th1980
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Das alles ist nun vorbei: Im September machen wir zusammen Urlaub, den ich berufsbedingt verkürzen muss und der meiner Meinung nach Wendepunkt der Beziehung wird: Ich komme nur schwer runter von meinem Stressniveau. Fahrradtouren und Lagerfeuer helfen ein wenig, als wir uns nahe gekommen sind, ist der Urlaub schon vorbei - ich fahre direkt zur Arbeit, sie mit ihrer Schwester für ein paar Tage an die Ostsee. Täglich schreiben wir. Anfang Oktober machen wir einen kleinen Wochenend-Trip. Ich habe alles organisiert, es kommt nur keine rechte Stimmung auf. Ich spüre, dass was in der Luft liegt. Als sie in der Folgewoche beginnt, das Handy zu verstecken, werde ich unsicher, spreche es an - sie beruhigt, alles sei okay.
Eines Abends meint sie, sie sei nicht sicher mit dem Kind. Sie werde nächstes Jahr 30 und wisse nicht, ob sie noch was anderes brauche. Ich bin enttäuscht. Bedingt durch meine vorherige Unsicherheit stimme ich ihr zu, sie solle ziehen. Sie meint, schon seit Wochen staue sich alles auf, aber sie habe eigentlich nicht mit einem Ende gerechnet. Am nächsten Morgen mache ich ihr den Vorschlag, dass wir die Kinderplanung einstellen und unsere Beziehung lockern. Sie ist einverstanden. Wir verleben ganz gute Tage, ich zeige mein Interesse an ihr.
Mitte Oktober hat mein Vater gesundheitliche Probleme und ich fahre für ein Wochenende in seine Heimat. A. kommt nicht mit. Nachts merke ich, dass sie online ist und schreibe sie mit lustigen Belanglosigkeiten an. Meinem Vater geht es den Umständen entsprechend gut und ich fahre wieder nach Hause. Am nächsten Abend fragt sie, wie es weiter gehen soll. Ich halte am Plan einer lockeren Beziehung fest. Ich frage, was sie will. Sie meint, sie habe wohl keine Gefühle mehr.
Drei Tage später zieht sie übergangsweise in eine Wohnung bei ihrer Oma. Schon am nächsten Tag kommen Orbiternachrichten. Ich antworte freundlich und distanziert. Eines Morgens telefonieren wir nett, abends räumt sie Sachen aus der Wohnung. Mich belastet dieses emotionale hin und her. Eines Sonntags frage ich nach einem Spaziergang, der zunächst locker und lustig ist. Als ich über die Gründe der Trennung reden will, blockt sie aber ab und die Stimmung kippt ins negative. Immerhin erfahre ich, dass der Grund des häufigen Handykonsums Gespräche/Geschreibe mit Schwester und bester Freundin "über uns" waren.
Ende November bittet sie zum Gespräch und verkündet das endgültige Ende. Es gebe kein Zurück. Sie erzählt, ich habe zu viel von Liebe geredet, aber sie nicht gelebt und sie nicht als Prinzessin gesehen. Sie habe sich gewünscht, dass ich von mir aus sehen würde, was sie brauche und wolle. Sie brauche einen Mann, der sie anders behandle. Die letzten 12 Jahre bereue sie nicht und ich sei ein toller Kerl.
Da mich stresst, dass sie immer wieder in unsere Wohnung geht und Sachen rausholt, bitte ich sie, dass sie auszieht und ich die Wohnung zunächst alleine übernehme. Letzten Samstag treffen wir uns zum Ausräumen der Wohnung. Zimmer für Zimmer gehen wir durch. Wir verstehen und prächtig, sie haut mir auf den Po, zwischendurch drückt sie sich an mich, wir piesacken uns, ich küsse sie auf die Wange. Abends gehen wir noch gemeinsam weg, verstehen uns wie früher und wirken wie ein Paar. Der abendliche Abschied ist dann meinerseits kurz und ohne Emotion. Da wir mit der Wohnung nicht fertig geworden sind, wollen wir eine Woche später weitermachen.
Am Montag darauf mache ich wieder den Fehler, reden zu wollen: Ich bitte sie zu einem Gespräch, es seien nur 2 Monate vergangen, in denen wir unsere 12 Jahre auflösten. Sie kommt vorbei, um weitere Sachen zu holen und erzählt, sie habe eine neue Wohnung ab sofort. Die Stimmung vom Wochenende lässt sich transportieren und wir klönen erst lustig. Sie willigt ein in ein Gespräch. Alle Fragen werden abgeblockt mit dem Satz "das sei mein Problem", Hoffnung solle ich mir nicht machen, aber sie wolle Kontakt und Umgang mit mir. Ich frage sie, wie sie einschätze, dass wir in der Familienplanung waren und sie nun Freundschaft wolle. Das gehe für mich nicht. Sie meint, auch dies sei mein Problem. Ihre ganze Art erinnert sehr an die "Trennung" 2019, was mich gewaltig nervt ehrlicherweise.
Samstag treffen wir uns wieder: Sie kommt mit Schwester und Vater und holt die Möbel, die sie haben möchte, sowie die restlichen Sachen.
Als wir gestern deswegen telefoniert haben war es wieder sehr lustig.