KBR
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Zitat von Trust_him:Man hat auch als "die dritte Person" eine Wahl.
Da bin ich voll bei Dir.
Du hast aber die Erwartung, dass alle Dritten die gleiche Wahl treffen würden wie Du. Das ist aber nun mal nicht so. Manche Menschen entscheiden sich dafür, alles auf eine Karte zu setzen oder einfach eine lockere Zeit mit jemandem haben zu wollen. Die sind dann zunächst mal mit sich selbst solidarisch (und merken nur allzu oft, dass eine andere Form der Selbstsolidarität besser gewesen wäre. Aber nicht um der Ehefrau Willen, sondern um ihrer selbst Willen). Mehr als mit Dir oder irgendeiner anderen unbekannten Frau. Ist es weniger richtig, das zu tun, was sich für manchen richtig anfühlt, als die von Dir erwartete Solidarität? Es gibt in dem Zusammenhang kein größeres "Recht haben". Betrug ist nicht strafbar. Betrug ist erlaubt. Moralisch, wenn man auf den Betrüger schaut, fragwürdig, aber erlaubt. Es ist auch nicht strafbar, mit einem verheirateten Menschen zu flirten, in die Kiste zu gehen o.ä. Es ist an diesem Menschen, die Grenzen zu setzen , wenn er angegraben wird. Es ist auch an diesem Menschen, Situationen nicht zu forcieren, in denen Dritte in die Lage gebracht werden, Grenzen setzen zu müssen.
Ich finde viele Dinge auch moralisch fragwürdig, aber es ist erlaubt. So ist das nun mal.
Wenn Du jemandem kranke Rechtfertigungen (oder so ähnlich) unterstellst, unterstellst Du ihm wohl auch, dass er krank ist/denkt.
Ich empfinde einen Mangel an Mitgefühl und die fehlende Bereitschaft oder Fähigkeit zum Perspektivwechsel als emotional nicht sonderlich intelligent. Sind diese fehlenden Eigenschaften gleichbedeutend mit krankem Denken oder Fühlen? Und falls ja: muss man das unbedingt so sagen?