Zitat von MissNextDoor: Ich frage mich ja nur warum ihr immer unterstellt wird "so kaputt" zu sein und eine Gefahr für ihre Kinder (die krank werden müssen mit so einer Mutter etc.)
Zitat von MissNextDoor: Auf mich wirkt sie immer eher ein wenig gelangweilt und unzufrieden.
Ich bin mir nicht sicher, ob du den ganzen Strang gelesen hast, aber ihr Verhalten geht weit über Langweile hinaus. Und das ist auch das problematische, wieso sich Sorgen um die Kinder gemacht wird.
Dabei geht es nicht um die Affäre. Die kann sie haben. Und ich und viele andere werden sie dafür verurteilen. Aktion - Reaktion. Ziemlich normal.
Was aber kritisch ist, ist ihre durchgehende Unfähigkeit sich selbst zu reflektieren und zu stabilisieren. Natürlich geht das vielen so. Allerdings habe ich es selten auf einer so unselbständigen, geradzu kindlichen Ebene erlebt. Hier scheint keine erwachsene Person zu agieren, die in der Lage ist die Verantwortung und Kontrolle über ihr Leben, ihre Handlungen, ihre Entscheidungen und deren Konsequenzen zu treffen und zu tragen. Das wenigstens anzuerkennen und sich entsprechende Hilfe zu holen und diese dann auch anzunehmen, wäre aber ihre Aufgabe als Mutter, als Elternteil. Sie hat ja zu Hause keine Puppen sitzen, die sie wie eine fünfjährige mal bespielen und mal in der Ecke liegen lassen kann. Sondern echte Kinder, die real darauf angewiesen sind, dass ihre Eltern sich wie Erwachsene verhalten können. Oder diese Verantwortung erlernen oder abgeben.
Wer möchte denn hier glauben, dass eine Person, die regelmäßig ihre eigenen Verstrickungen beschreibt, aber zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise in der Lage war, daraus irgendeine Konsequenz für sich zu ziehen, die zahlreichen Tipps auch nur auf kleinstem Niveau (kleinstes Niveau meine ich: geh zum Hausarzt vs such dir eine eigene Wohnung) umzusetzen und gar nicht zu bemerken scheint, dass sie seit einem Jahr konstant das Gleiche schreibt, also dass diese Person in der Lage ist, sich adäquat um ihre Kinder zu kümmern? Und mit kümmern meine ich: bemerken, wenn diese Probleme haben, ohne dass die Kinder sie ansprechen. In der Lage sein mit Lehrern, etc. in handfeste Auseinandersetzungen zu gehen. Sich selbst reflektieren, um alte Muster nicht an die nächste Generation weiterzugeben. Mit dem Vater in einer gesunden, kommunikativen Beziehung zu leben, vor nach oder trotz Trennung. Eigenverantwortlich zu leben, um darüber auch die Kinder zu stabilisieren. Die Kinder vor Parentifizierung schützen, in dem man das eigene Leben im Griff hat. Selbstfürsorge vorzuleben. Und und und.
Keiner hat behauptet, dass GM ihre Kinder so schlecht behandelt, dass das Jugendamt geholt werden muss. Aber die meisten hier wissen doch sehr klar, mit welchen psychischen Problemen, gar Störungen, diese Kinder in 10-15 Jahren zum Therapeuten gehen werden. Da braucht es keine Glaskugel, sondern nur Erfahrung und ein wenig Verstand.
Und ja, ich erwarte von Eltern, dass sie diese Dinge klar haben. Und sich Hilfe holen an den Stellen, an denen sie alleine nicht weiterkommen. Keiner muss von vorneherein alles können oder gar richtig machen. Aber sobald Dinge auffallen, sollte man handeln. Und sich an die Menschen wenden, die einen entsprechend unterstützen können. Die es in Deutschland und Österreich nun einmal gibt. Das unterscheidet eine erwachsene Person von einem Kind. Diese Weitsicht zu haben, sollte das bare minimum sein, was Eltern leisten.