Zitat von brokenforever: Jetzt nachts geht es mir irgendwie immer schlechter. Meine Gedanken sind abends tendenziell negativer als tagsüber. Komisch.
Das ist normal, weil dein Kopf und Körper abends zur Ruhe kommt.
Liebe @brokenforever , wie sieht es denn mit deinem Schlaf allgemein aus?
Ich lese gerne, dass du dich gut um dich kümmern magst. Das ist wichtig.
Zitat von brokenforever: Diese Situation gibt mir ein kleines bisschen mehr Kontrolle zurück. Ich hab damit definiert, dass ich die ganze Woche keinen Kontakt wünsche und er in Folge aber aber weiter auf mich zukommen darf.
Ich kann verstehen, dass es sich so für dich anfühlt und ich wünsche mir sehr für dich, dass er sich daran hält und es jetzt endlich ein paar Tage gut sein lässt.
Zitat von brokenforever: "Ich denk extrem viel an Euch und Deine Worte. Ich bin ja ab morgen die ganze Woche weg. Glaubst Du können wir nǎchste Woche etwas machen!? Spazieren oder so?"
Es scheint für mich, als würde er sich dem Ausmaß jetzt bewusst werden, und ich wünsche mir sehr für dich, dass du in der Zwischenzeit nötigen Abstand und deine Stärke wieder finden kannst.
Grundsätzlich verstehe ich, warum du einem Spaziergang zugestimmt hast.
Immerhin ist er dein Partner und diese Trennung (bin nicht sicher, wie Euer Stand gerade ist) kam für dich sau plötzlich.
Ich verstehe auch, dass du ihn vermisst. Ich bewerte deine Zustimmung zu einem Treffen nicht, habe nach wie vor das Gefühl, dass er gerade einfach nur mit sich selbst kämpft und sein Handeln eher eine Art Hilfeschrei ist.
So viel Empathie ich für ihn aufbringen kann, und ich deine Stärke bewundere, nicht gleich in den Sack zu hauen, möchte ich den Vertrauensbruch nicht beschönigen.
Wenn ich schreibe, ich wünsche dir deine Kraft zurück, meine ich nicht, dass du schwach bist.
Er hat mit seiner Aktion und dem Wegbleiben (bzw. dem nicht-kommunizieren) einfach eine Veränderung in der Augenhöhe herbei geführt.
Er hat Probleme. Du wartest/ hältst aus.
Er redet bei der Paartherapie. Du musst die Konsequenzen hinnehmen.
Er ist jetzt erstmal in Deutschland und will regeln. Du wartest die Zeit ab.
Er schreibt, er möchte dich kommende Woche sehen. Du reagierst und stimmst zu, in der Hoffnung, bis dato Ruhe zu haben.
Verstehst du was ich meine?
Du darfst handeln. Du darfst selbst Grenzen aufzeigen.
Du musst nicht nur reagieren, wenn er Strohhalme ausstreckt.
Und am Ende, darfst du ihm auch sagen, dass es dir zu blöd ist, und ihn nicht in einer Woche treffen, solltest du dich nicht bereit fühlen.
Fakt ist leider, dass der Mann dir einen der schlimmsten Vertrauensbrüche angetan hat.
Und das darf weh tun, aber hier darfst du auch handeln. Solltest du sogar. Er kann sich nicht wie eine offene Hose verhalten, und am Ende mit einer 'ich vermisse euch'-Nachricht ein Treffen initiieren. Also kann er schon, aber ich werde ganz fuchsig, weil ich die Befürchtung habe, er würde sich einfach so wieder einschleichen.
Keine Bewertung an dich, denn du liebst und vermisst ihn ja auch, und ich kann es verstehen. Aber ich wünsche mir für dich, dass er da ein bisschen mehr tun muss langfristig.
Meine Sorge ist etwas, dass sich sein Verhalten die kommenden Monate, welche ihr als Pause definiert habt, so durchziehen wird. Und dann denke ich, würdest du mürbe werden. Das ist nicht hilfreich.
Weder für die Beziehung, solltet ihr sie fortsetzen, noch für dich und dein zukünftiges Ich.
Abgesehen von der Lüge mit der Ziege und der Kneipe (die könnte ich vielleicht noch mit einem Augenzwinkern sehen in Anbetracht der Situation), hat er Holter die Polter Euer Fundament eingerissen und dich in einen Wartemodus geschickt.
Du musst nicht aushalten. Du darfst handeln. (Auch wenn ich mich wiederhole.)