Zitat von Felica:Der Mann, der mich damals betrogen hat, brauchte auch Zeit für sich, um nachzudenken und sein Leben zu verändern. Bei ihm war es die komplette Ausrede.
In deiner Wahrnehmung wird das vermutlich so ausgesehen haben und das ist auch total verständlich, weil es schwer fällt jemanden etwas zu glauben und sogar noch Verständnis zu haben, der einen betrogen hat! In seiner Wahrnehmung hat er diese Aussage ernst gemeint und es waren seine Worte um auf Abstand zu gehen oder dir zu zeigen, dass etwas nicht stimmt! Was du danach erwartest, wie und in welchem Tempo er es umsetzt ist wiederum deine Erwartung und nicht seine!
Wir können das Verhalten von anderen nicht verändern oder bestimmen! Wir können uns im Rahmen unserer Grenzen immer nur wieder fragen, ob wir das tolerieren, akzeptieren oder zumindest respektieren können und müssen danach unsere Konsequenzen ziehen! Klingt einfach ist aber unglaublich schwer bis unmöglich, je nachdem, wie unsere eigene Bedürfnislage und Bedürftigkeit aussieht und wie ausgeprägt und stabil unsere Selbstliebe ist.
So oder so halte ich eine pauschale Aussage, wie Männer so etwas umsetzen für nahezu unmöglich. Und da Frauen hier vielleicht eher kommunizieren und hier eben auch immer sehr viele eigene schlechte Erfahrungen hineingebracht werden, wirst du diese Frage nur beantwortet bekommen, wenn du dir den Mann, um den es geht, genau anschaust und ihn machen lässt! Und wenn dir das nicht gefällt, was er macht, ist es vollkommen egal, warum er das macht! Denn es ist zunächst einmal sein freies Recht! Viel wichtiger ist, was es mit dir macht und ob du dich bei Missfallen von ihm distanzierst und loslässt!
I know, das klingt total einfach und wenn man sich solche Themen von hoch oben anschaut hat man leichter reden als wenn sich in die Gedanken Demütigung, Verrat oder Abwertung mischen.
Unterm Strich würde ich sagen, dass es hier keine gravierenden, generellen geschlechterspezifischen Unterschiede gibt! Und selbst wenn, wären das in meinen Augen vollkommen egal weil Liebe und andere Gefühle nun mal keinen Statistischen Gesetzmäßigkeiten folgen, sondern bio-chemischen!