Zitat von Giraffenmädchen:
Zitat von Blindfisch: Nun, man darf die sogenannte "Therapeutin" von GM durchaus kritisieren. Ich bin kein Experte - brauch ich auch nicht sein, wenn man das hier ließt:
Entschuldige, ich glaube, ich habe die Intention Deines Beitrages mißverstanden und selbst auch nicht eindeutig genug geschrieben, was ich denke.
Wir sind uns einig darin, daß was auch immer GM da als Therapie macht, nicht zielführend ist. Wir sind uns auch einig, daß
Zitat von Blindfisch: Reflektion und Eigenverantwortung
neben anderen Dingen Ergebnis einer Therapie sein sollten.
Wo wir ein bissl auseinander gehen, so scheint mir, ist bei der Ursache. Ich hatte das gestern schon mehrfach geschrieben, ich halte GMs Ausführungen zu ihren Therapeuten bzw den Ratschlägen dieser für nur bedingt glaubhaft.
Zitat von Giraffenmädchen: Habe heute einen Termin bei der Therapeutin, zu der ich (leider unregelmäßig, da im Zuge einer Familienberatung) gehen kann. Sie weiß von dem Musiker, jedoch nicht, dass wir mittlerweile S*ex hatten. Sie meint immer, ich könne doch beides haben - die Ehe und den Musiker. Aber das zerstört mich und sie ist glaube ich auf dem Trip Polyamorie wie auch mein alter Psychotherapeut.
Zitat:Jein, ich habe keine Probleme zu glauben, daß sie Aussagen so verstanden wissen will. Insbesondere auch, weil ich mir nur anschauen muß, wie sie mit Aussagen des Forums umgeht.
Glaube ich, daß Psychiater (möglich) oder Familienberaterin (wohl kaum) so etwas tatsächlich gesagt haben? nein.
Zitat von Giraffenmädchen: Die Therapeutin ist nicht im deep dive mit mir. Das geben die seltenen Beratungssitzungen nicht her. Und sie sieht nur das Gute in mir und nicht die Abgründe.
Zitat von Blindfisch: Das sagt eine Therapeutin? Mit anderen Worten, eine Frau kann nur dann glücklich in einer Beziehung sein, wenn sie sich bis 25 durch die Betten gewühlt hat?
Wie gesagt ich glaube nicht, daß die Therapeutin das sagt. Ich glaube aber, daß GM das, was dort gesagt wird, so verstanden wissen will.
Was einige Therapeuten durchaus tun und Du vielleicht als zu wenig konfrontativ einordnest, ist daß manche durchaus erst einmal mit wenig Verurteilung reagieren. Zum einen deshalb weil es ja eh schon passiert ist, zum anderen aber um Scham zu durchbrechen. Scham ist ein sehr starkes Gefühl, aber aber einfach nicht nützlich, weil es die Gefühle und Beweggründe, die man eigentlich anschauen müsste, überlagert. Scham ist vergangenheitsorientiert und destruktiv, weil Scham an sich kein ordentlicher Motivator ist, es in Zukunft anders zu machen, dafür wirkt Scham an der Stelle irgendwie nicht nachhaltig genug. Wenn meine Thera gemeint hat, E-Claire sei nicht so streng mit Dir, dann geht es da mit keinem Wort um das Gutheißen einer Aktion, sondern es ging immer um das Überwinden von Scham um an das eigentliche Muster heranzukommen.
Interessant an der Bemerkung zum fehlenden Deep Dive ist halt auch die Konsumentenhaltung. Die wenigen Sitzungen, der vorherige, der aber so teuer ist und auch nicht xyz, die Therapeutin, die eben nicht nachbohrt. Das sind alles Klassiker der "wenn doch endlich alle um mich herum xyz tun würden", "jetzt bin ich doch schon in Therapie und es wird nicht besser, was soll ich denn sonst noch machen" Fraktion.
Damit gehen, so weit ich das kenne, Therapeuten unterschiedlich um. Es kommt durchaus vor, daß ein Therapeut dann auc mal sagt, wir kommen so nicht weiter und von selbst die Therapie beendet. Das passiert aber seltener, weil es eben schon auch darum geht, nicht noch eine zusätzliche Zurückweisung zu kreieren.
Meistens schauen sich Therapeuten das eine Runde an und versuchen dann mit eher mal über Therapieziele ins Gespräch zukommen.
Grundsätzlich aber ist es wie bei Physiotherapie, wenn der Patient die Übungen nicht macht, dann kannst Du nicht viel tun. Das macht Dich aber nicht zu einem schlechten Physiotherapeuten.
Und jetzt kommt, was eben bei jemandem, der seine Sportübungen nicht macht, meistens kommt:
Zitat von Giraffenmädchen: Ich finde auch, dass ihr mehr im Recht seid als die Therapeutin. Sie lässt mich auch nie ausreden und tiefer erzählen, unterbricht mich sofort und redet selbst. Ich sollte wahrscheinlich wieder zu meinem alten Therapeuten gehen (teuer), aber der schaut leider nicht auf die Kindheitsthemen drauf.
Oder ich brauche jemand gänzlich Neuen. Ich weiß es nicht. Aber ihr habt Recht,
Triangulation. Also das, was GM die ganze Zeit macht, wenn es um den Ehemann und den Freund/Musiker/future Prince Mittelmaß geht. Es wird in einer Tour über Bande gespielt. Es wird verglichen, bewertet und herumgetan. Was mich daran immer ein wenig beunruhigt, ist, daß, wenn jemand das so konsequent in so vielen Bereichen macht, ist auch davon auszugehen, daß das bei den Kindern auch gemacht wird und das ist bei allem Verständnis für erwachsenes selbstschädigendes Verhalten ein echtes Problem.
Und wenn man es mal aus der Perspektive Deiner Beiträge sieht, dann macht sie das Ganze ja durchaus recht erfolgreich. Denn Du und einige andere zweifeln an der Kompetenz der Therapeutin.
Wenn Du mich fragst, passiert nur das, was die ganze Zeit ohnehin schon passiert. Es wird über Bande manipuliert, damit man weiter in der Vermeidung bleiben kann.