Zitat von Philinea: Da wird der (durchaus nachvollziehbare) moralisch-ethische Anspruch speziell an Frauen (nicht zu betrügen/fremdzugehen bzw. sich nicht als AF in eine Ehe "hineinzudrängen" oder auch schlicht in den Dating-Threads das Date nicht "zu früh" "ranzulassen") nicht erfüllt, und indem man dies dann mit "billigen" S. vergleicht, scheint man eine Herabwürdigung erreichen zu wollen.
Also ob ich den moralisch-ethischen Anspruch für nachvollziehbar halten möchte, eher nein. Denn bei allen anderen marktwirtschaftlichen Situationen ist es schließlich auch die Verantwortung des Kunden ethisch zu konsumieren.
Nur an der Stelle ist es plötzlich des Radieschens Verantwortung bio zu sein.
Ansonsten ist das alles immer noch Ausdruck patriarchischer (internalisierter) Strukturen, die je nach Gebiet mit längst widerlegten Biologismen begründet werden sollen.
Merke: wenn eine Frau fremdgeht ist die Frau schuld, wenn ein Mann fremd geht, dann ist noch immer die Frau schuld und wenn ein Typ kein zweites Date will, dann nur weil Frau viel zu zeitig mit ihm geschlafen hätte. Und weil es da inzwischen so Frauen wie Dich und mich gibt, wird dann halt wild gedroht.
Entweder ist man dann die kostengünstigere S*xarbeiterIn (ich warte noch immer drauf, daß irgendso ein MAGA Reichsbürger mal mit du nimmst S*xarbeiterInnen den Job weg, um die Ecke kommt) oder man wird ganz sicher nicht geheiratet und muß ganz allein, mit drei Katzen in einer hübsch nach eigenen Vorstellungen eingerichteten, sauberen Wohnung, mit dem Getränk eigener Wahl und absoluter Hoheit über die Fernbedienung seine Tage fristen.
Man stelle sich mal vor, daß man diesem Klientel, welches ja schon ohnehin herummosert, daß Frauen doch bitte gleichberechtigt sein wollen, also sollen die doch ihr Getränk nach Einladung auch selbst zahlen, die Rechnung nach dem Beischlaf präsentieren würde. Dann wären die doch wieder die ersten die gerne in Amateur- und Profiliga wegen des Stundesatzes einteilen wollen.