich irgendwie zu beschäftigen.
Leider sieht meine Wohnung nach wie vor aus wie nach einem Bombenangriff, ich kann mich einfach nicht aufraffen das anzupacken und Ordnung zu schaffen.

14.08.2019 13:58 • #47


KGR


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Zitat von Roselin:
Mein bester Freund ist mein vorheriger Exfreund (Trennung November 2018) und er ist auch meine größte Bezugsperson.

Darf ich dich mal fragen, wie das funktioniert? Wie kann jemand, mit dem du vor weniger als einem Jahr noch zusammen warst, jetzt dein "bester Freund" sein, so als wäre nie was gelaufen? Gibt es da keine Verletzungen von der Trennung?

14.08.2019 14:27 • x 1 #48


Tyrox

Tyrox


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Diese Tage und sie Stimmung kenne ich auch. Mein Mitgefühl dafür

Das Muster Rezept dagegen gibt es wohl nicht, zumindest habe ich es noch nicht entdeckt. Was mir immer geholfen hatte war nicht nur das Positive zu sehen, sondern aktiv zu rekapitulieren, was vielleicht nicht so prickelnd war. Und auch wenn ich meine Ex sporadisch doch mal vermisse freue ich mich deshalb auf die Möglichkeit, dass es mit meiner nächsten Beziehung in mancher Hinsicht besser laufen kann

Das Hundeausführen halte ich für eine super Sache! Ich treffe mich aktuell viel mit einer alten Freundin, die einen Hund hat - sie geht jetzt quasi einfach mit uns beiden Gassi

Mir wurde hier der Tipp gegeben, dass es nichts bringt sich zu viel in Aktivitäten zu vergraben - aber ich kann deinen Ansatz absolut nachvollziehen. Meine Monate sind aktuell auch ziemlich voll, da ich erstmal krampfhaft alles mit Plänen vollgeschaufelt hatte. Aber ein gepflegter Zocker Abend klingt ja genial - gute Frags dann

Was die Wohnung angeht - mir hilft immer laute Musik als Motivator! Anlage aufdrehen und loslegen.

14.08.2019 14:49 • x 2 #49


nalea


Liebe Rosalie, ich klebe noch an dem folgenden Zitat:

"Klar kann ich das zuhause, nach einem Tag Budenschwung auch, aber irgendwie bleibt das Ergebnis nicht.
Klingt das komisch, ist zu verstehen was ich meine?"

Vielleicht weiß ich was du meinst. Manchmal geht man Dinge nicht an, weil der Umfang zu groß ist und man gleichzeitig perfektionistisch ist. Die Wohnung ist im Chaos und man weiß nicht wo beginnen, gleichzeitig aber soll auch das Ergebnis perfekt sein. Das ist dermaßen erschlagend, dass es einem alle Kraft raubt. Folgende Möglichkeiten fallen mir ein:

Ein Zimmer in Angriff nehmen. Dabei gleich gucken, ob es zuviel Deko-Artikel und Krimskrams gibt, der liebevoll herumsteht und eigentlich ganz gut aussieht. Wenn ja, checken ob du drei Deko-Dinge aussuchen kannst und die andern in eine Schachtel verpacken möchtest. Das hält die Ordnung besser. Immer gucken: "Habe ich zuviel von etwas?" Vielleicht lungern in der Küche 5 Kochlöffel, aber du brauchst eigentlich immer nur einen.

Insgesamt gucken, ob dir die Wohnung genug Bewegungsraum lässt. Stehen vielleicht Tische, Lampen und Stühle so, dass du jedesmal drum rum gehen musst oder dich etwas drehen musst, um um ie herumzukommen? Das nimmt unbewusst viel Energie (und ich rede mal nicht von Feng Shui). da bleibt man schnell irgendwo sitzen, weil das Unterbewusstsein die Umgebung als Hindernisstrecke klassifiziert. Wenn das so ist, vielleicht mit einer Freundin zusammen gucken, wie du wieder Platz bekommst.

Ansonsten: Mit jedem neuen Ding, das in die Wohnung kommt, geht konsequent ein altes. Ansonsten kein neues Ding anschaffen.

Schaff dir Raum, dann kannst du dich auch ausserhalb der Muckibude bewegen und z.B. jeden Abend eine halbe Stunde tanzen. Das baut Stress ab und macht Freude.

Als letztes würde ich deine Schlafsituation prüfen. Zuviel Licht, Geräusche, Bett in der besten Ecke des Zimmers etc.

Nur mal einige Gedanken (Smiley)

Und jetzt dir einen schönen Abend.

14.08.2019 17:09 • x 2 #50


AlexH


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Kann es sein, dass dieser beste Freund/Ex Freund Dir vielleicht die Energie raubt, weil Du da noch was erhoffst? Hast Du mit ihm abgeschlossen? Ist er wirklich der beste Freund oder der Ex, den man zurück will?

14.08.2019 17:43 • x 2 #51


Roselin


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@KGR
,,Bester Freund,, ist vielleicht auch ein irreführender Begriff. Vielleicht trifft es ,,engster Freund,, besser, er kennt mich eben am Besten, wir verbringen viel Zeit zusammen, schreiben viel, sind füreinander da, usw.
Wir waren auch vor der Beziehung schon sehr lange befreundet.

Gefühle gibt es von meiner Seite aus absolut nichtmehr. Ich habe mich getrennt und einer der Hauptgründe war die Tatsache dass wir mehr zusammengelebt haben wie Freunde als wie ein Paar.

Was ihn betrifft kann ich nur seinen Worten und seinem Verhalten glauben dass für ihn auch alles durch ist und es so in Ordnung ist wie es ist.


@AlexH
Nein, dem kann ich ganz klar widersprechen. Ich hab mit ihm abgeschlossen, ich will ihn nicht zurück, da herrscht absolut keine Anziehung mehr und rein freundschaftliche Gefühle.


@Tyrox
Ich seh durchaus auch das negative, sicher nicht so klar wie ein außenstehender, aber mir ist schon bewusst was da alles vorgefallen ist. Ich spiel auch oft die negativen Momente nochmal durch, wenn auch nciht unbedingt zum Einschlafen.

Und ich glaub mein großer Knackpunkt ist dass ich niemand anderen will als ihn. Und ich deswegen auch nicht loslasse....
Es wird eben nie jemand so sein wie er es war, was ja klar ist, da alle verschieden sind. Aber genau er ist ja das einzige was ich mir wünsche....

@nalea

,,Vielleicht weiß ich was du meinst. Manchmal geht man Dinge nicht an, weil der Umfang zu groß ist und man gleichzeitig perfektionistisch ist. Die Wohnung ist im Chaos und man weiß nicht wo beginnen, gleichzeitig aber soll auch das Ergebnis perfekt sein. Das ist dermaßen erschlagend, dass es einem alle Kraft raubt.,,

Das trifft den Nagel so ziemlich zu 100% auf den Kopf. Vorallem das mit dem nicht wissen wo man beginnen soll und alles ist zu viel.
Ich denke auch nicht dass ich zu viele Sachen habe, ich hab großzügig ausgemistet bei meinem Einzug vor 7 Monaten.
Aber irgendwie gelingt mir keine Grundordnung zu der ich zurückkehren kann.
Da steht noch das Geschirr von vor 3 Tagen auf meinem Couchtisch rum, die Wäsche von letzten WE hängt immer noch auf dem Ständer, alles liegt irgendwie kreuz und quer und überall, es müsste gesaugt werden und geputzt....
Ist mir richtig peinlich dass hier so ehrlich zu schreiben....

Die Technik immer nur ein Zimmer in Angriff zu nehmen hab ich die letzten Wochen immer wieder ausprobiert, irgendwie fehlt mir das verdammte Durchhaltevermögen, so dass das auch immer nur kurzzeitig funktioniert.

Versteh das garnicht, früher war ich immer total ordentlich, aber so seit 2-3 Jahren von ich zu einer richtigen Ordnungs-Schl*mpe (entschuldigt die harte Wortwahl) mutiert.
Das ärger mich auch so, ich ärger mich deswegen so sehr über mich selbst, aber auf die Reihe bekomm ichs trotzdem nicht....

Ich danke dir aber für deine Ideen nalea, ich versuch mich weiter an der 1-Zimmer-Taktik, vielleicht gelingt es mir irgendwann.

14.08.2019 19:55 • x 1 #52


nalea


Liebe Roselin, es hilft, dass du den Zustand beschrieben hast. Der äußere Mensch stellt häufig den inneren Menschen dar. Wenn es in uns tobt, dann tobt es auch oft äußerlich. wenn es in uns tobt, aber die Angst größer ist, das Gesicht zu verlieren, werden wir zuweilen pedantisch. Dazu kommt die Situation des Grenzen überschreiten und dabei Feststellen, dass wir die Überschreitung (gut) überlebt haben. So starten Messi Karrieren...

Versuche dir Listen anzulegen und besetze jeden Tag mit bestimmten Aufgaben. Gerne kleinteilig. z.B. Wäsche waschen Samstag um...Uhr; Wäsche abhängen Sonntag von...bis spätestens..Uhr. Mache dir für jedes Zimmer einen Aufgabenplan. z.B. Staubwischen, danach Oberflächen ordnen. Staubsaugen. Du kannst auch damit beginnen, konsequent jeden Morgen vor der Arbeit dein Bett zu machen oder abends vor dem Schlafengehen alles wegzuräumen. Das braucht Training und einige Wochen Konsequenz, damit es zur Routine wird.

Als Mentalübung: Sobald der Gedanke kommt: "ich müsste mal..(z.B. das Geschirr wegräumen), laut sagen: "Ich räume jetzt das Geschirr weg!" und dabei aufstehen.

Wenn wir erfahren, dass wir auch im Chaos überleben können, gibt es rein logisch keinen Grund, warum wir Dinge tun müssen. Rein emotional aber deprimiert uns das Chaos in vieler Weise. Es gibt uns hauptsächlich das Signal, dass wir etwas nicht schaffen und im Griff haben. Also verstärkt es unser generelles niedergeschlagees Gefühl. Es zeigt dazu nach außen, dass wir etwas nicht im Griff haben und das kann zu Scham führen und dazu, dass wir keine neuen Kontakte an uns ranlassen, da unsere Umgebung unser Inneres zu spiegeln scheint und das abschreckt.

Meine Frage: Welchen Vorteil hat für dich die Unordnung? Welche für dich positiven Handlungen bewirkt es bei denen, die bereits deine Freunde sind? Gibt es möglicherweise den Benefit in der Form, dass Menschen, insbesondere dein Ex dich als hilfsbedürftig einstufen und sich entweder/und schuldig fühlen oder ihre Helfersyndrom ausleben können? Alles was wir tun, hat einen Nutzen - welchen Nutzen hat deine Unordnung für dich?

14.08.2019 21:16 • x 4 #53


KGR


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Zitat von Roselin:
Was ihn betrifft kann ich nur seinen Worten und seinem Verhalten glauben dass für ihn auch alles durch ist und es so in Ordnung ist wie es ist.

Sein Verhalten würd ich mal genauer anschauen:

Datet er andere Frauen? Merkt man ihm überhaut an, dass er Interesse an anderen Frauen hat?

Falls beides nein, würd ich sagen, er macht sich Hoffnungen, dich zurück zu bekommem, weil du jetzt Single bist. Und tut nur so, als wäre es in Ordnung.

15.08.2019 04:32 • x 1 #54


Roselin


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Zitat von KGR:
Sein Verhalten würd ich mal genauer anschauen:

Datet er andere Frauen? Merkt man ihm überhaut an, dass er Interesse an anderen Frauen hat?

Falls beides nein, würd ich sagen, er macht sich Hoffnungen, dich zurück zu bekommem, weil du jetzt Single bist. Und tut nur so, als wäre es in Ordnung.


Ich hab ihn wochenlang immer wieder gefragt ob alles ok ist, wie er sich fühlt, ob der Kontakt zu viel ist und er sich irgendwie unwohl fühlt.
Wurde immer wieder lächelnd verneint und die Aussage ,,Mir gehts gut, jetzt hör mal auf dir Sorgen und Schuldgefühle zu machen,, folgte.

Er datet jetzt nicht gezielt andere Frauen, er ist recht introvertiert. Trifft sich aber seit einigen Wochen mit einer Bekannten von früher, sie hat auch bei im Übernachtet, sie waren zusammen 3 Tage in Prag, unternehmen einiges miteinander.

Zusammen sind sie aber nicht, da er laut eigener Aussage gerade keine Beziehung möchte, er genießt grad erstmal seine Freiheit.

Ich seh da keine Verantwortlichkeit mehr für mich oder warum ich seine Aussagen anzweifeln sollte.

15.08.2019 11:09 • x 1 #55


Roselin


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Zitat von nalea:
Meine Frage: Welchen Vorteil hat für dich die Unordnung? Welche für dich positiven Handlungen bewirkt es bei denen, die bereits deine Freunde sind? Gibt es möglicherweise den Benefit in der Form, dass Menschen, insbesondere dein Ex dich als hilfsbedürftig einstufen und sich entweder/und schuldig fühlen oder ihre Helfersyndrom ausleben können? Alles was wir tun, hat einen Nutzen - welchen Nutzen hat deine Unordnung für dich?


Der erste Teil deiner Nachricht klingt wirklich sehr plausibel. Gerade das mit dem ,,Wenn wir merken dass wir auch im Chaos überleben, gibt es rein logisch keinen Grund etwas zu tun.,,

Ich werd wirklich versuchen mir ab morgen mal gehörig selber in den A**** zu treten, das geht so nicht weiter mit meinem Chaos zuhause....

Zu deinem letzten Absatz:
Ich seh in der Unordnung ehrlich gesagt nicht einen Vorteil, außer dass ich eben nicht aufstehen muss und mich meiner Müdigkeit hingeben kann.

Ein Helfersyndrom hat eigentlich keiner meiner Freunde.
Ja ich hab auch schon meinen Ex gebeten sich einfach mal bei mir auf die Couch zu setzten und mich ein bisschen anzutreiben beim aufräumen. Hat er auch gerne gemacht wenn er Zweit gehabt hat, er wohnt ja nur zwei Straßen weiter. Aber aktiv geholfen hat er mir jetzt nicht beim Ordnung machen, nur passiv, so wie ich ihn auch gebeten habe.
Ich glaub aber nicht dass ich daraus jetzt einen Vorteil ziehe im Sinne von ,,ich bekomm dadurch jetzt aufmerksamkeit,, oder so.
Eigentlich ist es mir eher unangenehm zu solchen Mitteln greifen zu müssen, vor mir selber und vor ihm.

15.08.2019 11:16 • #56


Roselin


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Zitat von Tyrox:
Hey @roselin, ich hab das Topic mal soweit überflogen, gehe aber bewusst nicht auf die laufenden Gespräche ein da ich dazu nicht viel anzumerken habe. Aber um auf die Frage deines Opening Post einzugehen. Ja, ich kenne das gut und plage mich selbst aktuell ziemlich herum damit! Das klingt sicherlich verrückt, aber es ist erfrischend zu wissen, dass man nicht der einzige ist dem es so geht. Meine Situation ist recht ähnlich sogar - meine Trennung ist nun was um die 2 Monate her und meine Ex-Partnerin war irgendwie auch mein Anker-Punkt gewesen. Mir war bis dahin auch ...


Hallo Tyrox du sprichst mir da wirklich aus der Seele, kann dem garnicht viel hinzufügen.

Mein Beileid zur Neurodermitis. Bekommst du es auch durch deine Haut zu spüren wenn es dir seelisch nicht gut geht?

Zitat:
Und ja, ich finde auch das meine Ex meine besten Seiten zum Vorschein gebracht hat und dafür vermisse ich sie durchaus sogar - aber mir ist ebenso klar, dass es auch andere Personen gibt die so einen Effekt auf mich haben


Wie hast du dir das klar gemacht?

Für mich ist es unvorstellbar dass mich nochmal ein Mann so begeistert und so viel aus mir rausholt wie er und die gleichen Gefühle in mir auslöst, ich glaub einfach nicht dran.
SChließlich wird ja niemand mehr so sein wie er, jeder ist schließlich einzigartig.

15.08.2019 11:20 • x 1 #57


nalea


Wenn es dir "eigentlich unangenehm ist zu solchen Maßnahmen zu greifen", dann stellt sich mir die Frage, warum es dir noch nicht unangenehm genug ist (Smiley). Da ist ganz offenbar noch Toleranz nach unten, soll heißen: Du kamst mit noch mehr Chaos und Unordnung klar. Zwar nicht gerne, aber du würdest es noch aushalten.

Stell dir deine Wohnung mal so unaufgeräumt vor, dass du es nicht mehr ertragen könntest. Was müsste noch sein, damit du diesen Zustand erreichst? Wie fühlt es sich an, wenn du dir diesen Zustand vorstellst? Welche Auswirkungen hätte das auf dich? Welche Auswirkungen hätte es auf andere?

Mein Eindruck ist es, dass du dein Leben außerhalb in der Schwebe hälst. Dein bester Freund ist dein Ex und auch er hält sein Leben offenbar in einem Zwischenzustand und friert sich mit dir ein. Zwei bis drei Jahre in einem Abwärtstrend sind bereits sehr viel. So viel, dass man sich bereits an vieles gewöhnen kann und die Wäsche auf dem Wäscheständer zwar nervt, aber nicht mehr so sehr, dass man sich genötigt sieht, sie abzuhängen. Geht ja alles irgendwie.

Mit deinem Ex scheint es auch irgendwie zu gehen. Er ist da zum Unterstützen, von der Couch ziehen etc. - was genau hat er davon? - Das wurde hier bereits mehrfach gefragt, aber eine Antwort steht dazu noch aus.

In deinem Leben scheint es eine ganze Reihe von Baustellen zu geben. Deine Krankheit, deine Trennung, deine Freundschaft zu deinem Ex, dein Körpergefühl, der Zustand deiner Wohnung. Die Arbeit scheint der einzige geordnete Raum zu sein. Meine Frage ist, inwieweit beeinträchtigt deine Erkrankung deine Leistung am Arbeitsplatz? Haben deine Medikamente Auswirkungen auf ihn?

Genauso wie du nicht weißt wie du deine Wohnung anfängst zu ordnen und es deshalb gleich lässt, scheint auch hier der Anfang zu fehlen. Was könnte dein Anfang in Bezug auf deine Baustellen sein?

15.08.2019 11:42 • x 1 #58


Roselin


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Zitat von nalea:
Wenn es dir "eigentlich unangenehm ist zu solchen Maßnahmen zu greifen", dann stellt sich mir die Frage, warum es dir noch nicht unangenehm genug ist (Smiley). Da ist ganz offenbar noch Toleranz nach unten, soll heißen: Du kamst mit noch mehr Chaos und Unordnung klar. Zwar nicht gerne, aber du würdest es noch aushalten. Stell dir deine Wohnung mal so unaufgeräumt vor, dass du es nicht mehr ertragen könntest. Was müsste noch sein, damit du diesen Zustand erreichst? Wie fühlt es sich an, wenn du dir diesen Zustand vorstellst? Welche ...


Nalea, darf ich dich fragen warum die Freundschaft zu meinem Ex jetzt plötzlich so ein großer Punkt ist?
Wieso ist er denn jetzt plötzlich auch eine ,,Baustelle,,? Wieso ,,friert er sich mit mir ein,,?
Die Freundschaft zwischen uns ist gerade eigentlich eins der wenigen Dinge mit denen ich keine Probleme habe.

Und das was er mir sagt und schildert hab ich in meinem Beitrag an KGR ja heute erst erklärt, ich finde also schon dass ich das beantwortet habe?

Was er davon hat sich bei mir auf die Couch zu setzten und mich bisschen anzutreiben? Keine Ahnung, hab ih in den letzten Wochen zwei mal drum gebeten, wenn er Zeit hatte hat er gesagt ,,Ja klar, wenns dir hilft,, ist vorbei gekommen, hat ein B. in die Hand bekommen wenn er eins wollte und hat dann mit mir gequatscht wärend ich Ordnung gemacht habe.
Was findest du daran denn verwerflich?
Wenn er nur ein guter Freund wäre und nicht mein Ex von dem ich seit fast 10 Monaten getrennt bin, wäre das dann auch eine ,,Baustelle,,?


Und ja meine Erkrankung hatte durchaus schon große Auswirkungen auf meine Arbeitsplätze. Auf den aktuellen noch nicht, ich bin ja erst zwei Wochen hier und mir liegt sehr viel an der Arbeit hier.

Aber meine vorherige Arbeitsstelle hat mich z.B. kaum gefordert, so dass ich dort viel Gegrübelt habe und dann auch unkonzentriert war.
Ich war in meiner Ausbildung und den 2 Jahren Berufslaufbahn auch oft mehrere Wochen krankgeschrieben wenn ich eine depressive Tiefphase hatte.
Dementsprechend bin ich eigentlich froh dass ich mich auf Arbeit gerade so wohl fühle, dadurch läuft zumindest hier alles gut.

15.08.2019 13:49 • #59


KGR


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Zitat von Roselin:
Ja ich hab auch schon meinen Ex gebeten sich einfach mal bei mir auf die Couch zu setzten und mich ein bisschen anzutreiben beim aufräumen. Hat er auch gerne gemacht wenn er Zweit gehabt hat, er wohnt ja nur zwei Straßen weiter.

Weißt du, woran mich deine Beschreibung der Situation erinnert?

An ein kleines Kind, wo dann die Mutter daneben stehen muss und sagt: "Jetzt räum aber auf!", und das Kind dann nur aufräumt, so lange die Mami das kontrolliert.

15.08.2019 13:58 • x 1 #60




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