Zitat von Lichtstrahl1: es hat nichts mit fehlender Liebe zu tun oder mangelnder Unterstützung, wenn man nicht zusammenzieht.
Das wurde hier schon mehrmals dargestellt, aber ich habe nicht den Eindruck, dass das das Problem oder die Sorge der TE ist.
Auf mich wirkt es vielmehr so, dass sie gern in einem klassischen Familienkonstrukt leben würde und das vermisst. Nicht, dass sie an seiner Liebe oder seinem Commitment zweifelt.
Zitat von Lichtstrahl1: Da kannst du ihn doch nicht auf einen Familienurlaub in knapp einem Jahr festnageln. Du übergehst seine Bedürfnisse damit total. Gib ihm Zeit!
Ähm - doch? In vielen Unternehmen muss man im Oktober seinen Urlaub fürs nächste Jahr einreichen, und da sie wahrscheinlich an Ferienzeiten gebunden ist und womöglich noch mit anderen Kollegen um diese Zeiten konkurriert, braucht sie von ihm zumindest mal eine Ansage, ob er sich einen gemeinsamen Urlaub wünscht oder lieber jeder für sich.
Ich "muss" meinen Freund das auch immer weit im Voraus fragen. Nicht weil ich ihn so gern festnageln möchte, sondern damit wir überhaupt mal gleichzeitig frei haben können. Weil ich eben durchs Kind an die Ferien gebunden bin, während er keine eigenen Kinder hat und deshalb sowieso nur schwer in den Ferien Urlaub bekommen kann. Seine Kollgen finden das ja immer so süß, wenn er erzählt wie wir das machen und trotz Entfernung und Kind und alles. Aber wehe, er will in den Ferien frei haben, dann beißen sie um sich und verteidigen mit Klauen und Zähnen ihr Stück vom Ferienkuchen.
Vielleicht ist das bei der TE ähnlich. Wenn die Kinder ihres Freundes groß sind und er jederzeit Urlaub nehmen könnte, und je nachdem wie seine Kollegen so drauf sind, muss man da mitunter schnell sein oder hart verhandeln, wenn man trotz fehlender oder erwachsener Kinder in den Ferien frei haben will. Und sie muss ihren Urlaub ja auch einreichen, vielleicht schon bald. Da braucht sie zumindest die Ansage, ob man gemeinsam plant oder getrennt. Unabhängig vom Verreisen, will man ja vielleicht auch einfach mal gleichzeitig frei haben.
Ich blicke höchstwahrscheinlich auch einem LAT entgegen. Aktuell Wochenendbeziehung über 80km, ich hab ein Kind, das Teilzeit bei mir lebt und komme daher hier erstmal nicht weg. Mein Partner ist ungebunden, möchte aber nicht zusammen ziehen. Hatte er noch nie, will er auch nie. Der Plan ist, dass er in ein paar Jahren ungefähr auf halbe Strecke in meine Richtung zieht, und weitere paar Jahre später ziehe ich dann in dieselbe Richtung ihm quasi entgegen. Das geht von meiner Seite aber erst, wenn die Kürze aus dem Haus ist (Stand jetzt).
Bei uns wird das also noch ein schöner Marathon, bis es irgendwann mal so weit ist.
Anfangs fand ich es schade, dass er nicht zusammen wohnen will, denn ich kenne das aus vorigen Beziehungen, bin es sozusagen gewohnt und fand es immer schön. Mittlerweile denke ich aber, dass mit diesem Mann es auch seine Tücken haben könnte, zusammen zu leben. Ich wäre definitiv diejenige, die 5x mehr im Haushalt machen würde, und würde mich dann mit schöner Regelmäßigkeit darüber aufregen. Er schiebt Dinge gern auf, ich hab am liebsten alles gleich erledigt. Und all so Punkte, die in getrennten Haushalten kein Problem darstellen, aber im Zusammenleben schwierig werden könnten. Daher finde ich inzwischen die Idee ziemlich brauchbar.
Daher bin ich sehr interessiert an Erfahrungen anderer mit diesem Wohnmodell. Was ich bisher lese, klingt ja ziemlich gut, wie ich finde.