Mandelhörnchen
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ich weiß gar nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich versuch es einfach mal. Ich bräuchte mal euren Rat. Mit meinen Freunden oder meiner Familie kann ich nicht über das Thema sprechen, das schaffe ich grade einfach nicht.
Mein Freund und ich sind seit etwa 6 Jahren zusammen, sind beide Ende 20 bzw. Anfang 30 und wohnen schon einige Jahre in einer gemeinsamen Wohnung. Wir führten bisher eigentlich eine ganz normale Beziehung in der es sowohl Höhen als auch Tiefen gab. Da wir beide einen sehr aufreibenden Job haben, war gemeinsame Zeit schon immer knapp, aber trotzdem haben wir es geschafft die letzten sechs Jahre gut zu meistern.
Sonntag ist meine Welt dann allerdings geplatzt wie eine Seifenblase.........
Am Freitag habe ich durch Zufall erfahren, dass ich schwanger bin. Zunächst war ich ein wenig erschrocken, weil ein Kind bei uns eigentlich noch nicht geplant war. Mein Freund war in der vergangenen Woche beruflich unterwegs und ich wollte ihm die freudige Nachricht nicht einfach so am Telefon zwischen Tür und Angel erzählen und habe mir Gedanken drüber gemacht, wie ich ihm das auf nette Art sagen werde, aber dazu kam es leider nicht.
Die Woche war stressig, wir hatten kaum gemeinsame Zeit und Sonntag waren wir dann bei seinen Eltern zum Essen eingeladen.
Im Laufe unseres Besuchs bekam ich dann mit, wie er sich mit seinem Vater unterhalten hat. Eigentlich bin ich niemand der fremde Gespräche belauscht, aber irgendwie war das gestern anders. Aus dem Gespräch entnahm ich, dass mein Freund wohl eine 6-monatige Tochter mit einer Kollegin hat.
Ich war bzw. ich bin fassungslos. Das ist als würde mir jemand den Boden unter den Füßen wegreißen und ich bin im freien Fall. Hab ihn dann total schockiert zur Rede gestellt und er hat es mir gegenüber zugegeben. Natürlich wollte er mir alles erklären, blabla. Ich will es aber nicht hören, hab ihm nur noch eine gescheuert und ihm an den Kopf geworfen, dass er alles kaputt macht und ich schwanger bin, dann bin ich nach Hause, hab ein paar Sachen gepackt und bin von zu Hause geflüchtet.
Jetzt sitze ich hier und versuche die ganze Situation zu begreifen. Wenn ich lese, was ich selbst geschrieben habe, kommt es mir vor als wäre das irgendein anderer Thread von jemand wildfremden. Ich bin weder traurig, noch bin ich wütend noch kann ich weinen. Bin sogar ganz normal arbeiten gegangen.
Ich fühle mich als wäre meine Welt stehn geblieben und um mich rum würde sich alles in normalem Tempo weiterdrehen und ich würde nur die notwendigen "Handlungen" vornehmen.
In unserem Freundeskreis kann und will ich nicht mit jemandem reden, mit meiner Familie erst recht nicht.
Vielleicht hat ja jemand von euch einen Anstubser oder auch nur ein paar nette Worte.


