Zitat von Igelfisch: Je älter die werdende Mutter ist, umso belastender und gefährlicher sind Schwangerschaft und Geburt.
Auch Väter zwischen 40 und 50 gefährden die Gesundheit von Mutter und Kind.
"Jüngste Studien haben gezeigt, dass sich das Risiko einer genetischen Veränderung bei den Nachkommen mit zunehmendem Alter des Mannes alle 10 Jahre verdoppelt."
Es gibt Zusammenhänge zwischen dem Alter des Vaters bei der Zeugung und Erkrankung des Kindes an Autismus(Spektrum) und Schizophrenie, Frühgeburten und geringem Geburtsgewicht, sowie Erkrankung der Mutter an Schwangerendiabetes.
Zu warten, bis ein Mann 40 ist, ist also keine gute Idee.
Zitat von Pippa: Wie kommst Du darauf?
Das Ideal im Westen war, dem Kind "was bieten" zu können, also eine abgeschlossene Ausbildung zu haben, genug Geld angespart, im Beruf etabliert zu sein und eine eingerichtete Wohnung oder sogar ein Haus zu haben.
Im Osten wurde die Zuteilung einer eigenen Wohnung häufig erst MIT Kindern möglich und die Krippen und Kitas ermöglichten die Ausbildung auch mit Kind zu beenden und beruflich Fuß zu fassen. Es gab einen zinslosen Ehekredit von 7.000 Ostmark, der mit Kindern "getilgt" werden konnte (1.000 beim ersten und 2.500 beim zweiten Kind. Bei einem Durchschnittsnettoeinkommen von 1.000 Ostmark im Monat).
Es gab also eine Kultur, früh Kinder zu bekommen.
Durchschnittliches Alter der Frauen 1975 bei der Geburt des ersten Kindes in der DDR: 21,8. Frauen West: 24,8.
1990: Frauen Ost ca. 23 Jahre, Frauen West 27-28 Jahre
UK heute: 28,8
Deutschland heute: 30,4
Als eine meiner Kolleginnen mit 60 Uroma wurde, fiel uns erstmals auf, dass sie aus einer Ostfamilie stammt und erst nach 1990 "rübergemacht" hat. Im Westen wäre das nicht möglich gewesen bzw. hätte die Kollegin dann nicht auf der Position gearbeitet, sondern nach der 6jährigen (oder noch längeren) Kinderzeit als Hilfskraft ganz von vorne angefangen müssen und wäre nicht so weit aufgestiegen.
Zitat von rudi333: dann kann man doch erstmal eine Beziehung angehen, ohne den 5-10 Jahresplan vollständig durchgeboxt zu haben
Und auf dieses "erstmal was angehen"-Larifari haben eben die wenigsten Frauen Lust. Ebensowenig darauf, etwas "durchboxen" zu müssen.
Deshalb sucht sie ja einen zu ihr passenden Mann.
Diese Disney-Vorstellung, dass Frau sich in "den Einen" verliebt, der so ganz anders als alle anderen Männer ist, dass sie für seine Liebe alle persönlichen Wünsche aufgibt, und dann vor lauter Liebe und Unbeschwertheit nach Jahren plötzlich ein gemeinsamer Kinderwunsch entsteht, scheint noch bei vielen Männern im Kopf rumzuschwirren. Nach dieser Vorstellung wäre die Menschheit schon längst ausgestorben.
Man muss schon einen konkreten Hafen anfahren, um nicht endlos auf dem weiten Meer rumzuschippern.
Zitat von rudi333: Was, wenn einer der Beiden am Ende nicht zeugungsfähig ist?
Das nennt sich Schicksal.
Aber keine Ziele im Leben zu haben und nicht zu wissen was man will, ist selbstgewähltes Schicksal.
Zitat von btlwe.: Was Menschen sagen und wiederrum forcieren sind immer zwei paar Schuhe
Immer?
Das wäre ja schrecklich.
Es soll tatsächlich noch ein paar Menschen geben (ja, auch Männer!), die sagen was sie tun und tun was sie sagen. Verbindlichkeit und Verantwortungsübernahme setze ich bei einem Mann, mit dem ich mein Leben teilen möchte, definitiv voraus.