Zitat von Downinahole:Was ich verbrochen habe, dass das passiert ist
Wenn das Deine Frage ist und schon wieder formulierst Du in einer solchen Härte.
Dann ist die Antwort:
Zitat von Downinahole:Ich werde das in mir nicht nicht finden.
Der Grund, warumes passiert ist, ist nicht weil Du irgendetwas verbrochen hast oder so. Der Grund ist, weil Du daran festhältst, die Bestätigung, den Sinn und den Zweck über andere zu suchen. Du kommst so lange nicht über ihn hinweg, so lange du Dich nicht mit Deinem Scheitern auseinandersetzt.
Damit ist nicht das Scheitern im allgemeinen gemessen an irgendwelchen allgemeingültigen Maßstäben gemeint, sondern Deins. Der Abgleich Deiner ureigenen Erwartungen, wie das Leben für Dich zu sein hat, mit dem tatsächlichen Ist-Zustand.
und jetzt Momentan ist das einfach nichts mehr, außer ein paar hohlen Phrasen. Du bist wütend darüber, daß das Leben dir nithc die Ergebnisse zuteil werden lässt, die es (oder man) Dir doch eigentlich versprochen hatte.
Gleichzeitg hast Du vielleicht das Gefühl, daß, wenn Du genauer hinschaust, Du erkennen müßtest, daß eigentlich einfach nur Du versagt hast, weil du aus all den guten ansätzen nichts gemacht hast. Da sitzt vermutlich auch die Angst, die existinzielle angst, daß sich eines Tages, wenn Du gezwunger bist dort hinzuschauen, einfach nur zeigen würde, daß alles alein Deine Schuld ist und Du ein großer Versager.
Deine Gedanken kreisen um, ich verdiene (nicht), ich habe (nicht), ich brauche (nicht). Das Kopfkino ist nach wie vor vom Haben bzw Nichthaben bestimmt.
Das Weltbild scheint komplett auf eine Dimension zusammengeschrumpft, entweder ist das Leben schuld oder wenigstens er muß schuld sein, weil es ansonsten bedeuten würde, daß du selbst schuld bist.
Das wiederum ist eine Kränkung, die Du einfach nicht hinnehmen kannst.
Diese Eindimensionalität ist sowohl Symptom als auch Ursache. Die gilt es halt langsam und behutsam wieder zu erweitern. Dafür müssen "haben", "verdienen" und "brauchen" ein ich bin und ich will entgegengesetzt werden.
Was mich persönlich nachdenklich stimmt, ist das Ausmaß der Kränkung.
Hab heute immer mal wieder zwischendurch an unseren nun ja fast Dialog gedacht

und würde Dir gern rückmelden, daß ich Deine Beiträge im Moment so wahrnehme, daß der überwiegende Teil des Schmerzes, Deines Leidens in der eigenen Kränkung steckt, nicht so sehr im Verlust des Geliebten.
Weißt Du, ich kann nicht gut beurteilen, ob das nicht eben auch Ergebnis meiner Arbeit an mir selbst ist und es deshalb ein bißchen unfair wäre, Dir gegenüber so zu denken, Kränkung und Verlust sind für mich zwei verschiedene Dinge. Sie sind nicht immer gut unterschiedbar, weil beie in jedem Fall irren Schmerz hervorrufen und der wiederum nun mal immer laut, polternd und entsprechend gemein ist.
Vielleicht wäre es ja eine Überlegung, wenn Du versuchst da mal ein bißchen Unterscheidung rein zu bringen.
Ansonsten ist doch DVDs schauen, bis Internet dann endlich funktioniert auch keine schlechte Sache. Hast Du doch gut gelöst.
Hab einen passablen Abend.