Alena-52
Gast
Zitat von uwe2167:uweDamals dachte ich noch absolut überzeugt, dass dies nur der Gevatter Tod sein könnte, der uns jemals trennt.
Es ist schon furchtbar, dass man mit 45 Jahren noch absolut fest an eine liebevolle Beziehung bis zum Lebensende im hohen Alter glaubt.
Ich hatte in den letzten 2 Jahren 3 absolute Tiefpunkte: Tod meines Vaters, meine EX hat neuen Freund und Tod meiner Mutter.
... Aber nun, nach 12 Monaten Beziehung - knall - Tiefpunkt Nr.4.
Ich weiß nicht, wie ich Vertrauen in eine neue Partnerschaft setzen kann. Ich hoffe, dass sich das geben wird. Das ich mich wieder verlieben werde - aber mit wachen Augen.
wenn wir alle nicht mit diesem glauben in eine beziehung gehen würden - könnten sie doch gar nicht erst entstehen. niemand, der verliebt ist denkt an eine spätere mögliche trennung. und dennoch ist das leben so - ein kommen und gehen - weil sich ständig alles verändert.
es ist doch nur unsere unfähigkeit zu akzeptieren, dass so das leben ist und läuft und die unfähigkeit zu akzeptieren, dass der andere sich für sich und gegen uns entscheiden darf weil es sein gutes recht ist sein leben so zu leben wie er es sich wünscht - auch wenn wir in diesen leben nicht mehr hineinpassen.
die verletzungen in uns sind es, unsere zweifel an uns selbst, an unsere wertigkeit - unser ego läßt uns leiden - nur unser ego !
ich hatte zu meiner trennung auch 4 todesfälle innerhalb kürzester zeit aus familien- und engsten freundeskreis zu verarbeiten, damit fielen die wichtigsten personen für mich weg - menschen, die ich sehr schätzte und die meine vertrauten waren. fast alle meine tiere, die vergiftet wurden, starben. ich war plötzlich allein, auf mich zurückgeworfen - und es war gut so - für mich. wieder eine sehr schmerzhafte phase über die ich hinausgewachsen bin. im nachhinein hat auch sie mir sehr vieles gebracht - ich betrachte vieles ganz anders - es ist vieles leichter geworden für mich.
mein leben ist nicht endlich, dass habe ich begriffen und mein ziel ist, nur noch dinge zu tun, die mir gut tun und mich nur noch mit menschan abzugeben, die mich auch wertschätzen und akzeptieren können - so wie ich bin. ich verbiege mich nicht mehr für menschen, die mich nicht verdient haben ... wenige gute freunde sind mir wichtiger als viele oberflächliche kontakte.
ich habe wieder mehr gelernt mir selbst zu vertrauen, meiner inneren stimme, d.h. meinem bauch-herzen zu folgen - das kennt die wahrheit über mich und andere - mein kopf stand mir da oft im weg - quatschte blödes zeug.
mit gestiegenen selbstvertrauen kam auch wieder das vertrauen in andere - das wird bei dir genauso sein.
lebe deine trauer und schaue dennoch nach vorn, du bist auf einem guten weg. traurigkeit ist ein gefühl wie jedes andere auch - nichts ist verkehrt daran traurig zu sein - genauso wie froh und glücklich zu sein - alles gehört mit zu unseren lebenserfahrungen.
geniesse das konzert - trenne es von ihr, mache dich unabhängig davon, oder geniesse es zusammen mit jemand anderen. du bist es der geniessen kann unabhängig von anderen - sie haben für dein glück keine bedeutung, denn das glück ist nur in dir selbst - bei niemand anderem zu finden! und du alleine kannst entscheiden ...

