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Deine Freunde, deine Familie und selbst deinen Mann magst du durch deine "Ich bin Mutter Theresa und vergebe alles aus purerer Nächstenliebe" Aktion erfolgreich getäuscht haben. Dieses Forum allerdings nicht und daher kannst du es auch einstellen Pseudofragen zu stellen, wenn diese letztlich nur darauf abzielen, ausschließlich die Antworten zu bekommen, die dir auch gefallen. Wenn schon die ach so "lieben Worte" die dein Partner dir derzeit ins Ohr säuselt, dich offensichtlich nicht in einen Gefühlszustand innerer Sicherheit und Bestätigung katapultieren können, dann wäre es an der Zeit dich mal selbst zu reflektieren, zu hinterfragen und vor allem die Verantwortung für DEINE Gefühle zu übernehmen, anstatt sie auf deine Mitmenschen abzuwälzen.
Solange du nämlich deinen persönlichen Stellenwert von Verhalten anderer abhängig machst, wirst du die Verlustängste die sich hinter DEINEM Verhalten verbergen nicht los!
Die Frage die sich mir stellt ist nur, WAS genau du fürchtest zu verlieren? Ist es tatsächlich die echte Nähe und Intimität zu deinem Partner, die offenbar schon vor dem Betrug nicht mehr ausreichend vorhanden war oder der Verlust eines gewissen Lebensstandard der für dich wichtig ist?
Ich bin da ziemlich im Zweifel, denn für mich liest sich die ganze Geschichte hier:
Zitat von Tina1980:Zwölf Jahre Beziehung. Eigentlich glücklich. Kleinen Sohn und schönes Haus. Unsere Familie ist perfekt und wir sind das perfekte Paar für alle. Er hat mich über zwei Jahre belogen und betrogen. Mit seiner Kollegin und besten Freundin. Er hat es mir gesagt, weil sie es mir gesagt hat. Ich verzeihe ihm. Hat Jemand Erfahrungen? Werden wir wieder richtig glücklich? Er will jetzt Ehrlichkeit und gibt sich Mühe. Sagt auch er liebt das alles hier.
eher wie eine trockene Fallanalyse! Ähnlich wie bei einem Brandschaden, den man der Versicherung meldet und darauf hofft möglichst viel zurück erstattet zu bekommen, obwohl man nicht mehr über jede einzelne Quittung der Sachen verfügt, die man einst mehr oder weniger "teuer" angeschafft hat.
Ich persönlich frage mich daher, ob ich dich bzw. euch tatsächlich bemitleiden soll oder es hingegen nicht viel angebrachter wäre, dich zu deinem Partner zu beglückwünschen. Offenbar scheint es deinem Fremdgeher nämlich an genauso viel Intensität, Tiefgang und vor allem Selbstvertrauen zu mangeln wie dir selbst!
Schließlich wird spätestens an dieser Stelle :
Zitat von Tina1980:Das zeigt doch meinen und ihren Stellenwert, oder nicht?
ganz deutlich, dass du deinem Partner nicht aus Gründen echter Vergebung, als vielmehr aus Eifersucht, Besitzdenken, mangelndem Selbstvertrauen und vor allem aus Angst zurück genommen hast. Das traurige dabei ist allerdings, dass du noch nicht einmal erkennst, dass er gar nicht wirklich und aus vollkommen freien Stücken zu DIR zurückgekehrt ist, sondern weil du ihm selbst diesen Schritt ( sich nämlich eigenständig dir gegenüber zu offenbaren) schon abgenommen hast indem du ihm vorsichtshalber schon direkt entgegen gelaufen bist.
Fazit: Wer sich selbst nicht vertrauen kann, der kann auch anderen nicht voll und ganz vertrauen.
Mit anderen Worten: Du wolltest das Risiko einer Trennung deinerseits nicht eingehen, weil du dir langfristig betrachtet, eben nicht sicher sein konntest, ob dein Partner in diesem Fall tatsächlich zu dir und nicht etwa doch wieder direkt in die Arme der Geliebten zurück gelaufen wäre. Mit echter Vergebung und Liebe hat so ein Verhalten mal rein gar nichts zutun!