Wir haben uns dies letzte Woche dreimal (!) gesehen. Montag sind wir auf meinen Wunsch zusammen mit dem Hund gegangen und haben nochmal viel über unsere Beziehung geredet: Sie habe sich bspw. immer unter Druck gesetzt gefühlt, unter anderem spontan etwas nicht mir mir sondern mit Freundinnen zu unternehmen. Und da haben wir wieder einen Punkt, der entweder a) von mir unterbewusst kommuniziert wurde oder b) ihr Problem ist - denn den Druck gab es von mir nicht. Im Gegenteil: ich habe gerne etwas spontan ohne sie unternommen und habe (eigentlich?) keine Probleme gehabt, wenn sie etwas gemacht hat (es gibt auch genug Gegenbeispiele, die mir aber erst nachträglich gekommen sind) - ich wollte nur, dass sie mir das mitteilt.
Alles mündete in dem schönen Satz, die Zeit mit mir sei schon gut gewesen, da wir viel schönes erlebt hätten, aber die Beziehung sei "nicht so toll" gewesen. Sie habe immer wieder an mich geglaubt, schon vor Jahren gezweifelt (!) und am Ende doch die Hoffnung verloren. Ich denke, damit ist klar, warum ich endlich abgeschlossen habe: Sie zurückzuholen ist unmöglich. Außerdem bin ich trotz meiner "Verfehlungen" dann doch der Meinung, dass die Beziehung soooooo schlecht nicht war. Da habe ich dann doch zuviel für sie gemacht.
Und wie Onkel Schicksal so will, sind wir uns gleich am nächsten Morgen über den Weg gelaufen. Smalltalk. Küsschen. Tschüss. Ich habe ihr ein "hab Dich lieb" hinterher gerufen

Naja. War aber ernst gemeint: sie ist so sehr in meinem Herzen für ewig.
Am Mittwoch ist sie nochmal in die Wohnung gekommen, da sie was ausdrucken wollte. SIe hatte vorher geschrieben, ich hatte das aber nicht gelesen, da ich in der Wanne war. Und so stand sie mit dem kleinen Hund vor der Tür und hat geklingelt (ich dachte, es wäre meine Nachbarin

) - joa. Ich habe mich Hund aufs Sofa verzogen und sie am Rechner fluchend, da es wohl nicht so funktionierte, wie sie wollte, alleine gelassen. Nur einen Kaffee habe ich ihr hingestellt.
Am Freitag waren wir lose verabredet gewesen, das hatte sie aber schon am Montag abgesagt. Sie ist über das Wochenende weggefahren.
Wie gesagt, ich bin dann fertig. Ich denke irgendwie gerade, dass ich schon im Juni unterbewusst wusste, dass es zuende ist. Ich wusste ja um meine emotionalen Themen und meine Lethargie, die die Beziehung belastet haben. Ich habe sofort gespürt, dass es ihr dann doch zuviel war. Wir haben damals drei Monate gebraucht, um zusammen zu kommen und jetzt haben wir drei Monate gebraucht, um uns zu trennen. Die letzten Themen werden noch etwas dauern (Konto lösen wir erst auf, wenn alle Buchungen ein Jahr durch sind um nichts zu vergessen zum Beispiel), aber auch im Herzen kommt nun (endlich) Endgültigkeit. Als ich diese Endgültigkeit vor ein paar Wochen spürte gab es immer noch die Hoffnung die sich sofort meldete - die ist nun verloren. Irgendwie erleichtert mich das.
Ein neuer Lebensabschnitt beginnt nun. Ich möchte gerade dieses depressive hinter mir lassen. Mir hilft dieser andere Weg des einfach-mal-machen, einfach-mal-leben, des Problemlösens. So gehe ich auch mit dem Liebeskummer um: ich akzeptiere ihn, lebe die Emotionen nicht so krass aus, wie ich es früher gemacht hätte. Schreibe mein Tagebuch, gehe viel raus, konfrontiere mich mit "Ängsten" wie glücklichen Pärchen oder alleine im Café sein. Ich weiß, dass ich nicht ewig alleine sein muss, dass ich irgendwann eine neue Beziehung eingehen will - diese dann aber auch halten können möchte.
Bis dahin Pflege ich mal mich selbst. Gibt ja genug zu tun
