Zitat von Multiversum: Wobei ich am Anfang noch den Eindruck hatte, der TE sucht nach Wegen, um wieder
in die Beziehung zurückzukommen.
Je mehr ich jetzt von ihm lese, ändert sich dieser Eindruck.
Ja, gestern habe ich mich auch total verzweifelt gefühlt, heute fühle ich mich einfach nur leer. Ich renne rum wie ein Zombie. Aber ich habe das Gefühl mein Kopf ist etwas klarer.
Ich glaube mein Problem, das habe ich hier beim Schreiben und während meines Gedankenkarussells festgestellt, ist noch nicht mal direkt ihre Eifersucht bzw. ihr Vertrauensproblem, auch wenn das natürlich unschön ist, aber damit könnte ich schon irgendwie umgehen, da es mir jetzt nicht so schwer fällt zu versuchen sie zu verstehen und aus ihrer Perspektive zu schauen.
Ich glaube viel eher mein Problem ist das daraus resultierende Ungleichgewicht zwischen uns und die fehlende Augenhöhe. Ich war immer derjenige der auf sie zuging, wenn sie sich distanziert hat, ich habe immer den ersten Schritt gemacht, wenn’s darum ging etwas zu klären, ich habe immer den ersten Schritt auf sie zugemacht, ihr zu zeigen, dass sie mir wichtig ist und sie mein Herz ist, wenn sie wütend auf mich war. Und das immer obwohl ich eigentlich nichts verwerfliches getan habe. Aber ich dachte immer „Ach komm, du bist ein Mann. Sie ist unsicher, also zeig ihr einfach das sie’s nicht sein braucht. Geh auf sie zu und nimm ihr ihre Ängste wieder.“
Wenn ich allerdings mal sauer bin, oder irgendein Problem habe, dann bleibt es auch mein Problem. Da kommt dann kein Verständnis von ihrer Seite. Wenn sie keine Zeit für mich hat, dann ist das okay. Ich weiß wie es ist, wenn das Leben stressig ist und man seine Ziele erreichen möchte. Das hat nichts mit mir zutun, wenn sie in einer stressigen Lebenslage ist und ich genieße dann einfach die Zeit, wenn sie wieder mehr Zeit hat und weniger Stress und freue mich dass es ihr gut geht. Wenn ich aber Stress habe und vielleicht auch mal nicht so euphorisch drauf bin, dann heißt es gleich ich verhalte mich komisch. Puh, ich bin auch nur ein Mensch? Darf ich nicht auch einfach mal auf dem Sofa einpennen? Nö, dann hab ich natürlich Sex mit anderen Frauen.
Etc. Also eigentlich bin ich immer der Schuldige. Und ich möchte mich auch gar nicht als Opfer hinstellen oder so, falls das hier so rüberkommt, das ist einfach nur mein Erleben der ganzen Situation. Und wenn ich immer abgewiesen werde aus ihrer Unsicherheit heraus, dann fällt es mir mittlerweile nicht mehr leicht nur ihre Unsicherheiten zu sehen und darauf einzugehen, sondern ich werde selbst unsicher und fühle mich in der Bittsteller Position, in der ich mich wirklich nicht wohlfühle, weil ich denke nicht nur ich muss ihr Sicherheit geben. Es sollte ein Geben und Nehmen sein. Ich hab ja auch Gefühle, denen ich gerne Beachtung schenken würde.
Aber gut, das ist auch alles meine Schuld, denn wie gesagt keine Grenzen und ich habe mich selbst in diese Position gebracht.
Zitat von Multiversum: Hat sie sich denn heute schon bei Dir gemeldet ? -Wenn ja wie, und wie hast Du reagiert?
Ne, sie hat sich nicht gemeldet. Ich auch nicht.
Zitat von Multiversum: Könnte sein und oder sie will nicht zeigen, dass sie verletzt ist und keine Schwäche offenbaren.
Ja, das könnte natürlich auch sein.
Zitat von FloraVita: Nein, ist es nicht. Ich denke auch, da könntest du keinen mehr hinkriegen.
Glaube ich auch nicht. Höchstens mit irgendwelchen Spielchen und bewussten Manipulationen, aber darauf habe ich ehrlich gesagt gar keine Lust.
Zitat von FloraVita: Zieh deine Lehre aus dieser Geschichte und schau nach vorne!
Ich gebe mein Bestes!