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Lebensliebe ist nach 9 Jahren weg

Clair

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puuuuh...

ich weiß gar nicht so recht was ich dir raten soll bzw was ich schreiben soll ! Ich schreibe einfach mal aus meinem Bauchgefühl herraus - ob das Hilfreif ist oder eher aufwühlt ? Ich weiß es nicht !

Der Grund der Trennung, war wenn ich es richtig in Erinnerung habe, von ihrer Seite her deine "depression" oder?
Habt ihr mal richtig über Gefühle gesprochen? Also vorallem Sie?

Ich seh das gemischt, sie scheint ja viel zu Unternehmen und zuerleben(so schlecht geht es ihr dann ja nicht ), irgendwie möchte sie es ja auch mit dir teilen?
Ist es vielleicht nur das gewohnte vertrate?

Ich bin ja kein FAN davon Beziehungen zu schnell aufzugeben ( das sehen viele hier anders ) !
Auch wenn ich 2 Jahre gekämpft habe und es schlecht für mich ausgegangen ist , bleibe ich bei dieser Meinung ...

Ich denke es ist richtig den weg der Trennung weiter zugehen , versuche trotzallem Stark zu sein.
Warte ab was passiert. Was auch viele anders sehen werden, finde ich es nicht schlimm wenn ihr gegenseitig füreinander da seit. Die Betonung liegt aber hier auf GEGENSEITIG und auch nur wenn du das Gefühlsmäßig wirklich hinbekommst (was ich auch irgendwie bezweifele) .

Was mit auffällt du schreibst "dein Helfersydron" und das sie gern mit dir über ihre Job Probleme spricht - dann kannst du ein so großer "depressiver" Griesgram doch gar nicht gewesen sein - ich schreibe das bewusst etwas überspitzt damit du wieder den glauben an dich bekommst das auch du nicht nur fehler in der Beziehung gemacht hast !

18.09.2019 10:27 • x 1 #91


th1980

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Danke für deine Anmerkungen - alles hilft

Trennungsgrund bzw. Anfangs der Wunsch nach Pause waren meine Lethargie und nörgeligkeit. Schnell kam meine Unsicherheit und der Wunsch, Prinzessin zu sein und zu einem Mann aufschauen zu wollen auch noch hinzu.

Ja - auch mir widerstrebt es die Beziehung zu schnell aufzugeben. Alles ist auf meinen Mist gewachsen bislang in der Trennung (außer ihr ausziehen): undekorieren, einkommenstrennung, sogar der Kontaktabbruch. Nun auch der komplette Auszug. Alles GEGEN meinen emotionalen Willen. Nur rational begründet. Aber ich weiß eins: für sie da sein möchte ich nicht.

Das Problem: tief im Herzen, weiß ich dass da was ist. Das war bei keiner meiner Trennung en bislang so. Irgendwas sagt mir, dass wir momentan einfach auf uns selbst konzentriert sein wollen und irgendwann wieder Raum für eine Beziehung sein könnte. Das stresst mich - denn mein handeln wird hierdurch beeinflusst. Bin ich rational klar und nach vorne orientiert - meldet sich dieses Gefühl und ich will wieder drei Schritte zurück. Momentan halte ich mein vorbreschen gestern für einen Fehler. Aber ich werde nun auf der Linie bleiben.
Man darf nicht vergessen: jede Entscheidung momentan in diesem Thema wird mein Leben verändern. Lebensliebe halt - ja, das ist sie auch nach drei Monaten noch.

18.09.2019 11:51 • x 1 #92


th1980

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Heute ist dann natürlich Gefühlschaos

Gleich heute morgen nach einem emotionalen Traum eine WhatsApp-Nachricht geschickt ("Warum haben wir Angst vor der Endgültigkeit?"), diese dann gelöscht, bevor sie es las und hinterhergeschickt, ich sei gefühlsduselig und ihr einen schönen Tag gewünscht...

Sie war gestern hier und hat einen der zwei Schlüssel, die sie noch hat, hinterlegt und war auch am Rechner.

Ich bereue meinen Schritt sie aus der Wohnung "zu schmeißen". Rational alles okay, emotional eine Katastrophe: Klar ist, dass es so nicht weiter gehen kann, ich den Abschluss finden muss. Ich bewundere sie, wie sie durchzieht, wenn wir etwas ausgemacht haben. Warum kommt in meinem blöden Herrzen nicht an, dass das ein Zeichen ist, wie weit sie ist, dass sie mich nicht mehr möchte...? Warum immernoch diese Hoffnung in mir?

Ich habe das Gefühl, sie hat seit unserem ersten Gespräch im Juni Taten von mir erwartete, dass ich ihr sinnvoll hinterherlaufe, selbstbewusst und klar. Stattdessen bin ich ins fliegen geraten, in die totale Unsicherheit. Ich kann nur lernen und meine Erkenntnisse für eine neue Beziehung nutzen. Nicht mehr für sie. Denn Sicherheit und Klarheit erreiche ich bei ihr nicht mehr. Das ist doch zum kot*en! Es ist wie eine innere Hürde, eine Blockade. Warum packe ich sie nicht ein, fahre mit ihr an einen schönen Ort und rede mit ihr?
Stattdessen will ich sie loswerden ohne sie loswerden zu wollen. So handel ich seit drei Monaten. Völlig gaga!

Wahrscheinlich wird es erst besser, wenn sie dann aus der Wohnung raus ist. Die Endgültigkeit herrscht. Die 9 Jahre zuende sind, kurz bevor die 10 gestanden hätte: im Dezember 2009 haben wir uns das erste mal getroffen (da war sie noch in einer Larifaribeziehung) auf ein Sandwich einer Fastfoodkette und Weihnachten hatte ich einen Zettel von ihr in meinem Fach: "Ich habe Dich recht gern." Die besonderen Formulierungen, diese Art von Sprache - das mag ich bis heute an ihr. Ich vermisse sie und ja: ich bin grad einfach so richtig traurig

19.09.2019 10:41 • x 2 #93


Clair

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ach Mensch, solche Tage kommen und werden auch noch öfters kommen ich weiß die sind doof

hat sie sich denn auf deine gelöschte Nachricht irgendwie gemeldet?

19.09.2019 15:51 • x 1 #94


Spreefee

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Zitat von th1980:
Ich kann nur lernen und meine Erkenntnisse für eine neue Beziehung nutzen. Nicht mehr für sie. Denn Sicherheit und Klarheit erreiche ich bei ihr nicht mehr.



Warum nicht?

21.09.2019 19:42 • #95


th1980

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Zitat von Clair:
ach Mensch, solche Tage kommen und werden auch noch öfters kommen ich weiß die sind doof

hat sie sich denn auf deine gelöschte Nachricht irgendwie gemeldet?


Nein. Aber am nächsten Tag habe ich dann doch noch alles mögliche runter geschrieben und ihr geschickt - sie hat sich für die offenen Worte bedankt.
Zwei Stunden später hat sie sich nochmal gemeldet, sie löse den Kredit aus.
Daraufhin habe ich nochmals geschrieben, dass ich bewundere, dass sie ihre Gefühle bzgl der Trennung nicht mitteile.
Dann war wieder Funkstille.

Freitag Abends habe ich dann mal etwas gesumpft - wobei ich um zwei zuhause war. Das reicht dann doch Außerdem hat Alk. ja immer eine etwas zwiespältige Wirkung: zunächst löst er alles, danach kommen die Probleme mit vollster Wucht zurück...

Gestern war ich mit einer Freundin an der Küste - das gehört zu den Orten, an denen sie besonders fehlt. Wir haben uns in eine Strandbar gesetzt - all die Pärchen tlws mit Kind zu sehen schmerzt schon. Aber ich habe durchgehalten. Das möchte ich üben, vor allem weil ich vor der Trennung schon Probleme mit solchen Orten hatte. Im Gegensatz zu früher, als ich gerne solche Orte aufgesucht habe. Auxh dieses Warnzeichen habe ich nicht ernst genommen - die Trennung hat mal wieder eine Reise zu mir selbst ausgelöst: ich analysiere das, was war, schon.

22.09.2019 06:27 • x 1 #96


th1980

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Zitat von Spreefee:


Warum nicht?


Ich weiß es nicht. Wirklich...

Ich begegne ihr und werde unsicher und bin unklar in meinen Entscheidungen.

22.09.2019 06:34 • x 1 #97


Spreefee

Spreefee


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Zitat von th1980:
Ich begegne ihr und werde unsicher und bin unklar in meinen Entscheidungen.


Wenn du bei dir bist, hast du das gefunden, was dir bisher fehlte.

Dann ist dir so viel möglich.

Du hast dann keine Grenzen mehr im Kopf,, weil du keine Angst mehr hast.

22.09.2019 07:49 • x 1 #98


Clair

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Ja weil bei einer Begegnung der Kopf aussetzt und das Herz scih einschaltet !

Wo an der Küste? ich lebe an der Küste... vielleicht sind wir Nachbarn !

23.09.2019 10:16 • x 1 #99


Spreefee

Spreefee


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Zitat von Clair:
Wo an der Küste? ich lebe an der Küste... vielleicht sind wir Nachbarn !


Du meinst wen

23.09.2019 10:34 • #100


Clair

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den TE er schrieb doch er war an der Küste

23.09.2019 10:38 • x 1 #101


Spreefee

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Okay lass es so, wie auf Urlaub

23.09.2019 10:41 • x 1 #102


th1980

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Morgen ist ja Wiedertreffen und besprechen, wie wie wir die Sachen aufteilen. Dementsprechend ist meine Stimmung gerade sehr gemischt, zwischen Erleichterung, dass es vorbei ist und Trauer, dass es endgültig ist. Ich bin mir nur sicher, dass sie hier raus muss, damit ich nicht täglich mit ihren Sachen konfrontiert werde. Und ich werde morgen fragen, ob sie mir einfach mal alles erzählt, was los war, passierte und wie sie fühlt. Ich wünsche mir, dass sie das kommunizieren kann - mir ist bewusst geworden, dass eigentlich immer nur ich über alles geredet habe und von ihr so wenig kam und wenn nur Vorwürfe aber wenig Erklärungen.

Ansonsten geht mein Leben weiter voran. Meine Kontakte machen wir sehr viel Spaß und ich bin langsam zufrieden mit meinem Singledasein. Ich versuche mich neu und mache einfach Dinge ohne groß nachzudenken.

25.09.2019 09:47 • #103


th1980

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Gestern haben wir uns getroffen. Sie kam relativ früh vorbei und wir sind - tataa - zunächst einen Kaffee trinken gegangen und haben uns unterhalten. Ganz normal, bis ich zum AUfbruch gemahnt habe. Danach waren wir noch zusammen einkaufen und dann sind wir relativ schnell die Sachen durchgegangen. Alles sehr entspannt. Danach: Wieder unterhalten. Zwischendurch haben wir auch sehr viel über die Beziehung geredet, dass sie es mit mir nicht mehr ausgehalten habe, alles zu viel gewesen sei und sie resigniert habe. Sie redet viel darüber, mich gehemmt zu haben, weil ja nun alles laufe... Diese Theorie lehne ich sehr ab.

Irgendwann meinte sie, sie habe sich gefreut, mich zu treffen, aber eine Beziehung sei nicht möglich. Sie wolle eine Freundschaft. Ich meinte, ich wolle um sie kämpfen, ob es da Chancen gebe oder ob ich mich lieber lösen solle - was sie treffenderweise beantwortete, dass sie diese Frage nicht beantworten könne. Stimmt ja auch. Ich alleine muss die Entscheidung treffen... Ich habe ihr am Ende noch einen Blumenstrauß geschenkt, einfach für die gemeinsame Zeit, ihr aber nochmal mitgeteilt, dass ich sie liebe.
Immernoch kommen diese Hoffnungsflashs: gestern war das alles zu harmonisch, sie wollte fast gar nicht gehen, wirkte manchmal unsicher. Dagegen sagte sie auch, sie freue sich, dass es mir gut gehe und wünsche mir eine neue Partnerin. Sie sagte abermals, sie habe niemanden neuen.

Momentan mag ich hoffen und - irgendwann - um sie werben. Sie ist einfach meine Liebe des Lebens. Ich muss meine anderen Baustellen abschließen und stabil werden, damit ich sie überzeugen kann. Ich glaube daran, dass wir zusammengehören. Nicht heute und nicht morgen - aber bald. Bei allen Trennungen habe ich gespürt, dass es vorbei ist. Diesmal und immernoch fehlt bei ihr dieses Gefühl, selbst, wenn sie einen Partner hätte. Und solange sie meine Werbe- und Liebessprüche nicht ablehnt, sehe ich Chancen.

27.09.2019 09:54 • x 1 #104


th1980

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Gestern hat A. nun ihre Sachen aus der Wohnung geräumt. An Möbeln wollte sie naherzu nichts mitnehmen - weswegen mir unter anderem der hässliche Kompromisskleiderschrank geblieben ist, den wir 2 Monaten vor Trennung angeschafft haben (und der meinen zugegeben zerfallenden, aber von mir heiß geliebten Echtholzkleiderschrank ersetzt hat)

Ansonsten: sie hat ein paar Sachen vergessen. An Fotos hat sie alles mitgenommen, was sie und ihre Famile zeigt. Fotos mit uns und mir sind alle hier geblieben. Wir hatten eine Erinnerungswand mit Eintrittskarten, Erinnerungszetteln, Fahrkarten usw. an der Speisekammertür - auch hier ist nix weg, außer das Teilnehmerarmband eines Laufes, den sie mit ihrer Schwester gemacht hatte. Ich werde anscheinen gerade negiert.

Wir hatten uns die Tage vorher per Zufall gesehen. Dort hat sie mir erzählt, dass sie eine Fernreise mache - wohl alleine wie sie sagt. Sie setzt damit um, was wir geplant hatten, worauf ich gearbeitet und gewartet hatte, stolz erzählte sie, sie habe nun endlich mal drei Wochen Urlaub - auch das hätte ich dann doch mal gerne mit ihr gelebt. Jo - super! Es kommen immer neue Vorwürfe, unter anderem warf sie mir vor, sie hätte vor Jahren schon nach "Übersee" gewollt, aber dies wäre an mir gescheitert. Aha, ich habe genau andersrum das Gefühl.
Ich bot ihr bei dem zufälligen Treffen an, dass wir die Wohnung auch nicht räumen müssten, sondern alle Sachen ins Wohnzimmer (was ich nicht unbedingt benötige) räumen könnte. Das lehnte sie mit der Begründung ab, sie habe nun alles organisiert und außerdem wolle sie mir zeigen, wie sich das anfühle, nachdem ich das so oft angedroht habe - irgendwie habe ich das Gefühl, sie wolle mir etwas heimzahlen.

Ich glaube sie war so wütend in der Beziehung, weil ich ihre Bedürfnisse nicht erfüllt habe: Klarheit, Sicherheit, Führung, das gemeinsame "Projekt" lebenslange Beziehung. Das hat sie maßlos enttäuscht - aber geredet hat sie vorher auch nicht (?) darüber. Sie hat lieber die Lücken gefüllt, als mir ihre Grenzen und Bedürfnisse zu formulieren - dies hat sie erst jetzt nach der Trennung, da kam alles geballt. Daher fühle ich mich gerade etwas verar**ht, denn ich hatte so ja gar keine Chance. Dennoch erkenne ich ihre Leistung an: das, was sie getan hat für unsere Beziehung, kann keine Seele lange aushalten. Übrigens ist es aber auch genau das, was mir Hoffnung macht: es ist gar nicht die gescheiterte Liebe sondern wirklich die Kraftlosigkeit bei ihr, die zum Scheitern geführt hat. Und es gibt weiterhin ein paar Hintertürchen: Sie hat weiterhin einen Wohnungsschlüssel, wir wollen uns treffen ab und an und das gemeinsame Konto gibt es aus "Sicherheitsgründen" auch noch.

Ich bin langsam am Landen, nach wochenlangen Fliegen komme ich wieder an. Seit 1.10. ein neuer Job, ein weiteres Jobangebot, weiterhin viel Unternehmungen. Gestern war ich noch "was trinken" und - da ich dann doch ein B. zu viel bestellt habe - um halbzwei in der Nacht joggen. Ich genieße gerade mein Singleleben. Vielleicht auch aus trügerischer Sicherheit, bald wieder mit A. anzubandeln. Ich gönne ihr gerade dennoch aus tiefstem Herzen ihre Zeit - und bin gespannt auf die Zukunft, wie sie auch aussehen mag.

06.10.2019 12:03 • x 2 #105