Zitat von blumenfrau:
Etwa 3 Monate bis ich ausgezogen bin.
Obwohl ich ja finanziell unabhängig war und keine Kinder hatte, tat ich mich mit der Trennung trotzdem schwer. Ich wollte das angenehme und gewohnte nicht verlieren. Mein Mann war mein bester Freund, mit ihm konnte man toll reden, ich konnte Tiere halten und ich war es nicht mehr gewöhnt, alleine zu leben. Es gibt so viele Gründe und klar ist es egoistisch. Man will das Vertraute behalten, aber auch die Leidenschaft mit dem neuen Mann. Aber der Ehemann könnte sich ja auch trennen und tut es nicht. Er wird auch seinen Egoismus haben.
Letztendlich verbaut man sich gegenseitig einen Neuanfang, wenn man in einer unpassenden Ehe weiter verharrt.
Mein Mann hat kurz nach meinem Auszug eine neue Frau gefunden und war ein Jahr später glücklicher Vater. Die beiden sind noch heute zusammen (wenn auch mittlerweile ohne S).
Und ich endlich lernen können, alleine zu leben. Partner hatte ich natürlich, aber mit keinem mehr zusammen gewohnt. Keine Lust mehr auf S hatte ich nie wieder.
Könnte fast meine Geschichte sein.
Es gab zwar keinen anderen Mann, aber mein ex hatte sehr schnell eine neue Partnerin mit der er jetzt Kinder hat und hoffentlich glücklich ist.
Da kann man mit Respekt und Anstand die Scheidung Abwickeln und hätten wir Kinder gehabt, hätten wir heute eine gute Basis als Eltern.
Ich habe auch lange gehadert mit mir ob ich eine Ehe, die nur noch auf Freundschaft basiert, beenden darf.
Ich habe mit meinem Mann gesprochen, wir haben eine Beratung mitgenommen aber wir waren nicht mehr bereit uns dem Partner zuliebe zu verbiegen.
Die Unterschiede und die verschiedenen Bedürfnisse waren zu krass.
Ich bin inzwischen auch wieder glücklich verheiratet, stehe auf eigenen Füßen und mag meinem Ex als Menschen.