Zitat von nalea: 1. Männer sind nur ihren eigenen, von ihnen direkt abstammenden Kindern rechtlich und moralisch verpflichtet
Sofern er die anderen Kindern nicht adoptiert hat ist zumindest der rechtliche Aspekt zutreffend.
Zitat von nalea: 2. Nimmt Mann nicht aus der eigenen Blutlinie entstammende Kinder einer Partnerin an, darf er die offen ablehnen oder auf Papi machen, ganz wie es beliebt.
Ich hoffe doch keine Frau ist so fahrlässig einen Partner zu wählen der ihre Kinder offen ablehnt.
Aber da ein gemeinsames Familienleben auch eine gewisse Verantwortung mit sich bringt, sollte jeder Mann und jede Frau schon wissen für wieviele Kinder er sich das teilen der Verantwortung zutraut.
Da kann man durchaus auch als Frau sagen "Ich kann mir eine Beziehung mit einem alleinerziehenden Vater von zwei Kindern vorstellen, aber bei 3 Kindern wäre ich definitiv raus. Insgesamt 4 Kinder großzuziehen ist mir zuviel."
Wie die Aufteilung und Erziehungsarbeit dann tatsächlich aussieht legt jedes Paar für sich selbst fest.
Zitat von nalea: Geht die Beziehung aus 2. in die Brüche, darf Mann in den Nebel reiten, weil er den Kids trotz vorheriger Nähe nix schuldet
Das kommt denke ich auch darauf an wie die Beziehung und vor allem die Trennung ablief.
Es gibt sicherlich auch viele Mütter die gar nicht wollen das nach einer Trennung Kontakt zum Ex-Partner, der nicht der leibliche Vater ist, besteht.
Außerdem- wurde ja bereits gesagt- geht das in beide Richtungen.
Hab es jetzt leider spontan nicht gefunden, sonst hätte ich es dir verlinkt. Ich hatte mal ein spannendes Video gefunden in dem Männer berichtet haben warum die sich kein zweites Mal dafür entscheiden würden eine Single-Mama zu daten.
Der eine Mann erzählte das er ein unglaublich schlechtes Gewissen gegenüber ihrer Kinder hatte, aber die Beziehung für ihn einfach nicht mehr zu retten war. Ihn hat der Schmerz der Kinder sehr getroffen und er wollte sowas kein zweites Mal erleben.
Bei dem anderen Mann hatte sich die Frau getrennt und ist mit ihren Kindern ausgezogen. Der Mann kannte die Kinder von klein auf, hat sie wie seine eigenen behandelt, sie finanziell unterstützt, war immer präsent. Eben ein "Bonus-Papa" den sich wohl viele AE wünschen. Nach der Trennung war er für die Kinder abgeschrieben. Er war super verletzt und enttäuscht, dass der Kontakt zu den Kindern -nach all den Jahren, Energie, etc.- komplett weggebrochen ist und sie anscheinend nichts mehr von ihm wissen wollten. In wie weit die Mutter den Kontakt unterbunden hat, kann ich nicht sagen.
Das dieser Mann nach diesem Schlag nicht mehr die Bereitschaft aufbringen möchte Zeit, Energie und Geld in eine Patchworkfamilie zu investieren überrascht mich wenig.
Die letzten Tage habe ich hier einen Thread gelesen in dem ein Mann (3 Kinder aus der früheren Beziehung) und eine Frau mit Kinderwunsch eine Beziehung hatten. Die Frau hat sich im Grunde fast alleine um alle Belange seiner 3 Kinder gekümmert und er dachte trotzdem sie wäre nicht bereit für ein eigenes Kind. Um die Story an sich geht es mir nicht, sondern um eine Userin die das ganze kommentiert hatte. Diese erzählte nämlich auch von ihrer Patchwork Erfahrung mit einem "Teilzeit-AE" der für seine Tochter leider so gar nichts gebacken bekommen hat. Sie hat das ganze dann irgendwann selbst in die Hand genommen. Kaufte seiner Tochter von ihrem eigenen Geld Klamotten, hatte glaube ich auch das Töpfchen Training übernommen (hoffentlich verwechsle ich das gerade nicht) usw.
Ihr Rat an die TE war sich zurück zunehmen und die Verantwortung der Care-Arbeit dem Vater der 3 Kinder zurück zugeben. Denn aus eigener Erfahrung konnte sie nach der Trennung sagen, dass sie weder das Geld noch die Zeit und Energie jemals zurück bekommt und es am Ende oder überhaupt irgendwann mal ein Dankeschön vom Vater gegeben hätte.
Also auch Frauen überlegen sehr wohl vlt. nicht zu Beginn, aber irgendwann wieviel sie tatsächlich mittragen können und wollen.