Zitat von alleswirdbesser: Ich habe mich all die Jahre an den Kindern orientiert, was die Freizeitgestaltung angeht und das sind inzwischen 28 Jahre
Mache ich nicht. Wir sammeln bei uns Urlaubswünsche mit allen, die mitfahren wollen. Und da den Kids (inklusive Nichten/Neffen) häufig der Ort relativ wurst ist, suche ich den meist allein oder mit anderen Erwachsenen aus. Bei der Unterkunft kann man dann auf Spielmöglichkeiten und/oder Barrierefreiheit achten. Und dass mit Kindern häufiger Mal eine Eisdiele angesteuert wird und mit Alten stets ein passables Klo in der Nähe sein muss, klärt man vor den Ausflügen auch. Aber sich mehr einzuschränken als wirklich notwendig, weil man das Kind nicht auf der Bank im Restaurant schlafen lassen möchte oder sich sonstige Beschränkungen selbst(!) auferlegt, fiele mir nicht ein.
Kinder wachsen mit dem auf, was da ist. Meine Nachbarin hat ihre immer pünktlich um 19 Uhr ins Bett gebracht und blieb 15 Jahre lang abends größtenteils zu Hause. Und meine Kids schlafen dann, wenn sie das dritte Mal gegähnt haben und dort, wo sie gerade sind. Die kennen das nicht anders. Und die gleiche Flexibilität wird auch anders herum gelebt. Wenn ein Kind was Spannendes unterwegs entdeckt oder keinen Bock auf einen Ausflug hat, wird darauf eingegangen. Ein einziges Mal hab ich mit dem Großen, als er klein war, einen gut gemeinten Bauernhofurlaub gemacht und mir ganz viel Lesestoff mitgenommen, weil für Erwachsene nur der Austausch mit anderen Eltern geboten wurde. Der Knirps sprang dann die ganze Woche auf dem Trampolin herum und hat die Tiere nur im Vorbeigehen registriert. Seitdem machen wir jegliche Form von Urlaub und finden dann vor Ort heraus, was so geht und wer gerade was machen will.
Aber meinem Bruder ist es z.B. schon zu viel, wenn er Mal ne halbe Stunde länger frühstücken muss, weil seine Reisebegleitung noch nicht abmarschbereit ist. Da wird dann jeder Urlaub als Familie zum Nerventraining.
Ich bleib dabei: Wer sich Reisen mit Kindern nicht vorstellen kann, kann sich im Zweifel auch keinen Urlaub mit krankem Partner und keinen coolen Sommer auf Balkonien bei Geldproblemen vorstellen. Man kann halt das vermissen und herbeisehnen, was man gerade nicht hat, oder das sehen, was gerade möglich ist, und damit Spaß haben.
Bei dem threadbegründenden Mann hat sich das schon erledigt, weil nicht Mal genug Platz für die TE ist und/oder der Mann genauso viel Bauchgrummeln hatte wie die TE.
Aber sich als junge Frau darüber klar zu werden, was man vom Leben erwartet und wie ein dazu passender Mann gestrickt sein muss, ist in keinem Fall verkehrt.
Wer da mit dem alten Hut der Anspruchslosigkeit der Frau als Ideal kommt, ist einem ganz alten Muster aufgesessen. Das im übrigen auch keinem gedankt wird. Die Liebe ist nicht wahrer, wenn ein Mann nichts können, haben oder leisten muss oder soll. Ganz im Gegenteil wollen viele Männern noch gebraucht werden und sehen ein Lebensziel darin, ihre Frau und Familie glücklich zu machen. Wenn das dann auf Gegenseitigkeit mit gemeinsamen Zielen beruht, ist für mich DAS das Ideal.
Zitat von Fenjal: Du glaubst, das wird nicht gesagt? Täusch dich nicht.
Ich habe sowas auch schon gehört. Gott sei Dank nicht von den eigenen Kindsvätern. Ich denke, das sind eher die Männer, die sich nicht so viele Gedanken gemacht haben, bevor sie Väter wurden. Was ja dann wieder dafür sprechen würde, den ja, schon, irgendwann vielleicht, wenn's passt-Männern das Vatersein zu ersparen, damit sie es später nicht bereuen. Umso wichtiger dann, die Ernsthaftigkeit eines Kinderwunschs vorher abzuklären als auf schau mer mal zu vertrauen.
Zitat von Balu85: Was hat denn bitte ein Kinderwunsch damit zu tun ob man als Vater geeignet ist?
Na die ohne ernsthaften Kinderwunsch sind als Väter nicht so geeignet. Es soll zwar Männer geben, die ihr Schicksal dann annehmen und tolle Väter werden. Aber tatsächlich getroffen habe ich noch keinen. Die, die toll sind, hatten schon vorher präzise Vorstellungen von einem Leben mit Kindern.
Zitat von Balu85: JA ich merke schon, du kannst so einiges nicht nachvollziehen....aber scheinbar hast du deine Bubble gut gewählt. Aber vermutlich sortierst du auch jeden aus der dir nicht nach dem Mund redet.
Was sollen denn diese ad hominem Unterstellungen? Das ist doch albern. Äußere Dich zu den Fragen oder lass es bleiben. Aber hier rumzupupen, wie Du Dir meinen Freundeskreis vorstellst, finde ich überflüssig.