Zitat von Margerite: Aber Du scheinst ihn auch nicht sehr gut zu kennen.
Okay wow, finde ich krass, deine Behauptung.
Aber naja es gibt ein Update:
Waren heute Spazieren und es ist nach einigen Metern doch von seiner Seite aus ziemlich emotional geworden: zuerst fragte ich ihn, wie es ihm geht. “Ja…gut..eigentlich…ganz ok gut”
ich: “ah okay, schön”
Dann platzte es aus ihm raus, es geht ihm gar nicht gut, er kann überhaupt nicht schlafen max. 1h pro Tag und er hasst das dienstlich herumreisen schon so, er will nicht so leben. Es geht ihm dreckig.
Er hat mir die Gründe für sein Handeln erklärt, alles wurde ihm zu viel, nur noch Baustellen überall und er “musste sich von allem befreien”
Mittlerweile habe er über meine Worte nachgedacht und eingesehen, dass ich auch eine Meinung über unsere Zukunftsperspektiven habe, die nicht weniger zählt als seine.
Das sei ihm jetzt klar. Und er kann meine Seite auch verstehen und annehmen.
Er war so wertschätzend und offen.
“Wir kriegen das wieder hin” meinte er, und war mir so dankbar, ihn nicht gleich aufgegeben zu haben. Ich habe zu ihm gesagt, eine starke Beziehung übersteht auch so eine Krise.
Weiters meinte er (sagte er ziemlich am Anfang) - er wünscht sich mehr gemeinsame Zeit mit mir. Es sei zwar gut, dass wir viel ‘unser eigenes Ding’ machen, aber gemeinsam was Schönes unternehmen etc. oder auch einfach nur gemeinsam mit dem Hund was machen - mehr Paarzeit eben.
Mir ging es bis zum Treffen richtig mies, weil ich gar nicht wusste, was er sagen wird und ich mit dem Allerschlimmsten gerechnet habe.
Daher bin ich ein jetzt ein bisschen beruhigt.
Konnte auch endlich wieder etwas essen. Muss echt wieder was auf die Rippen bekommen.
Bis Mitte Februar ist er jetzt mal fast durchgehend weg.
Ich weiß nicht, ob wir uns dazwischen sehen, muss auch ehrlich gesagt nicht sein. Mich stresst es eher mehr, da er noch in der labilen Phase ist und ich nicht so tun will, als sei alles normal. Ich will nicht einfach so zum Alltag übergehen.
Wenn er wieder da ist, reden wir über all die offenen Themen, die “Missing Links” über unsere Zukunft, die noch nicht besprochen wurden.
Was mir so ein bisschen gefehlt hat, war die Einsicht, wie weh er mir eigentlich getan hat. Ich fragte ihn zwar, ob er sich vorstellen kann, wie es mir dabei geht - er meinte ja, kann er (und bekam Tränen in den Augen) aber so richtig bewusst ist es ihm wohl irgendwie nicht. Oder, noch nicht.
Er schrieb mir danach “Danke
🙏🏼”