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Machen Beziehungen überhaupt noch Sinn?

Corbian

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@woodstock

es gibt viele Arten von Beziehungen, die man in seinem Leben eingeht. Auch das man manchmal eine Beziehung an die Wand faehrt gehoert dazu.

Aus deinem Beispiel heraus: Du warst ihr zu schnell mit dem S. Sie wollte oder war noch nicht so weit. du hast (hoffentlich) gelernt, dass man zweideutig eindeutig sein kann und wirst es bei der naechsten Dame nicht so eilig haben (oder auch nicht).

Lesson learned - Sinn des Lebens - vielleicht. ;-)

31.07.2018 15:39 • x 1 #31


Dude0815

Die Frage, ob Beziehungen Sinn machen kann ich mit einem eindeutigen "jein" beantworten!

MfG

31.07.2018 15:42 • x 1 #32


Hopeinside

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Ich glaube auch an absolut gar nichts mehr. Nicht für mich. Der Glaube wurde mir komplett genommen. Sich selbst lieben? Schön für alle, die es schaffen, das tatsächlich so zu empfinden bzw. in der Lage sind, sich das selbst vorzugaukeln. Auch alles Gute an alle, die noch an Liebe und Beziehungen glauben. Für mich ist das alles *beep*. Es gibt nur Betrug, Hormone, Selbstsucht, Abhängigkeit. Sonst gar nichts.

31.07.2018 15:48 • x 1 #33


Dude0815

Zitat von Hopeinside:
Es gibt nur Betrug, Hormone, Selbstsucht, Abhängigkeit. Sonst gar nichts.


Nanana, nach jedem Regen kommt auch wieder Sonnenschein! Versprochen!

31.07.2018 15:50 • x 4 #34


Hopeinside

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@Dude0815 danke, aber das glaube ich nicht mehr. Nicht nach allem was passiert ist, nicht nach 8 Monaten ohne Besserung. Morgen gibt es in der Psychiatrie hoffentlich das, wogegen ich mich immer gewehrt habe: Medikamente, die mich ausknocken. Denn ich habe keine Nerven mehr. Das ist doch alles nur *beep*. Liebe gibt es nicht. Nicht für mich.

31.07.2018 15:56 • x 1 #35


Helli

Helli

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Ich wollt hier nochmal klarstellen, ich meine das wegen des Misantrophs nicht negativ 8)

Schopenhauer ist nur ein Beispiel eines großen Denkers, der sich eben lieber und in völlig freier Entscheidung für eine Art Eremiten-Dasein entschieden hat, so wie viele große Künstler, Denker,...vielleicht geht große Kreativität und große Erkenntnis eben auch nicht mit der Liebe zusammen. Liebe oder Denken, das ist hier die Frage :mrgreen:

Zitat von woodstock:
...habe eine gutaussehende frau kennengelernt, sympathisch, mehrfach gedatet, motorradtour, grillabend, im see schwimmen, romantisches abendessen, dann wollte ich etwas mehr, verständlich, sie: wir sitzen nicht im ice, ich mag eher den bummelzug, also, nichts mit s..., in der annahme, dass sie eisenbahnen mag,(warum sonst dieser vergleich) organisierte ich eine tour zu einem dampflokfest...


Ok, wie genau Du das jetzt meinst, weiß ich nicht. Aber es klingt so zwischendrin raus: Man, jetzt hab ich mich reingehängt, bin "in Vorleistung" gegangen und dann gibts nicht mal eine "Gegenleistung".
Diese ganzen Denkweisen, Annahmen und Klischees jedenfalls, die bringen Gift in die Liebe. Das ist genau so ein Kram mit diesen Tipps für Frauen, niemals sofort mit einem Mann S. zu haben, erstmal "testen", ob er es ernst meint, blablabla und trallala.
Und, wielange soll das gehen? 2 Jahre oder was?
DAS geht MIR alles gehörig auf den Keks und verunsichert alle. Ein Großteil unglücklicher Verläufe resultiert m.M.n. aus diesen Albernheiten.


Nochmal zurück zur Ausgangsfragestellung von Deion, u.a. hier:

Zitat von Deion:
Welche Beziehung hält mal solange, dass man von einer Lebenspartnerschaft sprechen kann? Kenne ich kaum noch.


Ich kenne eine - meine Eltern. Sie gehen so langsam auf die goldene zu. Es gibt immer einige Loriot-hafte Momente, aber auch immer Momente, in denen man wirklich merkt, dass sie sich immer noch lieben, das ist sehr schön zu sehen.
Umgekehrt trifft wahrscheinlich jeder beim Einkauf mal so Paare an, die schon recht verhutzelt sind, sich zwar noch "zärtlich" Mutti und Vati nennen, aber aus denen ansonsten dermaßen der Hass spricht, dass man Angst hat, sie stoßen sich gleich gegenseitig in die Tiefkühltruhe.
Die Frage ist doch: Ist eine Lebenspartnerschaft wirklich uneingeschränkt erstrebenswert? Das ist doch eigentlich Quatsch.

31.07.2018 16:52 • x 1 #36


Deion

Hallo liebe Foris!

Vielen Dank für Eure tollen Beiträge, echt super! :daumen:

Ich gehe mal wieder auf einige Zeilen ein:

Zitat von tesa:
Ich glaube, dass erst die Liebe uns vollkommen macht. Sie weckt die schönsten Seiten in uns! Indem wir Liebe schenken und erhalten, wachsen wir. Sie treibt uns an, macht uns lebendig. Sie motiviert uns. Sie lässt uns strahlen, sie lässt uns vertrauen. Sie macht uns schön. Sie schenkt uns Freude, die wir zu teilen bereit sind! Was ist ein Leben ohne Liebe? Mangelnde Liebe verhärtet uns, macht uns traurig, depressiv, einsam


Alles klar, so definierst Du Liebe. Ich habe da eine andere Vorstellung mittlerweile. :roll:

Zitat von _Tara_:
Ich persönlich würde ohne Verliebtsein, Se* und einen Menschen, der zu mir gehört und mich zurückliebt, nicht den Rest meines Daseins fristen wollen.

Ebenso würde ich niemals ohne Haustier leben wollen. Auch, wenn ich weiß, dass es irgendwann einen schmerzvollen Abschied geben wird.


Se*, verliebt sein, Zugehörigkeit - diese Aspekte sind mir fremd geworden, sie existieren für mich nicht mehr. Es ist wohl eingefroren; existent in der Vergangenheit, gestorben in der Gegenwart, nicht mehr vorhanden in der Zukunft.

Zitat von Selbstliebe:
Einschränkend muss ich allerdings sagen, dass eine Partnerschaft für mich nur ambulant in Frage kommt, und keinesfalls mehr stationär


Schön formuliert. :mrgreen:

Zitat von Helli:
Ich habe einmal den für mich allerschrecklichsten Liebeskummer aller Zeiten erlebt (unerwiderte Liebe) und als ich das nach langer Zeit überwunden hatte, da stellte sich so etwas wie ein völlig neuer Mut ein: Ich bin mir seitdem absolut verlässlich sicher, dass ich jeden schrecklichen Kummer überstehe. Also wage ich es immer wieder


Hatte ich auch mal, eine unerwiderte Liebe. Hat aber lange nicht so wehgetan wie die danach erfolgten Beziehungen und die letztlich gescheiterte Ehe. Das war brutal und destruktiv, hat mich erst gebrochen, dann geläutert.

Zitat von woodstock:
schließe mich an, Frauen sind problematisch,
mit one-night-stands kann man dem zölibatären singleleben durchaus etwas gutes abgewinnen,


Ersteres ja, zweiteres brauche ich nicht.

Zitat von Coloneltw:
Das klingt nicht nach Verletzung sondern nach Verbitterung. Ich kenne diese Gefühle gut und ich habe Angst davor verbittert zu werden. Ich denke es gibt andere Wege, auch wenn ich dir keinen nennen kann, da ich noch keinen gefunden habe. Aber Einsamkeit und Verbitterung kann nicht die Lösung sein.


Ich bin nicht verbittert und einsam, sondern geläutert und alleine. Da sehe ich für mich schon einen Unterschied. Pardon, ich vergaß ja meinen Moritz, den Oberpuschel. :herz:

Zitat von Coloneltw:
Aber nach einer Trennung, wenn es um Unterhalt geht, ist sie plötzlich nicht mehr in der Lage mit ihrem Ex-Mann eine Vereinbarung zu treffen und dazu zu stehen. Dann ganz plötzlich hört die Emanzipation auf, die Selbstständigkeit auf und man wird zum Bittsteller, der nach Heller und Pfennig und Gesetz mit Anwalt versucht das ihr "Zustehende" zu erpressen.


Jow, das kenne ich ! :daumen:

Zitat von Coloneltw:
Also ich bin gern verliebt und habe gern Flugzeuge im Bauch. Das Gefühl sich auf jemanden zu freuen


Das empfinde ich bei meinem Puschel, der geht ab wie Luzie, wenn ich nach Hause komme. Unbeschreiblich schön. Das hätte ich mal bei, von bzw. für eine Frau empfunden. :)

Zitat von Coloneltw:
Ich muss dabei ehrlich gestehen, ich kenne keine glücklichen Singles, die ich als Gegenbeweis heranführen könnte. Die Vorstellung später allein im Altersheim zu verdorren....brrr


Jetzt kennst Du einen glücklichen Single. :freuen:

Zitat von Gast789:
Sowas nennt man einen Misanthropen. Oder hast du einen anderen Vorschlag ?


Einzelgänger, Outsider, würde ich sagen.

Zitat von woodstock:
Desillusion vielleicht?
irgendwann resigniert man,


Genau! :daumen:

Zitat von Corbian:
Deion hat beschrieben warum er glaubt, dass eine Beziehung fuer ihn keinen Sinn mehr macht. Er ist tief verletzt worden und hat einfach genug Narben davon getragen. Seine Trennung/Scheidung scheint nicht besonders gut gelaufen zu sein.


Nein, ganz und gar nicht.

Zitat von Corbian:
Der Sinn einer Beziehung liegt nicht darin, dass jemand fuer mein Gluecklich-sein da ist.


Sehe ich ein wenig anders, denn wenn man jemanden hat/liebt, ist dieser Umstand ja automatisch gegeben, oder? :roll:

Zitat von Corbian:
Es waere wirklich schade, dich aus einem Teil des Lebens freiwillig auszuschliessen.

Irgendwo und irgendwann, wenn du es nicht mehr fuer moeglich haelst, kann es anders werden. Ich wuerde die Moeglichkeiten des Universums nicht unterschaetzen.

Aber ich bin ja auch eine unverbesserliche Optimistin.


Jow, das bist Du wohl. :trost:

Ich schließe den Teil des Lebens aber nicht aus, ich habe es lediglich eliminiert (bevor es mich killt).

Zitat von Hopeinside:
Auch alles Gute an alle, die noch an Liebe und Beziehungen glauben. Für mich ist das alles *beep*. Es gibt nur Betrug, Hormone, Selbstsucht, Abhängigkeit. Sonst gar nichts.


Das sehe ich zu einem großen Teil auch so. Chapeau für alle, die es irgendwie als Paar schaffen. :geb4:

L.G.

31.07.2018 23:59 • #37


ysabell

Zitat:
Ich glaube auch an absolut gar nichts mehr. Nicht für mich. Der Glaube wurde mir komplett genommen. Sich selbst lieben? Schön für alle, die es schaffen, das tatsächlich so zu empfinden bzw. in der Lage sind, sich das selbst vorzugaukeln. Auch alles Gute an alle, die noch an Liebe und Beziehungen glauben. Für mich ist das alles *beep*. Es gibt nur Betrug, Hormone, Selbstsucht, Abhängigkeit. Sonst gar nichts.


das ist jetzt nicht provokant gemeint: gibst Du denn selbst Liebe? Ich beziehe das nicht auf romantische Mann-Frau-Beziehungen. Es gibt ständig Möglichkeiten, Nähe zu erleben, wenn man die Äuglein öffnet und z.B. mal anderen zuhört, sie in den Arm nimmt, ihnen hilft.

Ich denke wie tesa, dass die Liebe im weitem Sinne das wichtigste im Leben ist. Ohne Beziehungen, Liebe, Nähe usw. ist das Leben recht trostlos.

Mir ging heute das Herz auf, als ich einen Säugling im Arm trug, als ich neulich einer fast 1OO Jährigen die Hand hielt und sie streichelte, als ich neulich meinen Kopf in den Schoß meiner Mutter legte, als mein liebster Freund so liebevoll auf mich einging, als ich down war usw.
Ich liebe meine Interessen und bin ein ungeselliger Mensch, aber ohne die Liebe wäre das alles nichts.

01.08.2018 00:48 • x 4 #38


Summer_rain

Summer_rain

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Hallo Deion,

Sehr gute Frage, die ich mir nach meiner sehr hässlichen Trennung mittlerweile auch stelle. Diverse unschöne Erlebnisse kamen hinzu. Weißt du, die Menschen die sich hier an das Forum wenden tun das weil sie keine schöne Erfahrungen hatten und sich gerne mit anderen austauschen wollen. Zumindest glaube ich das. Diejenigen, die eine wunderschöne Beziehung führen, haben nicht nur verstanden, dass es auch mal Tiefphasen zu durchleben gilt, sondern werden sich mit Sicherheit auch nicht an ein Forum wenden.

Du schreibst ja auch keine negative Rezension über ein Medikament, wenn es dir bestens geholfen hat.

So schwer es manchmal ist, man sollte auch Beziehungen, die halten egal was passiert, sehen. Als positives Gegenbeispiel, dass es so etwas wie Liebe in unserer Gesellschaft doch noch gibt. Und warum willst du generell das andere Geschlecht abschreiben, nur weil dir ein paar Tomaten begegnet sind?

01.08.2018 02:15 • x 2 #39


Hopeinside

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@ysabell für mich eine komplett andere Kategorie. Und ja, tue ich. Schöne Beispiele von dir. Aber diese Form von Liebe meine ich nicht. Die bleibt unangetastet.

01.08.2018 02:22 • x 2 #40


Summer_rain

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Zitat von Hopeinside:
@ysabell für mich eine komplett andere Kategorie. Und ja, tue ich. Schöne Beispiele von dir. Aber diese Form von Liebe meine ich nicht. Die bleibt unangetastet.


Meine Oma hatte immer den Spruch wenn du keinen Mann findest Mädchen, dann wirst du einfach trotzdem glücklich.

Glücklicherweise ist das in meiner Generation im Gegensatz zu der meiner Oma möglich.

01.08.2018 02:55 • x 2 #41


Hopeinside

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@Summer_rain ich dachte nie, dass ich einen Mann "brauche" - tat ich viele viele Jahre nicht. Genau aus diesem Grund wünschte ich, er wäre mir nie im Leben begegnet. Dieser Spruch "lieber geliebt und verloren als niemals geliebt" ist für mich b.ull.sh.it. Denn jetzt fühlt es sich an, als gäbe es in meinem Leben nur noch ungewürztes, lauwarmes Essen. Ich wollte den Vergleich nicht. Aber er hat ihn in mich gepflanzt.

01.08.2018 03:00 • x 2 #42


Summer_rain

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Zitat von Hopeinside:
@Summer_rain ich dachte nie, dass ich einen Mann "brauche" - tat ich viele viele Jahre nicht. Genau aus diesem Grund wünschte ich, er wäre mir nie im Leben begegnet. Dieser Spruch "lieber geliebt und verloren als niemals geliebt" ist für mich b.ull.sh.it. Denn jetzt fühlt es sich an, als gäbe es in meinem Leben nur noch ungewürztes, lauwarmes Essen. Ich wollte den Vergleich nicht. Aber er hat ihn in mich gepflanzt.


Richtig, es fühlt sich JETZT für dich so an. Ich habe auch meine besten Jahre an einen Menschen vergeudet, der keine Sekunde und kein bisschen meiner Liebe wert war.

Ich gönne es ihm jedoch nicht, dass er mir meine Zukunft durchtrieben, all meine Gedanken infiltriert und mich in jedem nur Schlechtes sehen lässt. Ob ich nochmal jemanden kennenlerne und liebe? Keine Ahnung, ich kann nicht aus dem Teesatz lesen, ich mache einfach das Beste daraus.

01.08.2018 03:04 • x 3 #43


E-Claire

E-Claire

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Die hübsche Frage nach dem Gottesbeweis in lustiger Gestalt:

Beweise mir, daß es einen Gott gibt, damit ich (endlich) daran glauben kann.

So läuft Glaube nicht und ich würde behaupten, so laufen auch keine glücklichen Beziehungen.
Wer nach dem Sinn von Beziehungen fragen muß, scheint mir dann doch genau das, was er eigentlich beklagt, in völlig überhöhter Anspruchshaltung festzustecken.

Wenn ich das lese:
Zitat von Deion:
Die Ansprüche werden grotesk, auf beiden Geschlechterseiten ist vielseits nur Murcks und Blödsinn. Beziehungen, die mal länger als 3 oder 5 Jahre halten, sind herausragend

Dann gebe ich dir völlig Recht, es ist grotesk, sich darüber zu beschweren, daß das Leben sowie die Liebe eben Risiken birgt.

In feinster Vollkasko-Mentalität die Abwesenheit von Garantien zu beklagen, mag jetzt nicht gerade zur eigenen Anziehungskraft beitragen, wird dann aber absurd, wenn man hingeht und anderen zum Vorwurf macht, daß sie genau das Gleiche tun.

Einer meiner besten Freunde, würde vermutlich sagen, daß aus seiner (!) Perspektive für ihn (!) eine Beziehung nicht unbedingt Sinn hat. Der hat ein schönes Leben und Menschen für sein Herz und eben ein oder zwei auch fürs Schlafzimmer, der trennt das und fühlt sich gut damit. Haustiere gibt es auch.
Der Unterschied zwischen ihm und Dir ist aber, daß er dies nicht aus Verbitterung über ihm zugefügten Schmerz so sieht oder aus Frustration über vermeintliche Anspruchshaltungen von Kandidatinnen, sondern weil er schlicht immer wieder individuell entscheidet, daß das Leben, so wie er es führt, das richtige für ihn ist.
Ich glaube auch nicht, daß er es komplett ausschließt, je wieder eine Beziehung einzugehen und in keinem Fall würde er auf die Idee kommen, Beziehungen im allgemeinen Sinnlosigkeit oder Sinnhaftigkeit zu unterstellen, dafür ist er nämlich zu beschäftigt sein Ding zu machen und zufrieden Grantelnd durchs Leben zu hüpfen.

Zitat von Deion:
Ich habe mich bereits nach 4 Jahren Flops, Pleiten und Versagen von den Damen dieser Welt verabschiedet. Meine Entscheidung, mein Wille.


Erinnert ja schon ein bißchen an den Fuchs und die Trauben, oder?

Ich würde vorschlagen, Du verabschiedest Dich einfach von Flops und Pleiten und schaust mal, daß du die Damen nicht mehr unter Generalverdacht stellst und gleichzeitig ein bißchen was an Deiner Wahrnehmung bezüglich Beziehungen veränderst.

Denn mal ehrlich, so wie Du es hinstellst, ist die einzig erfolgreiche Beziehung eine, die eben ein Leben lang hält.

Könnte man auch hingehen und sagen, daß es ne ganz schön merkwürdige Vorstellung von Erfolg ist, wenn dafür immer wenigstens einer von beiden sterben muß.
Überzeugt mich jetzt auch nicht so ganz. ;)

01.08.2018 10:19 • x 3 #44


Coloneltw

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@Deion
Ich habe da mal eine Frage.
Warum wendest du dich an dieses Forum? Was ist deine Intension?

Du machst auf mich den Eindruck, als wärst du etwas beratungsresistent.
Daher wollte ich mal nachhaken was deine Anforderungen an uns sind.

Natürlich kann man hier auch einfach nur mal Frust ablassen und sich ausko....das muss auch mal sein oder eben andere um Hilfe bitten.
Deine Frage suggerierte ein Hilfeersuchen.
Nun haben wir dir alle, aus glücklichen Beziehungen kommend oder auch aus hässlichen Trennungen her geschrieben, was wir davon halten ob Beziehungen sinnvoll sind oder eben nicht.

Ich denke die meisten werden unglückliche Ereignisse als das sehen was sie sind, unglückliche Ereignisse.
Du scheinst echt miese Sachen durchgemacht zu haben, solltest dir aber mal die Frage stellen, ob deine Erfahrungen mit Frauen auf alle Frauen anwendbar sind.

Wenn du die Frage mit Ja beantwortest, also alle Frauen für dich gleich sind, ist es schwierig noch viel zu dem Thema zu sagen.
Wenn du findest, dass Frauen unterschiedlich sind und jeder mensch eben anders tickt, solltest du deine Grundeinstellung überprüfen.
Und auch ob deine Argumente wirklich Stichhaltig sind. Wir können natürlich nicht nachprüfen ob du wirklich ein glücklicher Single bist und ehrlich ist das auch nicht unser Job. Das hier ist ja ein Forum für geplagte Menschen aus gescheiterten Beziehungen. Innerlich ehrlich kannst du nur zu dir selbst sein.
Ich kann mich recht gut in dich hinversetzen, ich habe in den letzten 18 Monaten die Hölle auf Erden durchgemacht und davor 5 Jahre lang resigniert zugesehen, wie mein leben an mir vorbeiläuft.
Ich unterlag auch der Versuchung aufzugeben, weil ich das Leben so als nicht lebenswert ansah.
Ich durfte aber das Glück erleben (was du vermutlich als Pech ansehen würdest) zu sehen, dass es anders geht.

Um es mal kurz zu machen. Meine Ex-Frau hatte mich seinerzeit mal betrogen, das habe ich ihr verziehen. Sie hat die Pille weggelassen um gegen meinen Willen ein 2. kind zu zeugen - das habe ich ihr verziehen, sie hat mich verlassen und mich in Tagen gegen einen jüngeren Mann ausgetauscht.
Seit dem führe ich einen erbitterten Krieg um das, was von meinem Leben noch übrig ist.
Normalerweise wäree ich unter diesen ganzen Druck eingegangen. Ich bin sehr verstandsgesteuert und nicht so leicht zu emotionalen Ausbrüchen fähig (um permanente Lösungen für temperäre Probleme in Erwägung zu ziehen) und mein Verstand hat es irgendwie geschafft etwas zu bewirken. Mir hat das Parshippen geholfen. Meine Ängste, ich würde nie wieder jemanden kennenlernen wurden durch diese Arbeit (und es ist harte Arbeit wenn da erfolgreich sein will) zerstreut. Am Ende kam eine Freundin bei raus, deren beziehung 3 Monate lang hielt. Ist nicht viel, Pessimisten würden sagen wieder eine gesch. Beziehung. Aber wenn man rational schaut, erkennt man andere Weisheiten.
Diese junge Frau hat mir gezeigt, dass es andere Frauen gibt als meine Frau. Ja wir waren letztendlich nicht kompatibel, aber es gab viele schöne Momente und sie war an mir interessiert.
Als das endete war ich gefühlsmäßig bereit zu warten und meine Trennung zu meiner Ex Frau reifen zu lassen. ich "wusste", dass es ein leben nach der Scheidung geben wird.
Mein Verstand konnte von da an sich an den Scheidungsthemen abarbeiten. Und so frustrierend das auch ist und so leidgeplagt ich war und teilweise noch bin, wenn ich anwaltliche Post bekomme, weiß ich doch - es geht irgendwann aufwärts. Und jedes Argument was ich entkräften kann, wo ich meiner Ex und ihrem Anwalt als Mann die Stirn biete und zwar mit rationalen sachlichen Argumenten macht mich auch ein Stück weit Stolz auf mich.
Letztendlich kämpft die gegenseite nur noch mit persönlichen Beleidigungen und Kränkungen aber nicht mehr mit Sachvorträgen. Und wenn Anwälte persönlich werden haben sie verloren!
Ich lache nur noch über seine Briefe und das ich als kleiner Mensch mit Google Halbwissen, einen Anwalt für Familienrecht mit über 20 Jahren Berufserfahrung erfolgreich die Stirn geboten habe. Meine Anwältin macht mit mir keinen Gewinn, die muss da richtig ranklotzen, denn ich liefere.
Dennoch weiß ich auch, dass dieser Kampf der Kleinere ist. Der Große heißt nicht verbittert werden. Nicht alle Frauen gleich behandeln und das eine vom anderen trennen.
Zwischenzeitlich erlebte ich aber noch mehr Glück/Pech - wie man es sehen mag. Ich war Ende 2017 derart gut gelaunt...ich habe meine Wohnung wieder bekommen, sie schön renoviert.
Ich habe das Glück gehabt eine Freundschaft Plus kennenzulernen, die mir ein Teil des Lebens erträglicher machen kann. Eine 2. kam hinzu.
Diese 2. aber war anders. ich verliebte mich unsterblich in sie - warum auch immer - das wollte ich nicht. Letztlich war es mehr als F+ und am Ende habe ich sie mit einem anderen im Bett erwischt.
Jetzt könnte ich deiner Vorstellung verfallen und wieder alle Frauen verteufeln, aber rational gesehen hat sie nichts falsch gemacht. Wir waren nie wirklich zusammen und sie hat das F+ so gesehen was es ist F+. Es ist meine Schuld, das ich diese Gefühle zulies.
Glaub mir ich bin heute noch traurig. Das ganze ging nur 8 Wochen und ist jetzt fast 4 Monate her und trotzdem denke ich jeden Tag an sie.
Diese 8 Wochen haben mir wieder gezeit, wie schön es sein kann. Ich muss nur noch lernen mich in die richtige Frau zu verlieben und nicht alle als Betrüger und Lügner abzustrafen.

Glaub mal, derzeit bin ich nicht so relaxt und glücklich. Meine Scheidung nähert sich dem ende, ich konzentriere mich daher auf mein Privatleben, versuche mit mir selbst zufrieden zu sein - und das ist total schwer.
Es ist jeden Tag ein neuer Kampf die negativen Gefühle und Ängste nicht die Oberhand gewinnen zu lassen sondern das Schöne zu suchen und zu finden.

Die Frage daher - was suchst du? Suchst du Argumente um dich selbst zu widerlegen? Oder willst du nur versuchen uns zu überzeugen? Das wird dir nicht gelingen.

Vielleicht dazu - die letzte Junge Frau, die mich dann "betrogen" hat....hat mich widerlegt. ich habe meine Ex Frau seinerzeit im Hausflur kennengelernt. Ich sage mir immer, dass ich keien Frauen kennenlernen werde - wie auch. Zu Hause wohl nicht mehr, im Büro geht gar nicht und weggehen tue ich nicht.
Und was kam. Ich habe die junge Frau bei einem nachbarschaftstreffen kennengelernt - zu Hause!
Hätte ich niemals für möglich gehalten und spekulieren würde ich darauf auch nicht nochmal - aber man weiß nie wohin das Schicksal einen führt.
Aber wie meine Vorredner schon schrieben
das ist kein Autokauf - es gibt keine Garantie oder Gewährleistung.
Es ist eine Frage des Glaubens. Und wenn du von deiner harten Meinung vielleicht etwas abrückst siehst du eventuell das es auch ganz viele tolle Frauen gibt, die viel Liebe und Geborgenheit geben.
Wenn du dann das Glück hast liegt es an EUCH BEIDEN ob diese Beziehung Bestand hat oder nicht.
Es hat einen Grund, warum es in Deutschland kein Verursacherprinzip in Beziehungsfragen gibt - denn es sind immer beide Schuld.

Vielleicht mal zur Anregung.
Liebe Grüße

01.08.2018 11:56 • x 4 #45




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