Lieber Kern
Zuerst einmal, lass dich nicht ärgern.
Zitat von Landlady_bb: Deine Frau hat Leidenschaft gefunden und genossen, die sie sicher lieber mit dir erlebt hätte. Aber das einzige, was du leidenschaftlich kannst, ist ihr jetzt das Leben zur Hölle zu machen.
Sie ist deshalb wirklich gut beraten, sich dich nicht länger anzutun.
Das ist Quatsch, despektierlich und völlig unangebracht.
@Landlady_bb
Keine Ahnung, was dich gerade so aufbringt. Eigentlich kann ich deine Kommentare (zumindest) immer gut nachvollziehen.
@Kern
Zitat von Kern: Eigentlich war ich eher auf der Suche nach Tipps, wie man einer Trennung entgehen kann, ohne das Thema anzusprechen.
Ja, genau dafür ist dieses Forum da.
Nun...
Ich würde nie so vermessen sein und es wagen, eine Expertin zu kritisieren, aber - ehrlich gesagt - hätte ich bei diesen "Maßregeln" die Therapeutin gewechselt:
Zitat von Kern: Nach so einer Affäre gibt es ( nach der Therapeutin) nur die Möglichkeit sich aufeinander einzulassen. Ohne etwas zu erwarten. Wenn etwas triggert, nicht nach aussen tragen, sondern innerlich abarbeiten. Keine Forderungen, keine Bemühungen erwarten. Entweder man liebt sich, oder nicht.
Wenn mein Mann damals nicht bereitwillig meine Forderungen anerkannt und umgesetzt hätte, wäre ich auch nicht in der Lage gewesen, mich erneut auf ihn einzulassen.
Was heißt schon "... entweder man liebt sich..."?
Das wäre mir zu einfach.
Damit ist doch nicht auch direkt wieder Vertrauen da.
Zudem war die Liebe während der Affäre ja scheinbar nicht tragend bzw. stabil genug.
Seltsame Aussage.
Zitat von Kern: Mag sein dass ich auf der Stelle getrampelt bin, und am Ende keine Fortschritte gemacht habe im Vertrauen aufbauen.
Aber genau das kann dir im Alleingang auch nicht gelingen.
Ohne ein entsprechendes Invest deiner Frau, trampelst du ein Loch in den Boden.
Zitat von Kern: Vertrauen auf Vorschuss, keine Erklärungen erwarten. Keine Handys durchstöbern ( mache ich nicht) Eigentlich alles Maßregeln für mich. Ich habe mich unwohl gefühlt. Aber kompetente Leute müssen ja irgendwie recht haben oder?
Missbrauchtes Vertrauen kehrt nicht einfach wieder zurück.
Es muss sich erst wieder verdient werden.
Damit meine ich nicht monatelanges Büßertum - auch nicht die Rollenverteilung des Richters und des Angeklagten.
Aber deine Frau sollte anerkennen, was sie dir angetan hatte und sich ehrlich, offen und aus tiefstem Herzen darum bemühen, dass du ihr wieder vertrauen kannst.
Denn Vertrauen wird verschenkt.
Und dieses Geschenk sollte auch wertschätzend behandelt werden.
Du entscheidest, ob sie es verdient hat.
Und du entscheidest auch, ob du ihr verzeihen kannst.
Denn auch darum sollte sie sich bemühen.
Es ist keine Kleinigkeit, wenn der Partner belogen und betrogen wird.
Versteht sie das?
Wisst ihr beide, warum es geschehen konnte?
Wie geht ihr damit um?
Zitat von Kern: Ich habe in den Gesprächen Augenhöhe gefordert, und wir haben auch gleich eine Paartherapie begonnen.
Naja "Augenhöhe" kannst du nicht fordern, sondern es leben.
Mach dich nicht klein und bedürftig.
Sieh deinen eigenen Wert.
Zudem bist du nicht selbstverständlich.
Wenn dir das gelingt, stellst du die Augenhöhe wieder her.