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Langjährige Beziehung vs neuer Mann

B
@Sandy1976
vielleicht ist ER fremdverliebt?!

#31


Sonnenschein85
Zitat von Sandy1976:
Oh, hier ist aber einiges los gewesen in meiner Abwesenheit. Zur Klarstellung: Verheiratet ist hier niemand. Ich führe eine Partnerschaft ohne ...

Wäre er denn aufgeschlossen etwas zu verändern in eurer Beziehung? Also dein Partner ? Wenn du noch Hoffnung hast, vielleicht hilft es dann doch nochmal alles zu kommunizieren und sich ggf auch Hilfe von außen zu holen.

Was den anderen angeht. Ich schließe mich an. 1,5 Monate kennen ist eigentlich zu kurz um einschätzen zu können wie er wirklich ist und ob es passen kann. Am Anfang wirkt doch so gut wie jeder "besser" wenn die aktuelle Beziehung nicht gut läuft. Man gibt sich beim Kennenlernen doch auch meist Mühe und man lernt erst einmal nur die positiven Charaktereigenschaften kennen.

x 1 #32


A


Langjährige Beziehung vs neuer Mann

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btlwe.
@Sandy1976 Die entscheidene Frage ist: Wo siehst du dich mit deknem jetzigen Partner in 5 Jahren? Andernfalls bleibt man ansonsten nur wegen seinen Ängsten vor dem Alleinesein mit jemand zusammen. Alleinesein kann sehr wohltun sein. Es ist entwas anderes als Einsam sein, dies kann man sogar in einer "Beziehung". Tatsächlich ist man immer alleine in seinen Leben, da deine Gefühlswelt sowie dein Seelenwohl nur von Dir aus gefühlt werden kann! Mam hat vielleicht Gegleitung im Leben, aber niemand empfindet wirklich "Seelenverwandtschaft" oä, dies ist nur eine Umschreibung einer wohltuenden Gemeinsamkeit. So die Frage lass ich jetzt bewusst so stehen. Niemand muss den Affekten anderer unterwerfen, wenn er seine Schattenseiten nicht kontrollieren kann, dann ist dies eindeutig ein externalisiertes Problem, welches außerhalb deiner Kontrolle steht, man kann versuchen darauf einzuwirken, aber die Erkenntniskurve dies anzunehmen liegt auch nur in der Kontrolle deines Wegbegleiters.

#33


S
Wahrscheinlich spielt es auch eine Rolle, dass er - wie viele andere Menschen - seine negativen Seiten nur im Umgang mit Personen zeigt, die ihn sehr gut kennen und ihm nah stehen.

Im ersten Jahr unserer Beziehung waren wir einmal bei seiner Mutter und Schwester zu Besuch. Als ich mal auf Toilette war, bekam ich durch die Tür zum ersten Mal einen Wutausbruch von ihm mit. Er brüllte durch das Haus und beschimpfte seine Mutter und Schwester mit heftigen Worten. Das hat mich ehrlich gesagt sehr erschrocken, weil ich diese Seite bis dato noch gar nicht an ihm kannte. Natürlich habe ich ihn nach dem Besuch zur Rede gestellt und gesagt, wie dieses Verhalten bei mir ankam. Seine Reaktion: "Seine Mutter und Schwester seien zwei ganz schlimme Menschen. Das könne ich noch nicht beurteilen, weil ich sie noch nicht lange kenne. Ich würde schon noch sehen, wie sie wirklich sind."

Die Mutter und v. a. die Schwester meines Partners sind wirklich keine einfachen Menschen, da hatte er schon Recht mit seiner Aussage. Trotzdem bin ich ihnen gegenüber jederzeit sachlich und beherrscht. Ich schreie sie nicht an und beschimpfe sie nicht mit heftigen Worten, wenn sie etwas tun, was ich nicht gut finde.

Als ich einer Bekannten damals von dem Vorfall erzählte, riet sie mir zur sofortigen Trennung. "Ein Mann, der seine Familie so behandelt, wird eines Tages auch seine Partnerin so behandeln" waren ihre Worte. Ich glaubte ihr nicht. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass sie Recht hatte. Er schafft es nur, in Gegenwart von Menschen, zu denen er eine gewisse Distanz hat, sein Aggressionsproblem zu unterdrücken. Freunden gegenüber würde er sich so etwas nie herausnehmen, weil er viel zu viel Angst hat, sie zu verlieren.

Ich habe auch schon versucht, seine Verlustängste zu triggern und bin mehrmals für einige Tage zu meinen Eltern gezogen. Das hat dann auch geholfen, er hat sich jedes Mal sehr bemüht und um mich gekämpft, bis ich ihm wieder eine Chance gegeben habe. Und irgendwann aber wurde er wieder ausfallend, und das Drama ging von vorne los.

Mittlerweile leben meine Eltern nicht mehr, ich habe keinen vorübergehenden Zufluchtsort mehr.

Der Mann braucht aus meiner Sicht psychologische Hilfe. Aber wenn man ihm diesen Ratschlag gibt, schweigt er nur und geht mit keinem Wort darauf ein. Oder er brüllt sofort wieder los, wenn man auch nur ansatzweise etwas in diese Richtung sagt. Er macht sich keinerlei Gedanken darüber und hat noch nie die Bereitschaft gezeigt, an sich zu arbeiten.

Was den anderen Mann angeht, habt ihr natürlich Recht. Eine neue feste Bindung käme für mich zum jetzigen Zeitpunkt viel zu früh. Ich kannte meinen Partner deutlich länger, als wir ein Paar wurden und trotzdem hat es sich in eine sehr unschöne Richtung entwickelt.

x 1 #34


Sonnenschein85
Zitat von Sandy1976:
Wahrscheinlich spielt es auch eine Rolle, dass er - wie viele andere Menschen - seine negativen Seiten nur im Umgang mit Personen zeigt, die ihn sehr ...

Oh, das klingt schlimm. Wenn er seine Aggressivität und Wut nicht so regulieren kann. Schade, dass er sich dahingehend auch nicht Helfen lassen mag.

Also ich könnte so nicht leben, das war auch einer meiner Gründe, mich letzten Sommer von meinem Mann zu trennen.

x 2 #35


Ameise_78
Zitat von Sandy1976:
Der Mann braucht aus meiner Sicht psychologische Hilfe. Aber wenn man ihm diesen Ratschlag gibt, schweigt er nur und geht mit keinem Wort darauf ein.

Therapeutische Grundregel: Du kannst einen anderen Menschen nicht verändern - nur dich selbst!

Dein Partner muss gar nichts... es sei denn, er möchte selbst.
Dies ist aber leider sehr selten und wäre, wie gesagt, unabhängig von dir.

Man muss sich ja auch mal fragen, warum man mit einem Menschen sein/leben möchte, den man sich anders wünscht?
Er war offensichtlich schon immer so aggressiv auch wenn er es anfangs nicht gezeigt hat... leider ist es ein Teil von ihm. So etwas lässt sich auch nicht mit ein paar Therapiestunden "wegzaubern".

Ich persönlich halte Menschen auch nicht für austauschbar, kommt man mit der Art eines Menschen jedoch gar nicht zurecht, sollte man sich hinterfragen, warum man um jeden Preis festhalten möchte...

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Sonnenschein85
Zitat von Ameise_78:
Therapeutische Grundregel: Du kannst einen anderen Menschen nicht verändern - nur dich selbst! Dein Partner muss gar nichts... es sei denn, er ...

Ja..Und er muss es selbst wollen. Zwingen kann man ihn wirklich nicht. Aber dann sollte man auch die Konsequenzen ziehen. Wenn man unglücklich ist, dann lieber gehen. Das Leben ist zu kurz um dann weiter zu verharren.

x 1 #37


Ameise_78
@Sonnenschein85
Eben... genau... man hat gar keine Wahl, man kann nur die Konsequenzen für sich selbst ziehen.
Es wäre auch übergriffig, einen anderen verändern zu wollen - wenn er es nicht selbst möchte.
Als ich jung war, war mir das nicht bewusst - man meint es ja nur gut mit dem Anderen.
Aber eigentlich ist es ein no go. Entweder man liebt und akzeptiert jemanden wie er ist, oder es geht eben nicht.

#38


Sonnenschein85
Zitat von Ameise_78:
@Sonnenschein85 Eben... genau... man hat gar keine Wahl, man kann nur die Konsequenzen für sich selbst ziehen. Es wäre auch übergriffig, einen ...

Ja...
Wobei es für ihn selbst natürlich auch eine Bereicherung wäre wenn er seine Emotionen besser regulieren kann. Aber das stimmt, das muss er selbst wollen.

#39


Ameise_78
Zitat von Sonnenschein85:
Wobei es für ihn selbst natürlich auch eine Bereicherung wäre wenn er seine Emotionen besser regulieren kann. Aber das stimmt, das muss er selbst wollen.

Ganz genau, dazu kann man keinen zwingen. Oft leiden die Leute auch weniger darunter als ein wohlmeinender Außenstehender denkt... daher auch kein Leidensdruck, etwas zu verändern.
Druck hat meist derjenige, der das ertragen "muss"...

x 1 #40


Sonnenschein85
Zitat von Ameise_78:
Ganz genau, dazu kann man keinen zwingen. Oft leiden die Leute auch weniger darunter als ein wohlmeinender Außenstehender denkt... daher auch kein ...

Ja klar. Er schreit sich ja nicht selbst an 😉🫣
Das stimmt. Aber ich hoffe, es ist ihm zumindest bewusst.

Mein Ex Mann merkt das gar nicht wenn er laut oder agressiv wird. Für ihn ist das scheinbar normal. Das springt dann auch ganz schnell um von schlechter zu guter Laune und andersherum. Bei ihm ist es oft wenn er unausgeglichen ist. Oder über etwas frustriert.

x 1 #41


C
Zitat von Sandy1976:
Im ersten Jahr unserer Beziehung waren wir einmal bei seiner Mutter und Schwester zu Besuch. Als ich mal auf Toilette war, bekam ich durch die Tür zum ersten Mal einen Wutausbruch von ihm mit. Er brüllte durch das Haus und beschimpfte seine Mutter und Schwester mit heftigen Worten. Das hat mich ehrlich gesagt sehr erschrocken, weil ich diese Seite bis dato noch gar nicht an ihm kannte. Natürlich habe ich ihn nach dem Besuch zur Rede gestellt und gesagt, wie dieses Verhalten bei mir ankam. Seine Reaktion: "Seine Mutter und Schwester seien zwei ganz schlimme Menschen. Das könne ich noch nicht beurteilen, weil ich sie noch nicht lange kenne. Ich würde schon noch sehen, wie sie wirklich sind."

Zitat von Sandy1976:
Der Mann braucht aus meiner Sicht psychologische Hilfe. Aber wenn man ihm diesen Ratschlag gibt, schweigt er nur und geht mit keinem Wort darauf ein. Oder er brüllt sofort wieder los, wenn man auch nur ansatzweise etwas in diese Richtung sagt. Er macht sich keinerlei Gedanken darüber und hat noch nie die Bereitschaft gezeigt, an sich zu arbeiten.


Okay, hast einen Fehler gemacht. Kannst du korrigieren und dich trennen. Glücklich wirst du mit dem nicht mehr.

Stell dir vor, ihr werdet älter, die Freunde sterben weg, du bist immer mehr mit ihm alleine. Soziale Kontrolle geht abhanden. Was meinst du, was dir dann blüht? Die werden im Alter nicht besser. Eher im Gegenteil. Jedenfalls so lange bis die denken Oberwasser zu haben.


Was hat dich denn geritten dir sein Verhalten so schön zu reden und mit ihm zusammen zu ziehen?
Eigentlich kannst du ja von Glück sagen, dass es nicht noch schlimmer ist.

#42


C
Zitat von Fenjal:
Rat: Trennung ... zügig und zackig.


Wenn du jemals daran denken solltest den Job zu wechseln, denk bitte darüber nach Beziehungscoach zu werden.

Kein Therapiestubengelabere. Handeln. Jetzt!
Die werden dich lieben.


Das meine ich ohne jegliche Ironie.


Deine Einstellung ist immer wieder erfrischend zu lesen.

#43


N
Liebe Sandy1976,

als neurodiverser Mensch ziehst Du leider jede Form von "abusive people" an wie ein Magnet. Du bist bereit, für Verhaltensweisen alternative Erklärungen zu akzeptieren, bei denen jeder neuronormale und ohne Misbrauch groß gewordene Mensch sich einfach nur umdrehen und gehen würde.

Daher hier die Einschätzung bei Deinem jetzigen Partner: Bitte umdrehen und gehen. So leise, unauffällig und selbstschützend wie möglich. Er wird eventuell noch Hinterhertreten und Dich zum Riesenproblem ernennen, das ER all die Jahre ertragen hat. Das darf alles zum einen Ohr rein und ohne Umwege übers Gehirn zum anderen Ohr wieder raus. Sei einfach froh, wenn Du da weg bist. Alles ist besser als ein disregulierter, selbstgerechter Mann. Du wirst bei ihm auch nie wieder den Status "fremd genug, um mich zu benehmen" bekommen. Also einfach so schnell und geräuschlos wie möglich gehen.

Was den Neuen angeht. Nimm ihn gerne als Projektionsfläche, triff Dich ruhig mit ihm, sag ihm aber nie, dass Du Dich "für ihn" getrennt hast. Und lass ihn in jedem Fall, bevor Du Gefühle für ihn entwickelst, von einer neurotypischen Freundin durchchecken. Deine Hirnhälftenvernetzung bringt es leider mit sich, dass Du für eine bestimmte Art von "Spinner" einen toten Winkel hast. Und das wissen diese "Spinner" auch und suchen gezielt nach neurodiversen Frauen bzw. fühlen sich zu ihnen besonders hingezogen und bei Ihnen sicher. Deine neurotypischen Freundinnen haben einen eingebauten Seitenspiegel, der diesen toten Winkel mit erfasst. Vertrau daher ihrem Rat in Hinblick auf Red Flags. Dafür hast Du eine besondere Form der Kreativität und des 360 Grad Blicks, den wir neurotypischen niemals haben werden. Daher vertrau hinsichtlich des "Spinnerfilters" auf Freundinnen, deren Beziehungen bislang nie zu ihren Lasten ausfielen.

In jedem Fall bist Du ohne den jetzigen Freund besser dran als mit ihm. Viel Glück!

x 3 #44


B
@Sandy1976 Du berichtest ganz viel von deinem Partner, seinen schlechten Seiten, seinem Therapiebedarf aus deiner Sicht. Magst du auch von dir berichten, was hält dich bei deinem Partner, den du derartig pathologisierst, mit dem du proaktiv Spielchen spielst?
Zitat von Sandy1976:
Ich habe auch schon versucht, seine Verlustängste zu triggern und bin mehrmals für einige Tage zu meinen Eltern gezogen. Das hat dann auch geholfen, er hat sich jedes Mal sehr bemüht und um mich gekämpft, bis ich ihm wieder eine Chance gegeben habe. Und irgendwann aber wurde er wieder ausfallend, und das Drama ging von vorne los.

Wem hat das geholfen, du versuchst durch Manipulation gleich mehrmals deinen Partner zu Verhaltensänderungen zu bewegen, was sagt das über dein Verhalten, über dich aus?
Zitat von Sandy1976:
Die ersten 4 1/2 Jahre war ich sehr glücklich mit ihm. Dann kamen die ersten Probleme zum Vorschein. Mich stört an meinem Partner, dass er sehr aufbrausend ist und gerne mal wegen Kleinigkeiten ausrastet. Das konnte er in den ersten Jahren gut verbergen, aber als wir dann zusammengezogen sind und schon ein Weilchen unter einem Dach gelebt haben, habe ich erst gemerkt, wie gravierend dieses Problem bei ihm ist.

Zitat von Sandy1976:
Was mich so runterzieht und mich bisher davon abgehalten hat, die Trennung durchzuziehen, ist die Tatsache, dass ich die ersten 4 1/2 Jahre in dieser Beziehung wirklich sehr glücklich war.

versus
Zitat von Sandy1976:
Im ersten Jahr unserer Beziehung waren wir einmal bei seiner Mutter und Schwester zu Besuch. Als ich mal auf Toilette war, bekam ich durch die Tür zum ersten Mal einen Wutausbruch von ihm mit. Er brüllte durch das Haus und beschimpfte seine Mutter und Schwester mit heftigen Worten.

Zitat von Sandy1976:
Als ich einer Bekannten damals von dem Vorfall erzählte, riet sie mir zur sofortigen Trennung.

Hm, kann es sein, dass du solange Glitzerstaub über unliebsame Themen streust, bis du selbst überzeugt bist, dass keine offene, kontroverse Auseinandersetzung mit dem Partner mehr notwendig ist?
Zitat von Sandy1976:
Ganz besonders verletzend empfinde ich, dass er meine Eigenheiten aufgrund meiner Neurodiversität nicht akzeptiert und mich deshalb gerne zur Schnecke macht.

Von welchen Eigenheiten ist die Rede, bist du diesbezüglich in therapeutischer Behandlung?
Zitat von Sandy1976:
Ich bin aber eine unabhängige Frau, die sich eine eigene Meinung bildet und kein angepasstes Hascherl.

Nun, du hast mehrere Jahre in einer für dich unzufriedenen Beziehung verharrt. Was verstehst du unter einer unabhängigen Frau mit eigener Meinung?
Zitat von Sandy1976:
Der Mann braucht aus meiner Sicht psychologische Hilfe.

Warum, wofür? Läuft doch für ihn. Du hast seine Eigenheiten doch mit deinem Verweilen in der Beziehung mitgetragen. Statt auf ihn oder einen neuen -vermeintlich ganz anderen- tollen Mann zu schauen, richte deinen Blick auf dich, was kannst du für dich tun, was brauchst du, um zu einer eigenständigen, meinungsstarken Frau zu werden, die sich unangemessenes Verhalten nicht gefallen lässt, es nicht toleriert. Dann kann dir auch egal sein, ob dein zukünftiger Ex sich therapieren lässt oder nicht.

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