Zitat von sonntag_morgen:Es tut mir leid, dass das so bei dir ankommt.
Bei mir kommt es nicht ganz so an...
Was tatsächlich ein Punkt ist ist, dass Giraffenmädchen es ja eigentlich auch gerne so machen würde wie ihr Mann... eine Alternative als Ausweg aus der Ehe. Hat nur nicht ganz so gut geklappt wie bei Ihrem Mann, weil der Retter in spe/Druckablass unwillig war.
Was ich mich frage: selbst wenn der Freund gewollt hätte... wäre es dann zur Trennung gekommen?
Natürlich wird es jetzt empört heißen "ja natürlich!"
Aber ich bin mir da nicht so sicher.
Ich sehe bei Giraffenmädchen ähnliche Schwäche wie bei ihrem Mann. Nur, dass sie natürlich empathischer und netter ist.
Wobei die Frage ist wieviel Empathie noch für den Mann da wäre und ob ein weiterer Gedanke an ihn verschwendet würde, wenn wirklich der Ritter auf dem weißen Pferd daher käme...?
(Wäre auch vollkommen ok, dann keine weiteren Gedanken an den EM mehr zu verschwenden! - Ich will aber auf etwas anderes hinaus! )
Ich denke Giraffenmädchen ist ziemlich abhängig und braucht den Mann eigentlich so wie er sie braucht (zumindest in ihrer Vorstellung) und die Sorge ist - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt! - Früher mag das durchaus ganz anders gewesen sein! - nicht mehr ganz uneigennützig.
Denn der Mann bewahrt sie davor, eine frustrierte, alleinerziehende Mutter zu werden, die sich kaputtarbeitet.
Sorry, das ist arg provokativ. Und auch wenn es sich so liest... ich will dich zu 100% nicht verletzen, Giraffenmädchen, ich will dich aufrütteln.
Du musst irgendwie aus der passiven Opferrolle raus.
Ja, dein Mann ist ein ganz, ganz schlimmer, und bei mir hätte er mit all dem Betrug nichts zu lachen gehabt - da sehe ich persönlich rot.
Aber du benutzt ihn ja genauso für deine "Lebensvortellung" wie er dich benutzt... käme jemand besseres, der dich so richtig wollen würde, sähe alles anders aus.
Je nachdem was dieser dir anzubieten hätte, wäre dein Mann dann entweder Geschichte oder du würdest (falls nicht genügend Comittment) vermutlich auch eine Affäre führen. Bei dir scheitert es ja nur daran dass der Andere überhaupt nicht zieht und die Retter nicht Schlange stehen.
Ich weiß das klingt super böse, und genau so ist es überhaupt nicht gemeint. Ich wünschte nur, du würdest weiter denken als "ich arme Seele, ich mache das alles mit... aber dafür habe ich den tollen Status als wohlhabende Ehefrau!"
Ich kenne Alleinerziehende die taudendmal glücklicher und weniger frustriert sind als du das hier beschreibst. Die total in ihrer Mitte sind und jeden Tag herzlich mit ihren Kindern lachen und tolle Dinge unternehmen können.
Dass Alleinerziehende zwingend frustriert und überarbeitet sein müssen, ist ein Stereotyp!
Leider gibt es das natürlich wirklich - aber wenn dein Mann so gut verdient wie du sagst wird es schon deshalb eher nicht eintreten, weil er ganz gut Kindergeld und Unterhalt zahlen müssen wird!
Es gibt Alleinerziehende, die tatsächlich von der Hand in den Mund leben - aber nicht gerade die, die Kinder mit Gutverdienern haben.