Zitat von QueenA: Er hatte ein Selbstbewusstsein und eine Präsenz, hinter der etwas Echtes steckte.
Und das ist meiner Meinung nach die Attraktivität, auf die die meisten Frauen abfahren: Souveränität und Tatkraft (bzw. "Tatwille")
Deinen Vater hast Du im Alltag erlebt, daher konntest Du einschätzen, dass da echte Haltung dahinter stand.
Beim Dating und insbesondere Online-Dating kann diese Haltung aber nur schlecht überprüft werden. So richtig getestet wird sie ja auch nur in Notsituationen und die hat man selbst am Anfang einer Beziehung nur selten (hoffe ich doch).
Und diese "Haltung" strahlen Männer aus und zieht Frauen an. Diese Souveränität kann aber auch leicht mit (berechtigter oder unberechtigter, echter oder vorgespielt er) Selbstsicherheit verwechselt werden.
Deshalb finde ich es so wichtig, dass Frauen verstehen, welche erlernten Mechanismen auch bei ihnen vorliegen (latentes Unsicherheitsgefühl, Schutz suchen bei Männern, Assoziation von Körpergröße und Sicherheit), die jeder heutigen Realität entbehren.
Zitat von Worrior: Wieso erfreut sich der toxische Narz und bad Boy so großer Beliebtheit
Weil diese Eigenschaften so weit verbreitet sind?
Wenn 33% der australischen Männer Partnerschaftsgewalt zugeben, wie viele wenden dann Manipulation, Lügen, Ausnutzung und andere toxische Partnerschaftshandlungen an?
Fun fact aus der Wissenschaft:
Es wurde lange in der Fachliteratur geschrieben, dass Frauen, die Opfer von geschlechterspezifischer Gewalt wurden, ein höheres Risiko hätten, irgendwann im Leben nochmal Opfer dieser Gewalt zu werden. Befragt wurden die Frauen, die Anzeige erstattet hatten. Und es wurde viel darüber sinniert, welches Verhalten diese Frauen an den Tag legen, das sie von anderen Frauen unterscheidet und offenbar zwei Mal den seltenen "Blitzeinschlag" provoziert. Auf dieser Forschung beruhen dann die Tipps, nachts im Park forschen Schrittes und mit erhobenem Kinn zu gehen, um sich nicht "als Opfer anzubieten".
Erst als nicht mehr nur die (wenigen) Frauen, die als Opfer aktenkundig wurden, befragt wurden, sondern repräsentativ alle Frauen, wurde klar, dass es nichts mit dem Verhalten der Frauen zu tun hat, sondern mit der Verbreitung der Straftaten.
Es schlägt eben nicht der Blitz wundersam zwei Mal bei der gleichen Frau ein und weist damit auf deren Magnetismus hin. Sondern alle Frauen laufen bei Dunkelheit über die gleiche Wiese, auf der man manchmal auch in Hundehaufen tritt. Und bei Hundehaufen fragt auch niemand, mit welcher Haltung Frau über die Wiese hätte laufen sollte, um sich nicht dem Hundehaufen anzubieten. Da kann man entweder die Wiese meiden oder mit K@cke am Schuh leben oder die Hundebesitzer auffordern, den Dreck weg zu machen, damit die Frequenz der schmutzigen Schuhe niedriger wird.
Zitat von ElGatoRojo: und als sie an einer Baustelle vorbei ging bat sie zwei Bauarbeiter, dem Typ mal was zu sagen. Taten die auch und ihr Verfolger drehte ab.
Beschützerinstinkt = Hilfsbereitschaft, wenn man von einer (ich unterstelle mal) attraktiven Frau direkt um etwas gebeten wird?
Niemand behauptet, dass alle Männer ausschließlich Egoisten sind. Aber der Beschützer"Instinkt" schützt eben nur die eigene Frau. Und das hat eben einen gesellschaftlichen Hintergrund.
Zitat von ElGatoRojo: Lass die Kirche im Dorf -- Es werden nicht 9 von 10 Frauen bei einem Date belästigt
Nee, sie werden in der Öffentlichkeit belästigt. Wollte man da mit "muss sie halt besser wählen" argumentieren, darf Frau nur noch in L*sbenkneipen sitzen. Denn wer von den Männern in der Fußgängerzone oder im Parkhaus oder an der Bushaltestelle zu den Belästigern und Gewalttätern gehört, steht denen nicht auf der Stirn.
Mein Vergleich hinkt aber auch insofern, als der Verlust von 200 Euro mit dem Verlust von Würde ebenfalls nicht gleichzusetzen ist. Aber auf den Kernpunkt, wie Du Dich bei einer solchen Wahrscheinlichkeit verhalten würdest, um Dich zu schützen, bist Du mir noch schuldig.
Wenn Du an den Zahlen zweifelst, kann ich gerne die Quellen raussuchen.