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Gefühle für zwei Personen - altes Thema

trixi-77

trixi-77

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Hallo,

ich habe gestern einen recht alten Thread gefunden und erkenne darin unglaublich viel von dem, was mich seit Monaten umtreibt!
Da ist 1 : 1 meine Gefühlswelt beschrieben.

zerrissen-zwischen-zwei-t1187.html

Ich würde gerne herausfinden, wie sich die TE entschieden hat und wie es ihr damit schließlich ergangen ist.
Kennt jemand vielleicht die TE, hat Kontaktmöglichkeiten oder kann mir etwas zur Entwicklung sagen?

Ich glaube, das könnte mir helfen, da es mir emotional ganz ähnlich geht.

Vielen Dank.

30.10.2019 21:50 • #1


Scheol


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16 Jahre alte Geschichte , eher unwahrscheinlich das jemand noch aus dieser Zeit hier aktiv ist.

30.10.2019 21:59 • #2


trixi-77

trixi-77


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@Scheol
Ist ein Versuch, da es mir nicht aus dem Kopf geht.

30.10.2019 22:01 • #3


Scheol


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Zitat von trixi-77:
@Scheol
Ist ein Versuch, da es mir nicht aus dem Kopf geht.



Wie ist den deine Geschichte ?

30.10.2019 22:08 • #4


Gretchen

Gretchen


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Es gibt doch auch ein paar aktuelle Geschichten die in dieser Art sind?

Sicher kannst Du Dich da auch wieder finden?

Ist ja eher so der Klassiker.
(Affairen Rubrik)

Gretchen

30.10.2019 22:11 • x 3 #5


trixi-77

trixi-77


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Zitat von Scheol:
Wie ist den deine Geschichte ?


Ich habe hier auch ein Thema.

Ich kenne meinen Mann seit 19 Jahren, so lange sind wir ein Paar. Verheiratet seit 11 Jahren. Wir haben zwei süße Mädchen, die wir beide wahnsinnig lieben.
Die Beziehung war allerdings relativ schnell ohne körperliche Nähe. Je größer unsere Sofas wurden, desto entfernter saßen wir abends darauf. Es war in den letzten Jahren eine reine Eltern WGe, ohne dass dies je ausgesprochen oder angesprochen wurde.
Die Entstehung unserer Kinder war geplant und gewünscht.
Wir bereuen dies auch ganz und gar nicht, auch wenn unsere ältere Tochter (9) großes Konfliktpotential mitbringt (oder besser gesagt, durch ihr sehr schwieriges Temperament zwischen uns entstanden ist).
Wir sind in vielen Bereichen einfach ein gutes Team, nach außen galten wir sogar als Vorzeigefamilie und Traumpaar (unfassbar eigentlich), aber es fehlte komplett an Nähe und Zärtlichkeit. Von Leidenschaft ganz zu schweigen.

Ich war nie auf der Suche. Anfang 2018 aber habe ich einen Mann kennen und sehr tief lieben gelernt. Die Leidenschaft zwischen ihm und mir war unbeschreiblich. Nach einigen Wochen habe ich dies meinem Mann gebeichtet.
Er hat sich nicht getrennt. Ich mich zunächst auch nicht.
Es gab sogar eine Paartherapie, die "Affäre" lief aber weiter.
Die Therapeutin wusste natürlich davon und hatte sogar Verständnis, nachdem wir unsere Geschichte geschildert haben. Sie warnte auch davor, mir eine Entscheidung abzunötigen.

Eines Tages habe ich ganz klar in mir gespürt, dass mich mit meinem Mann vieles verbindet, ich mir aber definitiv keinen sechs mehr mit ihm vorstellen konnte. Das habe ich ihm dann auch unter Tränen gesagt und die Trennung ausgesprochen. Mündlich.
Denn auf meine Aussage bei einem der vielen heftigen Streits einige Tage später , dass ich nicht mit ihm im Haus wohnen kann und mir mit den Kindern etwas suche, warf er mir vor, ich würde ihm die Kinder entziehen und das würde er nicht zulassen.
Ich hatte Angst. Vor den Konsequenzen. Und ich habe unter der Voraussetzung einer WG (mehr nicht! Denn ich wollte mit dem AM zusammen sein) zugestimmt.

Es folgten Monate voll furchtbarer Streits, die uns alle, allen voran den Kindern, zugesetzt haben!
Immer an den Wochenenden, wenn ich mich mit dem AM traf. Es fällt mir schwer, dafür das Wort "Affäre" zu verwenden, denn wir lebten eine Partnerschaft. Nur ohne Betreten meines/unseres Hauses. Ich unternahm auch viel mit dem AM und seinen Kindern, er mit mir und meinen Töchtern oder mit allen Kindern zusammen. Dabei mochten sich untereinander alle sehr gerne!

Mein Mann litt natürlich wahnsinnig und war in dieser Zeit ein echtes Ekelpaket, mit allen Wassern und Bösartigkeiten gewaschen.
Ihn somit als Freund und Vertrauensperson zu verlieren, tat mir wahnsinnig weh!

Nun habe ich in dieses Forum gefunden und erst durch das Lesen hier gemerkt, wie sehr ich meinen Mann verletzt habe und was er ertragen musste! Das tut mir unglaublich leid! Ich spüre seinen Schmerz und würde ihn am liebsten auffangen, trösten,...aber das ist natürlich nicht meine "Position".
An meinem fehlenden Begehren hat sich nichts geändert. Und durch so manches Verhalten und Agieren während der Trennung ist leider auch mein Vertrauen zu ihm extrem angekratzt , evtl sogar ganz verloren. (Seins in mich natürlich auch).
Und dennoch spüre ich ganz tief in mir diese tiefe Verbundenheit! Ich kann ihn wohl genauso schlecht loslassen, wie er mich, trotz aller Zerstörung.
Trotz der neuen Liebe, die mich absolut erfüllt, dir aber naturgemäß nicht so vertraut ist und der nunmal nicht der Vater unserer Kinder ist.

Da mich und alle Beteiligten diese Zerrissenheit fertig macht, habe ich nun seit einigen Wochen nur noch schriftlichen Kontakt zum "AM". Der ist überzeugt davon, dass wir miteinander glücklich werden können und hat sich von seiner Frau getrennt.

Ich vermisse ihn sehr, habe mir aber nun nach dieser extremen Zeit und vor allem, weil ich meinem Mann diese Verletzungen in Form von abendlichen Dates nicht mehr zumuten möchte, vorgenommen, mich nun "sauber" von meinem Mann zu trennen, bevor es mit dem AM weiter gehen kann. Wenn er dann weg ist, ist es so.
Ich weiß, dass einfach zu viel Zeit ohne Nähe vergangen ist und ja auch mein Begehren gegenüber meinem Mann fehlt, damit's mit uns wieder was werden könnte. Und trotzdem spukt das Idealbild einer heilen Familie noch immer in meinem Kopf herum und ich leide bei jedem Termin Richtung Trennungsjahr/Scheidung.
Das war die grobe Geschichte...

Zitat von Gretchen:
Ist ja eher so der Klassiker

Findest Du?

30.10.2019 23:25 • #6


DerVorname

DerVorname


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Hier gibt es lauter Ehen die so verlaufen wie deine, mit dem Thema rückt nur kaum einer raus. Außen Hui, innen Pfui.
Der Kinder wegen hält man das dann durch, ob das gut ist bezweifle ich stark.

Sowas kann in Extremfällen sogar ein Grund sein, warum es Axtmörder gibt.

30.10.2019 23:42 • x 3 #7


trixi-77

trixi-77


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Zitat von DerVorname:
Hier gibt es lauter Ehen die so verlaufen wie deine, mit dem Thema rückt nur kaum einer raus. Außen Hui, innen Pfui.
Der Kinder wegen hält man das dann durch, ob das gut ist bezweifle ich stark.

Sowas kann in Extremfällen sogar ein Grund sein, warum es Axtmörder gibt.


Ich glaube, ich weiß, was Du meinst.
Seit meinem "Cut" mit dem AM hat sich das Verhältnis zwischen meinem Mann und mir natürlich (trügerisch) deutlich verbessert.
Es könnte sein, dass mein Mann noch Hoffnung hat. Er wird sich (so gut kenne ich ihn) dabei aber nicht eingestehen, dass er ein Leben lang misstrauisch sein wird, da sein Vertrauen doch mindestens genauso zerstört sein wird (ich hatte vor vielen Jahren bereits eine Affäre, die ich erst nach ihrem Ende gebeichtet habe. Diese wurde nie aufgearbeitet.)

Ich glaube bei meinem Mann nicht, dass er zum Axtmörder wird. Dafür ist er viel zu vernünftig und wenig impulsiv.

30.10.2019 23:48 • #8


DerVorname

DerVorname


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Zitat von trixi-77:
Ich glaube bei meinem Mann nicht, dass er zum Axtmörder wird. Dafür ist er viel zu vernünftig und wenig impulsiv.


Das wäre ja auch schlimm, darum spreche ich ja von Extremfällen. Das Vertauen ist weg, aber das weißt du selbst.
Letztendlich bringt nur die Trennung und Zeit, ruhe in das ganze. Für die Kinder sollte man auf einen echten tragbaren Umgang hinarbeiten. Die spüren doch das etwas anders ist.

31.10.2019 00:00 • x 1 #9


trixi-77

trixi-77


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Zitat von DerVorname:

Das wäre ja auch schlimm, darum spreche ich ja von Extremfällen. Das Vertauen ist weg, aber das weißt du selbst.
Letztendlich bringt nur die Trennung und Zeit, ruhe in das ganze. Für die Kinder sollte man auf einen echten tragbaren Umgang hinarbeiten. Die spüren doch das etwas anders ist.


Die wissen ja um meinen Partner. Und mögen ihn sehr.

Lieben ihren Papa über alles (und er sie) und finden den Frieden zwischen ihm und mir natürlich schön.

31.10.2019 00:05 • #10


DerVorname

DerVorname


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Zitat von trixi-77:
Die wissen ja um meinen Partner. Und mögen ihn sehr.


Das ist aber eine Sache die sich blitzschnell ändern kann. Weil:

Zitat von trixi-77:
Lieben ihren Papa über alles


Klar finden sie den Frieden schön. Die werden aber mal Erwachsen und rekapitulieren was da war. Dann erscheint ihnen alles wie eine Lebenslüge.

Hier ist auch noch sowas:

bin-ich-feige-oder-was-ist-mit-mir-los-t53198.html

31.10.2019 00:10 • #11


meineMeinung


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Zitat von trixi-77:
Ich war nie auf der Suche. Anfang 2018 aber habe ich einen Mann kennen und sehr tief lieben gelernt. Die Leidenschaft zwischen ihm und mir war unbeschreiblich. Nach einigen Wochen habe ich dies meinem Mann gebeichtet.


Dann war folgendes doch zu erwarten, oder bist du davon ausgegangen, dass dein EM dich dabei unterstützt?

Zitat von trixi-77:
Ihn somit als Freund und Vertrauensperson zu verlieren, tat mir wahnsinnig weh!


Vielleicht hättest du das zuerst machen sollen:

Zitat von trixi-77:
mich nun "sauber" von meinem Mann zu trennen, bevor es mit dem AM weiter gehen kann.


Aber wie meistens, Gelegenheit macht Liebe! Sobald die Alternative im Spiel ist, bemerkt man. wie schlecht die Beziehung, die schon seit Jahren läuft, auf einmal ist. Aber es wurde nicht an der Beziehung gearbeitet, lieber die Flucht in die Affäre.

Zitat von trixi-77:
Und trotzdem spukt das Idealbild einer heilen Familie noch immer in meinem Kopf herum und ich leide bei jedem Termin Richtung Trennungsjahr/Scheidung.


Sorry, aber selbst verschuldet, zumindest zum großen Teil.

Die Krokodilstränen nützen weder deinen Kindern noch deinem EM.
Wenn man zu wenig für sein idealbild tutm kann es schon mal zerplatzen.

Ich befürchte, dass die anderen Betroffenen möglicherweise mehr leiden.

31.10.2019 00:25 • x 6 #12


trixi-77

trixi-77


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Zitat von DerVorname:
Hier ist auch noch sowas:

Najaaa, diese TE ist ihrem "Kryptomenschen" noch nie im real life begegnet...

@meineMeinung
Nett, dass Du DeineMeinung hier lässt. Ich weiß das doch alles.
Schelte hab ich in meinem Thema schon zu genüge bekommen. Das war hier nun auch nicht die Antwort auf meine Frage.
(Merkwürdig finde ich das schon: ich lese wirklich viele ähnliche Themen hier aus der Vergangenheit, vor Jahren! Da war der Ton hier noch um Einiges gnädiger als jetzt und niemand wurde derart verurteilt)

31.10.2019 00:50 • x 2 #13


meineMeinung


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@trixi-77

ich habe von dir bisher nichts gelesen außer den Einträgen in diesem Strang. aus diesen Informationen folgere ich, dass du wohl nicht viel gegen folgenden Zustand getn hast:

Zitat von trixi-77:
Wir sind in vielen Bereichen einfach ein gutes Team, nach außen galten wir sogar als Vorzeigefamilie und Traumpaar (unfassbar eigentlich), aber es fehlte komplett an Nähe und Zärtlichkeit. Von Leidenschaft ganz zu schweigen.


Dann ist halt Folgendes (zwangsläufig) eingetreten:

Zitat von trixi-77:
Ich war nie auf der Suche. Anfang 2018 aber habe ich einen Mann kennen und sehr tief lieben gelernt. Die Leidenschaft zwischen ihm und mir war unbeschreiblich.


Erst danach erfolgte der Schritt, der hätte vorher erfolgen müssen:

Zitat von trixi-77:
Es gab sogar eine Paartherapie, die "Affäre" lief aber weiter.


Zu spät, denn wie geschrieben lief die Affäre weiter.

Dazu kann ich doch meine Meinung schreiben.
Ich spreche von Krokodilstränen, wenn man im Nachhinein sein selbst mitverschuldetes Schicksal in dieser Form bedauert.

31.10.2019 01:09 • x 3 #14


trixi-77

trixi-77


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@meineMeinung

Falls es Dich WIRKLICH interessiert kannst Du in meinem Thema dazu weiteres lesen.
Mit auf Interpretation und Vermutungen basierenden Kommentaren möchte ich mich nicht mehr herumschlagen. Unter anderem deswegen habe ich diesen Strang eröffnet. Um mich ggf mit denen austauschen zu können, die dieselben "Krokodilstränen" weinen.

31.10.2019 01:16 • x 1 #15




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